Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 16.04.2014

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Gesundheitspsychologische Perspektiven: Arbeitsmarkt und Qualifikationsmöglichkeiten

Die Leitung des Fachbereiches Gesundheitspsychologie hat eine differenzierte Bestandsaufnahme zu Arbeitsmarkt und Qualifikationsmöglichkeiten für gesundheitspsychologische Tätigkeitsfelder erstellt, um daraus weitere Zukunftsperspektiven für berufspolitische Aktivitäten zu entfalten.

Zum vollständigen Text mit 17 Seiten als PDF-Datei unter den Download-Texten

Zusammenfassung der Bestandsaufnahme zum Arbeitsmarkt

Der Gesundheitsmarkt wächst – trotz aller Kostendämpfungsmaßnahmen. Der Stellenwert der Gesundheitspolitik nimmt im gesamtpolitischen Rahmen zu. Größere gesundheitspolitische Änderungen lassen sich in naher Zukunft erwarten. Das Wachstum des Gesundheitsmarktes zeigt sich vor allem durch Erweiterungen und Differenzierungen

  • in der ambulanten Gesundheitsversorgung incl. Prävention und Rehabilitation durch mehr und besser qualifizierte Gesundheitsberufe,
  • im Freizeitbereich mit vermehrten Fitness-/Wellness-Angeboten und entsprechend höheren privaten Investitionen in Fitness-/Wellness-Aktivitäten sowie
  • durch gesundheitspolitische Erneuerungen mit vermehrten Qualitätssicherungs-Bestrebungen, die zu einem höheren Bedarf an professioneller Fachkompetenz für Erneuerungs- und Qualitätssicherungs-Strategien beitragen.

Mit dem wachsenden Gesundheitsmarkt vermehren sich auch professionell-berufliche Querschnittsaufgaben im Sinne des interdisziplinären Feldes der Gesundheitswissenschaften für interdisziplinär zusammengesetzte Teams. Deshalb steigert sich kaum die Nachfrage nach PsychologInnen, sondern mehr nach verschieden akademisch ausgebildeten Gesundheitsberufen, die ihre Kompetenzen in eine interdisziplinäre Teamarbeit einbringen und die zu Fortbildung in weiteren Fachdisziplinen bereit sind.

Für gesundheitspsychologisch orientierte PsychologInnen, die ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen in eine interdisziplinärer Teamarbeit einbringen wollen, lassen sich folgende Tätigkeitsfelder hervorheben:

  • Praxis-Forschungs-Projekte zur Entwicklung und Etablierung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen
  • Gesundheitsförderung und Therapie bei Kindern und Jugendlichen in den Settings Familie, Kindergarten/-hort und Schule
  • primäre Prävention über die Krankenkassen mit Managementtätigkeiten in entsprechenden Krankenkassen-Abteilungen und durch Kursleitungen von Gesundheitstrainings
  • ambulante Rehabilitation für chronische Erkrankungen, u.a. durch Patientenberatungen, Patientenschulungen und Mitarbeit bei Disease-Management-Programme
  • betriebliche Gesundheitsförderung
  • gesundheitspsychologische Fortbildungen für Gesundheitsberufe und Wellness-AnbieterInnen
  • Fortbildungen und Supervision für ehrenamtliche HelferInnen
  • Gesundheitsinformationen unter Nutzung moderner Medien

Qualifikationsmöglichkeiten

Folgende Qualifikationsmöglichkeiten werden im ausführlichen Text näher erläutert

  • Ausbildung in Gesundheitspsychologie
  • Kursleiter-Schulungen für Gesundheitstrainings
  • Fortbildung in Gesundheitspsychologie
  • Fortbildungen im Rehabilitationsbereich
  • gesundheitswissenschaftliche Studiengänge sowie 
  • Qualifikationen für Gesundheitspsychologie in europäischen Ländern

Zu: Aus- und Fortbildung für Gesundheitspsychologie