Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 23.05.2017

Aktuell > Veröffentlichungen

Die Sektion weist hier auf Veröffentlichungen und sonstige Nachrichten hin,

ebenso auf Berichte der Sektion in Report Psychologie
und auf BDP-Pressemitteilungen zu Themen der Sektion.

In der voranschreitenden Zeit werden gesammelte Hinweise auf "aktuelle Veröffentlichungen" zu einer Chronik für die Jahre
2017   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005   2004   2003   2002   2001   2000   1999   1998

 

15.05.2017 - Gesundheitspsychologie - Forschungsbericht der BAuA

Abschlussbericht zum Forschungsprojekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung"

14.03.2017 - Gerontopsychologie - Tiersimulierende Bewegungsförderung für Senioren

In einer soeben erschienenen, methodisch recht gut kontrollierten Studie wird zu belegen versucht, dass ein 12-Wochen Programm auf dem simulierten Pferderücken, in dem mechanisch Bewegungsformen eines Pferdes erfahren werden (Vergleichsgruppen-Design mit realen Reiterfahrungen, n=31 gesunde Senioren über 65 Jahre, mehrheitlich Frauen), zu psychophysiologisch fassbaren EEG- Aktivierungs- und Entspannungswirkungen führt (vgl. Archives of Gerontology and Geriatrics 70, 2017, 141–147)

28.01.2017 - Gesundheitspsychologie - 40 evidenz-basierte Gesundheitstipps

der Psychological Society of Ireland (PSI)für psychische Gesundheit und Wohlbefinden,
und ihre deutsche Fassung vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP)

26.01.2017 - Fb Umwps - Handbuch- Neuerscheinung Salutogenese

Soeben erschienen: Mittelmark, M. B., Sagy, S., Eriksson, M., Bauer, G. F., Pelikan, J. M., Lindström, B., & Espnes, G. A. (2017). The handbook of salutogenesis, Heidelberg - also v a in der Tradition von Antonovsky, weniger Seligman -. Berücksichtigt sind auch umweltpsychologische Gegenpositionen aus der Perspektive von Kaplan, Ulrich etc, v.a. mit: Eike von Lindern, Freddie Lymeus, Terry Hartig: The Restorative Environment: A Complementary Concept for Salutogenesis Studies, 181 - 197. Als Springer Open ist das umfangreiche Werk (470 S.) auch frei zugänglich.

31.12.2016 - Sektion und Fb Umweltps - Kurt Lewin 1917 und nachdenkliche Grüsse zum Jahreswechsel 2017

Vor 100 Jahren hat Kurt Lewin als Frontsoldat Veränderungen der Landschaftswahrnehumg mit einem phänomenologischen Analyseansatz - also einer frühen, aber bis heute lesenswerten Arbeit zur Umweltpsychologie - beschrieben:
LEWIN, Kurt: Kriegslandschaft. Kurt Lewin—Publikationen, Aufsätze, Vorträge- Kriegslandschaft (1917). Gestalt Theory, 2009, 31. Jg., Nr. 3, S. 253 (urspr. veröff. in Z.angew.Ps 12,1917).
Beunruhigend ist für uns alle die erneute Aktualität der Themenstellung. Daher recht nachdenklich wünscht der alte und der neue Vorstand allen Freunden und Mitstreitern der GUS-Sektion für das Jahr 2017 beruflich und persönlich viel Gutes!

31.12.2016 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 113

Im sgg-Bulletin 113 vom Januar 2017 finden sich neben vielen weiteren Beiträgen vor allem wichtige Hinweise auf aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Schriftpsychologie:
- Computerunterstützte Graphologie (SGG-Weiterbildungstag Okt/2016),
- Online-Zeitung der Europäischen Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung (EGS), insb. zur Edition November/Dezember 2016 mit vielen Download- Arbeiten zu Wissenschaft & Forschung in Graphologie, Schriftpsychologie und Schriftexpertise,
- Veränderungen der Handschrift bei der Parkinsonkrankheit an Hand von sechs Beispielen (Max Schreier und Robert Boschweiler),
- Hinweis auf die Berufsvereinigung für medizinische Graphologie in Italien (CIGME Centro Internazionale di Grafologia Medica, www.grafologiamedica.it),
- SGG-Weiterbildungstag "Scham und Angst", Jan/2017 Zürich (Leitung Jürg Schläpfer, Pädagoge, Dipl. psych. IAP, Graphologe SGG, Transaktionsanalytiker)

21.12.2016 - Fb Umweltps - Entwurf Weissbuch - "Grün in der Stadt"

Nach einem Kongress 2015 "Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft" von Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium liegen nunmehr vor
- Erster Entwurf Weißbuch Grün in der Stadt_Stand 24.11.16
- Gemeinsamer Maßnahmenkatalog von 35 Berufs-, Fachverbänden und-institutionen der „Grünen Branche“.
Die beiden Texte, die Stellungnahme der Berufs- und Fachverbände zum Entwurf und eine Übersicht zum bisherigen Arbeitsverfahren sind abrufbar auf einer Informationstafel der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL).

19.12.2016 - Religionspsychologie - Stellungnahme der DGPPN

"Empfehlungen zum Umgang mit Religiosität und Spiritualität in Psychiatrie und Psychotherapie" - Positionspapier der DGPPN (Dt. Ges. für Psychiatrie und Psychotherapie, Pscyhosomatik und Nervenheilkunde) veröffentlicht, zur Presseerklärung

14.12.2016 - Fb Umweltps - Neue Studie zur Bedeutung von Haustieren für psychisches Wohlbefinden

In einer soeben veröffentlichten psychologischen Überblicksarbeit und gestützt auf eigene empirische Befunde (aus Old Germany (Ruhr-Univ Bochum), allerdings auf Englisch veröffentlicht) befassen sich Prof. Maike Luhmann und Anna Kalitzki mit der Bedeutung von Haustieren für psychisches Wohlbefinden, wobei auch Risikofaktoren der Tierhaltung (Hunde, Katzen Pferde) angemessen berücksichtigt werden ("How animals contribute to subjective well-being: A comprehensive model of protective and risk factors." The Journal of Positive Psychology (2016): 1-15). Vgl. auch eine Pressemitteilung der DGPs vom 1.12.

