Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 16.04.2014

Gesundheitspsychologie > Berufsfeld > Tätigkeitsfelder >
Disease-Management-Programme

Dipl.-Psych. Maximilian Rieländer

Zunächst folgen allgemeine Informationen zu

Dann sind einige weiterführende Hinweise für die Arbeit von PsychologInnen bei spezifischen Erkrankungen gegeben:

 

Disease-Management-Programme (DMP) in der Gesundheitspolitik

In der deutschen Gesundheitspolitik ist die Einführung von Disease-Management-Programme (DMP's) zur optimierten integrierten Versorgung von Menschen mit spezifischen chronischen Erkrankungen geplant, und zwar für die folgenden Erkrankungen: Brustkrebs, Diabetes Mellitus,  koronare Herzerkrankungen und Asthma bronchiale. Für diese Erkrankungen sollen Behandlungsprogramme nach evidenz-basierten Leitlinien erstellt und in kooperativen Formen medizinischer und psychosozialer Versorgung durchgeführt werden.

Für die Krankheiten Brustkrebs und Diabetes Mellitus sind DMP gesetzlich verabschiedet (7/2002), und zwar mit folgenden Leitlinien für Behandlungsprogramme:

 

Berufsfeld für PsychologInnen

PsychologInnen mit Berufserfahrungen bzw. Qualifikationen in Bezug auf die psychosoziale und psychotherapeutischen Betreuung von Patienten mit den genannten chronischen Erkrankungen können im Sinne interdisziplinärer Teamarbeit an der Konzeptionierung und Durchführung von DMP's mitarbeiten. Dies gilt besonders für PsychologInnen, die Qualifikationen in Gesundheitspsychologie, Klinischer Psychologie und/oder Psychotherapie sowie Qualifikationen für spezifische chronische Erkrankungen erworben haben und im Gesundheitswesen arbeitenden.

PsychologInnen können innerhalb der DMP mehrere Arten von Dienstleistungen erbringen, z.B.

  • Beratung und Therapie im Einzel- und Gruppensetting
  • Konzeptionierung und Durchführung von Patienten-Schulungen
  • Schulungen für MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens im Umgang mit PatientInnen (z.B. Kommunikationstrainings für die Betreuung von KrebspatientInnen)
  • Fallmanagement für die Koordinierung von Behandlungsmaßnahmen
  • Supervision und Mitarbeit in Qualitätszirkeln
  • Qualitätsmanagement für die Konzeption, Durchführung und Evaluation von Behandlungsprogrammen

PsychologInnen, die bei DMP's mitarbeiten wollen, können einen Fragebogen hier öffnen, beantworten und an den Koordinator für DMP's Herrn Fredi Lang in der Bundesgeschäftsstelle des BDP, Glinkastr. 5-7 in Berlin, Fax 030/209149-66, Email: f.lang@bdp-verband.org senden oder sich im Mitgliederbereich des BDP (Login = BDP-Mitgliedsnr., Kennwort = Nachname) online in die Liste eintragen. Die so entstehende Liste soll dann künftig Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen übermittelt werden. 

 

Brustkrebs

Für den Bereich der Psychoonkologie ("Der Begriff Psychoonkologie bezieht sich auf alle seelischen Faktoren, die mit einer Krebserkrankung zusammenhängen können", Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg) gibt es zwei Organisationen, in denen PsychologInnen maßgeblich mitwirken: die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) für alle Berufsgruppen, die in der medizinischen und psychosozialen Betreuung von Krebskranken und ihren Angehörigen oder in der psychoonkologischen Forschung tätig sind und die Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft.

Beide Gesellschaften haben gemeinsam die Weiterbildung PsychoSoziale Onkologie konzipiert und bieten sie an.

 

Diabetes mellitus

In der Deutschen Diabetes-Gesellschaft bilden PsychologInnen einen Zweig " Diabetes und Psychologie e.V. - Arbeitsgemeinschaft Psychologie und Verhaltensmedizin in der DDG". Diese Arbeitsgemeinschaft bietet eine Weiterbildung zum "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" an.

 

koronare Herzerkrankungen

(Informationen folgen später.)

 

Asthma

(Informationen folgen später.)