29.11.2016 - Fb Umweltps - Klassische Studie von Muchow (1935) wieder aufgegriffen

Der berühmte Beitrag von M. und H.H.Muchow (1935) zum Lebensraum des Großstadtkindes ist bis heute gleichermassen unter entwicklungs- wie unter umweltpsychologischer (und pädagogischer) Perspektive bedeutsam. Kürzlich (2015) aufgegriffen und diskutiert durch Urs Fuhrer (Magdeburg) "Muchow's Contribution to Developmental and Ecological Psychology: Children's Places as Contexts for Behavior and Development. In G. Mey & H. Günther (Eds.), The life space of the urban child (pp. 213-234). Auch eine ausführliche Rezension zu dieser Studie wurde von Günter Mey (Berlin) 2001 veröffentlicht und nicht zuletzt zum Forschungsansatz von Martha Muchow einen Dokumentarfilm erstellt; weitere Informationen.

28.10.2016 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 112

Im sgg-Bulletin 112 vom Oktober 2016 finden sich neben vielen weiteren Beiträgen
- ein Bericht zum neuen Institut für Handschriftwissenschaften der SGG (mit bereits etwa einem Dutzend neuer Projekte zur Validierung der Schriftpsychologie, etwa einem Forschungsprojekt mit der Universität Zürich)
- ein Artikel über Arturo Toscanini
- ein Interview mit Ulrich H. Knobel, Unternehmensberatung, Kaderschulung & Coaching.
Nicht zuletzt findet sich ein Foto von Teut Wallner, dem Autor zahlreicher schriftpsychologischer Arbeiten zur Validtätsforschung und langjähriger Kooperationsgeschichte zur Schriftpsychologie im bdp.

19.10.2016 - Gerontopsychologie: BDP-Bericht 2016 „Älter werden - gesund bleiben“ erschienen (Presseinformation des BDP)

Redaktion des Berichtes durch die Fachhereichsleiterin Julia Scharnhorst, zum Bericht als PDF-Datei;
dazu Interview mit Julia Scharnhorst zum Thema »Älter werden – gesund bleiben«(aus Report Psychologie 10/2016).

05.10.2016 - Sektion mit Fb Schriftps - Kulturwissenschaftliche Fachtagungen zu Migration und Europa

Soeben beginnt die Zweite Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft (KWG) zu Migration und Europa in kulturwissenschaftlicher Perspektive, Universität Vechta: nähere Informationen. Zeitparallel 06.10.2016 – 08.10.2016, findet anlässlich 65 Jahren Genfer Flüchtlingskonvention an der Universität Osnabrück eine Konferenz des Netzwerks Flüchtlingsforschung statt; Programm. Wir verweisen auch auf den Tagungsbericht zu Refugees and Immigration Regimes in 20th-Century Central and Eastern Europe am 9. und 10.9.2016, Jena

15.09.2016 - Gesundheitspolitik - WHO-Bericht zur Suizidprävention in deutscher Sprache veröffentlicht

04.05.2016 - Gesundheitspolitik - Datenreport 2016 - Sozialbericht für Deutschland veröffentlicht

09.04.2016 - Gesundheitspsychologie - Sonderheft zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

"New Methods in Work and Organisational Health Psychology" der Zeitschrift Applied Psychology

09.03.2016 - Gesundheitspolitik - Gesundheitsreport 2015 des BKK-Dachverbandes

mit dem Schwerpunktthema „Langzeiterkrankungen“

14.09.2016 - Sektion mit Fk Erinnerung - Kulturpsychologischer Beitrag zur Erhaltung von Sprachen

In einer entwicklungspsychologischen Dissertation ("Tales Of Language Loss And Language Maintenance: Elicited Ancestral Language Use In Lazuri-Turkish And Turkish-German Caregiver-Child Dyads During Structured Play", 2015) versucht die Kollegin Peri Ozlem Yuksel-Sokmen mehrere Hypothesen zum Sprachlernen bei innerfamiliärer Mehrsprachigkeit empirisch zu prüfen (wesentliche Teile der Datenerhebung in Berlin) und vor allem, einen kulturpsychologischen Beitrag zur Erhaltung von existenzbedrohten Sprachen zu leisten. Die Studie berührt nicht zuletzt auch Bemühungen unserer Sektion, vor allem unseres Fachkreises Erinnerung.

12.08.2016 - Fb Umweltps - Forschungen zum Spannungsfeld Landschaftsplanung - Windenergie

Zum Spannungsfeld Landschaftsplanung - Windenergie gibt die OZ Ostseezeitung Rostock am 28.7.2014 einen Überblick über ein (weiteres) umweltpsychologisches Forschungsprojekt unter Leitung der Kollegin Prof. Gundula Hübner (Univers. Halle-Wittenberg).
Zu diesem Thema, aber ohne Bezug auf laufende psychologische Forschungen: Leibenath, Markus (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, 01217 Dresden): "Landschaftsbewertung im Spannungsfeld von Expertenwissen, Politik und Macht" (UVP-Report 28, 2014, 44-49). Allgemein zum spannungsreichen Verhältnis der Umweltverträglichkeit zwischen Landschaftsplanung und Technologie vgl. viele Beiträge des Landschaftsplaners Werner Nohl (z.B. s.u., Mitt. Fb
UmweltPs 30.05.2015)

01.07.2016 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 111

Im sgg-Bulletin 111 vom Juli 2016 berichtet u.a. Marie Anne Nauer über das INTERNATIONAL GRAPHOLOGICAL COLLOQUIUM, das vom 8.-10. 2016 April in Cambridge stattfand, wobei
- Schreibbewegungs-Therapie resp. -Training vor dem Hintergrund von deutlich zunehmenden Schwierigkeiten mit dem handschriftlichen Schreiben bei Schülern und auch bei Erwachsenen einen Schwerpunkt bildete sowie nicht zuletzt
- über die Idee diskutiert wurde, die Handschrift als Kulturgut von der UNESCO unter Schutz stellen zu lassen.
Zur Fachgeschichte wird erinnert an eine beachtenswerte Publikation von CAMILLO BALDO (1547-1634), Professor der Philosophie und Logik und einem der ersten Theoretiker der Graphologie und zeitlich noch vorausgehende Veröffentlichungen von Juan Huarte de San Juan (1575) und von Prospero Aldorisio (1611).
Nochmalige Erinnerung; DGV-Tagung zu Graphologie, Kunst und Literatur in Freiburg/D am 2/.3. September 2016, mitgestaltet auch durch die Fachgruppe unserer Sektion.

28.06.2016 - Fb Schrift- und Fb Umweltps - Ausschreibung des Ernst E. Boesch Preises 2017

Die Gesellschaft für Kulturpsychologie hat den Ernst E. Boesch Preis 2017 für Kulturpsychologische Forschung (cultural psychological research) ausgeschrieben. Ernst Eduard Boesch ist 2014 im 98. Lebensjahr verstorben (* 26. Dezember 1916 St. Gallen, Schweiz; † 12. Juli 2014 Saarbrücken, Deutschland). Die Preisverleihung wird bei der 12. Tagung der Gesellschaft für Kulturpsychologie 2017 in Hannover stattfinden. Bewerbungstermin ist der 31.10.2016 (Mitt. DGPs für Ges.Kulturps)

16.06.2016 - Religionspsychologie - Veröffentlichung der Umfrage (vgl. 25.06.2014)

Ergebnisse der Umfrage des BDP-AK „Religionspsychologie, Spiritualität und Psychomarkt“ von Henning Freund & Werner Gross im Psychotherapeutenjournal 2/2016 veröffentlicht: "Sinnfragen und Religiosität/Spiritualität in der Psychotherapeutenausbildung – eine Umfrage an Ausbildungsinstituten"

16.05.2016 - Fb Umweltps und Fk Gerontops - Psychologische Beiträge zu altersgerechter Alltags- und Umfeldgestaltung

Umfangreiche Praxisforschungen befassen sich mit psychologischen Ansatzpunkten und Barrieren für seniorengerechte Alltags- und Umfeldgestaltung. Hier nur wenige Hinweise auf (meist deutschsprchige) Neuerscheinungen:
1) Michael Doh, Laura I. Schmidt, Florian Herbolsheimer, Mario R. Jokisch, Judith Schoch, Anne J. Dutt, Fiona Rupprecht & Hans-Werner Wahl: Neue Technologien im Alter. Ergebnisbericht zum Forschungsprojekt „FUTA“. Förderliche und hinderliche Faktoren im Umgang mit neuen Informations- und Kommunikations-Technologien im Alter (Abteilung für Psychologische Alternsforschung Psychologisches Institut Heidelberg 2015, 54S)

2) Claßen, K., Oswald, F., Doh, M., Kleinemas, U., & Wahl, H. W. (2014). Umwelten des Alterns: Wohnen, Mobilität, Technik und Medien. Kohlhammer 2014. Bereits 2010 erschienen: Oswald, Frank, Dipl-Psych Katrin Claßen, and PD Dr Clemens Becker. "Bewertung neuer Technologien durch Bewohner und Personal im Altenzentrum Grafenau der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung und Prüfung des Transfers ins häusliche Wohnen (BETAGT)." Ferner Vortragshinweise Oswald, Frank: Wohnen im Alter - (K)ein neues Thema für die Alternsforschung?

3) Mehrere neue Veröffentlichungen des Instituts für Psychogerontologie, Leitg.Prof.F.Lang, Univ Erlangen-Nürnberg: Williger, B. & Lang, F.R. (2013b). Hörgerätenutzung im Alter. Welche Rolle spielt die Alltagsgestaltung? Hörakustik, 11/2013, 88-91 (Hörgeräte und Markt). Williger, B., & Lang, F. R. (2014). Managing Age-Related Hearing Loss: How to Use Hearing Aids Efficiently-A Mini-Review. Gerontology, 60(5), 440-447. Stöber, C., Williger, B., Meerkamm, H., & Lang, F.R. (Hrsg.) (2012). Leitfaden für die alternsgerechte Produktentwicklung. Stuttgart: Fraunhofer Verlag

4) Fachextern, keine Verweise auf psychologische Forschungen: Ehlers, A., & Teichmüller, A. K. (2016). Technik für soziale Teilhabe bei Sehbehinderung im Alter. In: Teilhabe im Alter gestalten (pp. 295-309). Springer Fachmedien Wiesbaden.

04.05.2016 - Sektion - Datenreport 2016 für Deutschland

Der soeben veröffentlichte Datenreport 2016 - Sozialbericht für Deutschland behandelt ein breites Spektrum von Themen, um ein umfassendes Bild der Lebensverhältnisse und der Einstellungen der Menschen in Deutschland zu schaffen; sie sind auch für die berufs- und gesellschaftspolitische Schwerpunktarbeit unserer Sektion und des gesamten bdp unmittelbar wichtig (zB. Bevölkerung mit Migrationshintergrund und deren Lebenssituation, Flüchtlinge, Gesundheitseinstellungen und -verhalten, räumliche Mobilität, Zeitverwendung und Freizeitaktivitäten, Religiosität, Zivilgesellschaftliches Engagement, Demokratie und politische Partizipation, Werte und Einstellungen).
Kombiniert werden Daten der amtlichen Statistik mit denen der Sozialforschung. Herausgeber sind: Bundeszentrale für politische Bildung, Statistisches Bundesamt, Wissenschaftszentrum Berlin und Sozio-oekonomisches Panel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Der Report ist in 15 Kpitel gegliedert, die auch einzeln abgerufen werden können (gedruckte Ausgabe gegen Bereitstellungspauschale über die Bundeszentrale für politische Bildung).

30.4.2016 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 110

Das SGG-Bulletin 110 vom April 2016 enthält
- einen Bericht über die Ausbildung in Schreibbewegungstherapie
- eine Kurznotiz zur Handschrift im Film
- Hinweise auf Tagungen im deutschsprachigen Raum, die auch für Nicht-Graphologen interessant sind (28. Internat. Kongress für Schriftpsychologie Lindau im Bodensee 5./6. Mai 2016, DGV-Tagung zu Graphologie, Kunst und Literatur in Freiburg/D am 2/.3. September 2016 - mitgestaltet auch durch die Fachgruppe unserer Sektion -, Workshop omputerunterstützte Graphologie Zürich, 29. Oktober 2016)
und viele weitere Informationen.

29.04.2016 - Fb Umweltps - Studie zum Naturbewusstsein 2015

Die Ergebnisse der Naturbewusstseinsstudie 2015 wurden soeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesamt für Naturschutz vorgelegt (104 Seiten, Repräsentativstichprobe 2.054 Personen im Alter ab 18 Jahren). Der Bericht erfasst subjektive Auffassungen von und Einstellungen zu Natur mit vielzähligen Einzelergebnissen; Hauptkapitel sind u.a. Agrarlandschaften, Stadtnatur, Akzeptanz landschaftsverändernder Maßnahmen durch erneuerbare Energien, Einstellungen zu Naturschutz und zu biologischer Vielfalt). Die Übersicht des Bundesamtes für Naturschutz informiert auch über Erhebungen aus vorausgehenden Jahren.
Psychologische Forschungen und Praxiserfahrungen zu Natur und Mensch in unserem Berufsverband aufzuarbeiten, ist ein besonders wichtiges Anliegen des Fachbereich unserer Sektion; nach den vorliegenden, umfangreichen Forschungen ist allerdings zu berücksichtigen, dass Erhebungen zu subjektiven Einstellungen nur recht unzureichende Hinweise auf tatsächliches Handeln der Befragten geben.

09.04.2016 - Sektion und Fb Gesundheitsps - Aktueller Überblick zu Betrieblicher Gesundheitspsychologie

Ganz aktuell gibt ein Themensonderheft der Zeitschrift Applied Psychology (Jg 65, Heft April 2016) einen Überblick über internationale Neuentwicklungen zur Betrieblichen Gesundheitspsychologie. Special Issue, Einführung und 8 Fachbeiträge, insg. 248 S.: New Methods in Work and Organisational Health Psychology, (Hinw. Prof.Kaminski Univ Tübg))

22.03.2016 - Sektion mit Fb Umweltps - Zwei Projektausschreibungen kommunale Resilienz und Syrien- Migration

Für ein Buchprojekt unter dem Titel "Die Kinder Syriens - eine inklusionspädagogische Herausforderung in Schule und Unterricht" werden theoretische oder praxisorientierte Beiträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen (Gesamtumfang ca. 240 Seiten, engl. und arab. Fassung bei Peter Lang Verlag) gesucht, ferner soll ein Netzwerk „Pädagogik für Kinder in Krisen“ auf- und ausgebaut werden. Kontakt: Prof.Dr.R.Markowetz, Fak. Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität (Hinw.Dr.J.Boger, WUS Wiesbaden)

20.03.2016 - FK Gerontops - Alterspreis 2016 der Robert Bosch Stiftung zu „Vielfältig Wohnen!“

Die Robert Bosch Stiftung zeichnet auch 2016 die besten Ideen im und für das Alter aus. Gesucht werden diesmal Initiativen zum Thema „Vielfältig Wohnen!“, die einen neuen Blick auf das Wohnen im Alter ermöglichen, zB Konzepte aus der Architektur für barrierefreie und an die verschiedenen Lebensphasen anpassbare Wohnumgebung, aus der Technik und dem Design für erhöhte Selbständigkeit in den eigenen vier Wänden oder für Alternative Formen des Wohnens, um neuen Wegen des Zusammenlebens - auch der wachsenden Pluralität von Lebensentwürfen und kulturellen wie religiösen Zugehörigkeiten in unserer Gesellschaft - Rechnung zu tragen.
Bewerbungen bis zum 26. April 2016 ausschließlich über das Online-Bewerberportal. Bitte diesen Hinweius auch an Interessierte weiterleiten (Mitt. BDP-BGSt / Frau Tripathi).

09.03.2016 - Fb Umweltps - Biodiversität mit direkten humanen Rückwirkungen

In einer kürzlich in Tschechien durchgeführten Studie wurde in einer Befragung festgestellt, dass die Vielfalt von Vögeln in städtischen Grünanlagen wesentlich für die Bewertungen der Parkflächen durch Anwohner und Besucher sind. Als umwelt-planerisch wichtig wird angenommen, dass für die Vogelvielfalt - also einem speziellen Aspekt von Biodiversität - die ausreichende flächenmässige Vernetzung zwischen den innerstädtischen Parks besonders wichtig ist. In der von Biologen durchgeführten Studie finden auch umweltpsychologische Forschungen (Kaplan, Hartig u.a.) angemessen Beachtung. Vgl. Kucera, T., Kloubcová, P., & Veselý, P. (2015). Diverse vegetation in a spa town supports human social benefits of urban birds. Biodiversity and Conservation, 24(13), 3329-3346.
Hingegen ist zu einer weiteren, inhaltlich bedeutsamen Einschätzung über weltweite Biodiversitätsveränderungen, die über die Wirkungskette "Bestäuber-Sterben bedroht Nahrungsmittelsicherheit" mit direkten Human- Rückwirkungen gekoppelt wären (Pressemitteilung zur 4.Plenarsitzung 22.-26.2. 2016 der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) in Kuala Lumpur) der angekündigte, fachlich dokumentierende Forschungsbericht wohl noch nicht greifbar.

09.03.2016 - Sektion und Fb^Gesund - Langzeiterkrankungen: BKK-Gesundheitsreport 2015 berücksichtigt wichtige psychologische Fachbeiträge

Der Gesundheitsreport 2015 des BKK-Dachverbandes befasst sich mit dem Schwerpunktthema „Langzeiterkrankungen“; durch das Team der Autor/innen werden auch psychologische Fachfelder - insbesondere der Medizinischen Psychologie und der Organisationspsychologie - einbezogen. Verwiesen wird in dem Ende 2015 erschienen Bericht auf psychologische Fachbeiträge bei Erkrankungen der Arbeitswelt und bei Chronifizierung von Schmerzen; auch bei der Formulierung von politischen Anforderungen zum Arbeitsschutz und zu organisationspraktischen Ansatzpunkten sind Fachkolleg/innen beteiligt. Das - in Pressemitteilungen zu dem Band hervorgehobene - Problemprofil von älteren, langzeiterkrankten und pflegebedürftigen Menschen wird im Band allerdings nicht zentraler behandelt.

01.03.2016 - Fb Umweltps - Gartenanlagen auf öffentlichen Stadtflächen - eine bulgarische Regionalstudie

Die Nutzung von öffentlichen Stadtflächen für Grün- und Gartenanlagen und deren Veränderungen seit dem post- sozialistischen Gesellschaftsumfeld analysiert eine kürzlich erschienene bulgarische Regionalstudie (2015) "Gardening the City: Neighbourliness and Appropriation of the Common Spaces in Bulgaria" von Meglena Zlatkova. Sie ist Ethnologin an der Universität in Plovdiv und hat - als Hinweis für Arbeitskreise unseres Verbandes - auch über Migranten und Remigranten an der bulgarisch-türkischen Grenze gearbeitet.

10.02.2016 - Sektion - Aktuell: Plattform Falschmeldungen über Flüchtlinge

Wir verweisen auf eine neu eingerichtete Informationsplattform hoaxmap ("Neues aus der Gerüchteküche"), die dazu beitragen will, der Vielzahl von umlaufenden Falschmeldungen über Flüchtlinge etwas zu begegnen und mit Orts- und Quellenangabe deren Entlarvung zu erleichtern. Wichtig: Die - bisher überwiegend positiv aufgenommene, dankenswerte - Initiative wird weiter ausgebaut, also Ergänzungen an mail@hoaxmap.org senden!

03.02.2016 - Fb Gesundh- und Umweltps - Aktuell: Neu erkannte Gesundheitsgefahren durch Quecksilber?

Unter dem Titel "Unfassbar giftig" befasst sich Die ZEIT 3 / 2016 in einem Beitrag von Burkhard Straßmann mit Ergebnissen einer Studie, wonach Kohlekraftwerke "riesige Mengen Quecksilber in die Luft ... schleudern " und stellt die Frage: Wie gefährlich ist dies? Dies ist eine wichtige Frage gerade auch für die Umweltpsychologie, die sich in den zurückliegenden Jahrzehnten immer wieder mit Umweltängsten und deren Entstehungsbedingungen zu befassen hatte. Für die Risikobeurteilung denkbarer, etwa neurologisch begründeter Folgewirkungen vor allem auf Kinder (z.B. ADHS, Autismus, entwicklungsneurologische Behinderungsformen) sind sorgfälitge umwelttoxikologische Forschungen - gerade auch mit Beteiligung der medizinischen Psychologie - unverzichtbar. Unter Verweis auch auf eigene Forschungen (z.B. mit Nicolescu u.a. (2010) bei rumänischen Kindern) nimmt dazu der Kollege Prof. Dr.Gerhard Winneke soeben in einem Leserbrief zu der gezielt mehrdeutigen Argumentation des Artikels skeptisch Stellung und hinterfragt die sachliche Berechtigung solcher Befürchtungen.

15.01.2016 - Fb Umweltps - Umfangreiche Lärmwirkungsstudie NORAH abgeschlossen

Zu der breit angelegten Lärmwirkungsstudie NORAH („Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health“) wurden mittlerweile bis Jahresende 2015 sieben Bände des wissenschaftlichen Endberichts vorgelegt, in denen mögliche Auswirkungen von Geräuschexpositionen im Rhein-Main-Gebiet, vor allem bei Anwohnern von Flughäfen, u.a. auf Blutdruck, Schlaf, Belästigung und Lebensqualität geprüft wurden sowie besonders auch Entwicklungsrisiken und Lebensqualität bei Kindern. Im Fachbeirat des Projekts waren insbesondere Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaft, Akustik und Physik als Fachwissenschaften vertreten. In der Studie wird von einem stresstheoretischen Ansatz ausgegangen, wonach akute Lärmereignisse zu akuten psychischen und physischen Veränderungen im Menschen führen können. Einen Gesamtüberblick bietet die Projektplattform, zur Projektkonzeption informiert die Arbeit von Schreckenberg, Guski, Seidler, Klatte (2011).

15.01.2016 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 109 und weitere Aktivitäten

Das soeben erschienene sgg-Bulletin 109 enthält u.a. Berichte zur Zürcher Jubiläumstagung für Schriftpsychologie am 6.11. 2015 (mit Eröffnung im neugotischen Gewölbe der Kapelle der Helferei Grossmünster) und über den Internationalen Graphologentag 30./31.10. in München (sowie wieder historische Unterschriftproben, von MARIA STUART (1542-1587), QUEEN OF SCOTS und ELIZABETH I (1533-1603)).
Ankündigungen: WORKSHOP: Tiefenpsychologie und Graphologie (Zürich 20.2.2016, Ref. DiplPs RENATE JOOS - TAGUNG "Graphologie, Kunst und Literatur" am 2./3.Sept.2016 der Deutschen Graphologischen Gesellschaft DGV im Waldhof in Freiburg auch mit fachpsychologischer Beteiligung.

08.12.2015 - Sektion mit Fb Umweltps und Fk Gerontops - DVR-Nachwuchsförderpreis Verkehrssicherheit

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat wieder drei recht stattliche Förderpreise fuer Nachwuchsarbeiten (Bachelor, Master, Diplom, keine Dissertationen) ausgeschrieben. Bewerbungen bis zum 15.1.2016. Inhaltlich kämen - innerhalb der Arbeitsschwerpunkte unserer Sektion - sicherlich Studien zur Senioren- Verkehrssicherheit (wie bei einem der Vorjahres- Preisträger) oder zu umweltverträglicher Mobilität in Betracht (Mitt.DGPs)

04.12.2015 - Sektion mit Untergliederungen - Gründung und Fachkonferenz Positiv-Psychologische Forschung

Die im Oktober 2015 gegründete „Deutsche Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung“ (DGPPF) strebt als ein interdisziplinärer Forschungs- und Lehrverbund die Förderung der wissenschaftlichen Positiven Psychologie an. Vom 19.-21. Mai 2016 soll an der Universität Trier eine erste Konferenz zum Thema „State of the Art: Zum Stand der positiv-psychologischen Forschung im deutschsprachigen Raum” durchgeführt werden. Abstracts bis 31.01.2016. Nähere Informationen (Mitt. DGPs)

25.11.2015 - Sektion - Doktorandenstelle Diversitätsmanagement

In Kooperation mit Fraunhofer ist an der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement an der TU München aktuell eine Doktoratsstelle (50%) im DIVERSITY MANAGEMENT ausgeschrieben (Mitt. DGPs)

22.11.2015 - Fk Gerontops - Aktuell: Siebter Altenbericht übergeben

Am 6. Oktober 2015 übergab der Vorsitzende der Siebten Altenberichtskommission, Prof. Dr. Andreas Kruse, den Kommissionsbericht zum Thema "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" an die Bundesseniorenministerin Manuela Schwesig. Veröffentlicht wird er voraussichtlich im zweiten Quartal 2016. In einer vorausgehenden Fachtagung zum Bericht wurde aus psychologischer Sicht (durch Ursula Lehr) betont, dass es auch für ältere Menschen wichtig sei, sich um andere zu sorgen und das Gefühl zu haben, von anderen gebraucht zu werden - und damit auch der zentrale Aspekt des vorausgehenden sechsten Berichts - Altersbilder in der Gesellschaft - nochmals aufgegriffen.

20.11.2015 - Fk Gerontops - Zwei aktuelle Forschungsschwerpunkte

Unverändert zieht die Frage der Internetnutzung durch ältere Menschen, die in Deutschland frühzeitig mit dem Bonner Seniorweb durch Georg Rudinger aufgegriffen und vom Bundesministerium für Familie und Senioren gefördert wurde (unser Sektionshinweis dazu http://www.bdp-gus.de/gus/gerontops-web.htm stammt von 1998), international bis heute eine wirklich fast unüberschaubare Forschungsbreite auf sich. Wichtige Übersichtsarbeiten:
- Eine ältere Befundzusammenfassung von 2003, die mittlerweile 12000mal (!) zitiert wurde
Venkatesh, V., Morris, M. G. u.a. (2003). User acceptance of information technology: Toward a unified view. MIS QUART, 27(3), 425-478
- Meta-Analysen zu vielzähligen Modellüberprüfungen vor allem nach dem Handlungsmodell von Fishbein-Ajzen, vgl.
King, W. R., & He, J. (2006). A meta-analysis of the technology acceptance model. Information & management, 43(6), 740- 755; Schepers, J., & Wetzels, M. (2007). A meta-analysis of the technology acceptance model: Investigating subjective norm and moderation effects. Information & Management, 44(1), 90-103
- Nutzung und Vertrauen zu elektronischen e-governement-Offerten, etwa
Leist, Anja K. "Social media use of older adults: a mini-review." Gerontology 59.4 (2013): 378-384.
Carter, Lemuria, and France Bélanger. "The utilization of e-government services: citizen trust, innovation and
acceptance factors*." Information systems journal 15.1 (2005): 5-25

Eher tastend wird die - in der kognitiven Psychologie intensiv diskutierte, besonders durch Alva Noe angestossene - Frage aufgegriffen, ob die Grundperspektive der Embodied Cognitions auch für gerontopsychologische Problemstellungen neuartige Forschungsanstösse liefert. Vor allem zur Alzheimerschen und zur Parkionsonschen Erkrankung gibt hierzu soeben
Vallet, Guillaume T. "Embodied cognition of aging." Frontiers in psychology 6 (2015)
einen Überblick über die (bisher begrenzte) Untersuchungslage und die sich abzeichnenden therapeutischen Ansatzpunkte.

29.08.2015 - Sektion und Fk Gerontopsychologie - Beiträge zum (Geronto-) Psychologischen Lebenswerk von Hans Thomae

Am 31.7.2015 fand ein Symposium zum 100.Geburtstag von Hans Thomae statt (s.u., unsere Mitt. 8.7., Teilnehmer war aus unserem AK auch Kollege Hartwig Wennemar). Jetzt sind auf der Homepage des Zentrum für Alterskulturen Universität Bonn (ZAK) die Symposiumsbeiträge - die schriftlichen Fassungen der Vorträge von Ursula Lehr, Manfred Gogol, Insa Fooken, Norbert Erlemeier, Georg Rudinger, Andreas Kruse, ein Filmbeitrag "Einige Impressionen aus Hans Thomaes Leben und Karriere" und der Zeitschriftenbeitrag "Hans Thomae zum 100. Geburtstag" von Manfred Gogol, Andreas Kruse & Georg Rudinger in der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (2015) - zu finden. Ein breiter Leserkeis wäre besonders zu wünschen, um der zunehmenden und auch risikoreichen Geschichtsvergessenheit unserer Fachdisziplin entgegenzuwirken (Mitt. von Andreas Kruse und Georg Rudinger, 28.8.2015).

23.08.2015 - Fk Gerops - Interview mit Gerontopsychologin Ursula Staudinger

Kürzlich nahm die renommierte Altersforscherin Ursula Staudinger aus psychologischer Sicht Stellung zur Gestaltung des Übergangs in den Altersruhestand. Sie begründete dazu im Interview mit Elisabeth Niejahr (Die Zeit 34, 20. August 2015), warum etwas Stress gerade auch für ältere Menschen guttut: Der Zusammenhang von frühem Ruhestand, fehlender Aktivität im Rentenalter und Krankheiten wie Alzheimer lasse sich empirisch nachweisen und ist nicht zuletzt Gegenstand ihrer eigenen, großen Vergleichsstudie mit Daten aus elf Industrieländern, die demnächst veröffentlicht wird (Vorbericht in ZEITonline). Im November 2014 erhielt die Forscherin, 2008-2010 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und seit 2013 Gründungsdirektorin des Robert Butler Columbia Aging Centers an der Columbia University in New York, den Braunschweiger Forschungspreis, der seit 2007 für international herausragende interdisziplinäre Forschungsergebnisse in den Technik-, Lebens- oder Kulturwissenschaften vergeben wird. Zum Interview in der ZEIT.

22.08.2015 - Sektion mit Untergliederungen - Einladung Online-Befragung zur psychologischen Beratung

Am Lehrgebiet Community Psychology der FernUniversität in Hagen findet zurzeit die Online-Befragung „Psychologische Beratung im deutschsprachigen Raum“ statt. Es sollen systematisches Wissen in Bezug auf die psychologische Beratung gewonnen und neue Wege für einen fruchtbaren Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft gefunden werden. Wir möchten das Vorhaben gern unterstützen, das sich sowohl an Beratende selbst als auch an Personen richtet, die in der Supervision oder Aus- und Weiterbildung von Beratenden tätig sind (Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 25 Minuten). Ergebnisse der Studie über die derzeitige Beratungspraxis werden nach Abschluss gern zur Verfügung gestellt. Zugang zur Befragungsstudie des Psychologischen Instituts der FU Hagen.

19.07.2015 - Sektion - Tachometerzellen: Neue Entdeckung eines Nobelpreisträger-Teams

Ein interdisziplinäres Forscherteam mit den Psychologen May-Britt und Edvard I. Moser, das 2014 - gemeinsam mit John O'Keefe - mit dem Nobelpreis für ihre Erkenntnisse zum Orientierungssinn ausgezeichnet wurde (vgl. bdp-Pressemitteilung vom 10.12.2014), hat in einer neuen Untersuchungsreihe bei Ratten bislang unbekannte Tachometerzellen im entorhinalen Cortex nachgewiesen, die die Laufgeschwindigkeit anzeigen (Kropff, Carmichael, Moser, M.-B. & E. I.: Speed cells in the medial entorhinal cortex, in Nature (2015)).

19.07.2015 - Sektion und FB Umweltps - Fachgesch.Fund Martha Muchow zur Wirkung des Seeklimas

Veranlasst durch eine Presseanfrage fanden sich mehrere umweltpsychologische Untersuchungen, die sich bereits frühzeitig mit Rehabilitationspotentialen von Seebädern oder Mittelgebirgs- Kurorten befassten und insb. in Balneologischen Fachblättern veröffentlicht wurden. Besonders erwähnenswert ist dabei aus dem Hamburger Institut unter William Stern eine Studie an Schulkindern der (vor allem durch ihre spätere Untersuchung von Grosstadtkindern bis heute bekannten, nach Nazi-Verfolgung nach Suizidversuch gest.1933)
Martha Muchow: Psycholog. Untersuchungen über die Wirkung des Seeklimas. Zentralstelle Balneologie 1925, zugänglich unter
https://www.ew.uni-hamburg.de/mmb/ressourcen/08-wirkung-des-seeklimas-red.pdf
leider nur als Teilveröffentlichung ohne nähere empirische Befunde. Quelle u.a. Willy Hellpachs Geopsyche von 1950.

12.07.2015 - Fk Gerops - Wohnen im Alter: Bestandsanalyse und Entwicklungsstrategien

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat zusammen mit der Wüstenrot Stiftung im Juni 2014 einen Wohnatlas zum Wohnen im Alter herausgegeben. Im ersten Teil wird eine Bestandsanalyse mit Praxisbeispielen gegeben, Teil 2 versucht, zukunftsträchtige Strategien im Politikfeld „Wohnen im Alter“ zu beschreiben. Download für Teil 1 (203 S) und Teil 2 (19 S.).

08.07.2015 - Sektion und Fk Gerontopsychologie - Symposium zum 100.Geburtstag von Hans Thomae

Prof. Dr. mult. Hans Thomae war einer der einflussreichsten deutschsprachigen Psychologen des vergangenen Jahrhunderts für viele Teilgebiete unseres Faches, keineswegs nur der Gerontopsychologie - und ist dies bis heute. Wir dürfen darauf hinweisen, dass anlässlich seines 100.Geburtstags am 31.7.2015 ein von Prof. em. Dr. Georg Rudinger organisiertes Symposion im Forschungszentrum der Universität Bonn, Heussallee 18-24, 53113 Bonn stattfindet.
Weitere Informationen und Programm

13.06.2015 - Fb Schriftps - Neue schriftpsychologische Forschungsschwerpunkte

Unmittelbar für die Schriftpsychologie wichtig, werden derzeit neue - u.a. kognitionspsychologisch untersuchte - Fragestellungen wissenschaftlich verfolgt, vor allem im
Kontext der digitalen Zeichenerfassung und dadurch auch als Alternative zu handschriftlichen Aufzeichungen. Erste Befunde (vgl. einige aktuelle Veröffentlichungen anbei) sprechen dafür, dass die Behaltensleistungen bei handschriftlichen Mitschriften höher liegen als bei digitalen Merknotizen, erklärbar zB durch deren embodied-cognition- Besonderheiten.
Nur als Merkposten sei darauf hingewiesen, dass dieser Effekt sehr wohl auch bei stenographischen Aufzeichnungen zu erwarten - und auch in dortigen Forschungseinrichtungen aufzugreifen - wäre, also für eine Form der Aufzeichnung, die in der herkömmlichen schriftpsychologischen (und graphologischen) Forschung weitestgehend unbeachtet bleibt.

30.05.2015 - Fb UmweltPs - Landschaftsästhetik heute (Werner Nohl, Neuerscheinung)

In der neu erschienenen Monographie "Landschaftsästhetik heute - Auf dem Wege zu einer Landschaftsästhetik des guten Lebens" (312 Seiten, oekom verlag München, 34.95 €) behandelt der Landschaftsarchitekt Werner Nohl in guter Fachkenntnis, nicht zuletzt auf Grundlage seiner eigenen, vieljährigen Forschungen, auch umweltpsychologische Verfahren und Erkenntnisse - etwa zur Erfassung von ästhetische Wirkungen - und setzt sich nicht zuletzt versachlichend mit aktuellen Kontroversen, z.B. über die landschaftsästhetische Wirkung von Windkraftanlagen, auseinander. Sehr lesenswert.

15.04.2015 - Fb Umweltps und Fk Gerops - Natur & Psyche und gesundes Altern in unserer Öffentlichkeitsarbeit

Umweltpsychologie: In der Ausgabe 2015 / II, S.44-46 des HausArztPatientenmagazin (Wort&Bild Verlag, Aufl. über 500 000) beschreibt die Münchener Journalistin Barbara Denk zum Thema "Natur & Psyche" neben soziologischen und pädagogischen Beiträgen auch wichtige unweltpsychologische Forschungserkenntnisse, die vom Vorsitzenden des bdp- Fachbereichs Dr.Rudolf Günther erläutert werden.
Gerontopsychologie: Vielfach aktiv ist Kollege Hartwig Wennemar sowohl in der regionalen Pressearbeit zu Fragen des barrierefreien Wohnens im Alter (Generalanzeiger, Bonn) wie auch auf kommunaler Ebene in einer Vortragsreihe der Gemeinde Marienheide ab 17.4. u.a. über Altersdemenz.

30.03.2015 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 106 erschienen

Das sgg-Bulletin 106 enthält u.a.
- einen Bericht zur Arbeitstagung über Sannung und Strich mit dem Beitrag unserer Sektionskollegin Renate Joos
- zur Schreibbewegungstherapie (Société Romande de Graphologie)
sowie wieder zwei Unterschriftproben von bekannten Persönlichkeiten, diesmal von WOLFGANG SCHÄUBLE (Deutscher Finanzminister) und YANIS VAROUFAKIS (Griechischer Finanzminister).
Der Internationale Graphologentag in München findet am 30./31. Oktober 2015 statt und die
Jubiläums-Tagung zu 65 Jahre SGG am 6. November 2015 in Zürich.

24.03.2015 - bdp- AK Ebola - Weltkonferenz zur Reduzierung von Katastrophenrisiken

Auf der von 187 Staaten ausgerichteten United Nations World Conference on Disaster Risk Reduction, die soeben vom 11.bis 18.März 2015 in Sendai /Japan stattfand, war auch die Ebolakrankheit ein wichtiges Thema (nicht zuletzt die Bezahlung von Feldarbeitern vor Ort beim risikoreichen Auffinden von Erkrankten der betroffenen Länder).
Verabschiedet wurde vor allem die "Sendai Declaration and new Framework for Disaster Risk Reduction 2015-2030" (25 S.), die bisher nur in Englisch vorliegt.
Mit dem interdisziplinär breiten Forschungsthema der Naturkatastrophen befasst sich aktiv als psychologischer Koautor Prof.em.Rainer Silbereisen in einem soeben veröffentlichten, beachtenswerten internationalen Beitrag "Disaster Risks Research and Assessment to promote Risk Reduction and Management" (20 Autoren, Eds.: A.Ismail-Zadeh und S.Cutter, 2015), auch dort mit einem Verweis auf die Ebolakrankheit.

14.03.2015 - Fk Gerops - Endlich entdeckt: die hochaktiven Hochbetagten

Sicherlich meist nicht zum direkten Nachmachen, aber die Richtung lädt zum Nachdenken ein:
- Andere Senioren lehren, sich zu wehren: Edgar Geller, früher Ingenieur und Physiker, der 90-Jährige trainiert jetzt andere Senioren in Selbstverteidigung (SPIEGEL)
- Der mit Abstand älteste Student an der Universität Tübingen, der frühere Import-Export-Unternehmer Eugen Knebel lebt in Pfullingen und visiert mit 89 Jahren den »Bachelor of Arts« in den Fächern Philosophie und Slawistik an und will so auch ein in der Nachkriegszeit abgebrochenes Studium nachholen (GEA Reutlingen).

12.03.2015 - Fb Umweltpsych - Architekturpsychologen danken Prof. Frei Otto für umfangreiche fachliche Förderung

Dem weltweit anerkannten, kürzlich in Warmbronn (b.Leonberg) verstorbenen Architekten Frei Otto - berühmt vor allem durch die freie Tragekonstruktion des jetzt auch denkmalgeschützten Münchner Olympia-stadions - verdankt auch die Architekturpsychologie umfangreiche fachliche Förderung:
Im Rahmen des Sonderforschungsbreichs 64 „Weitgespannte Flächentragwerke“ an der Universität Stuttgart ermöglichte er bereits in den siebziger Jahren gemeinsam mit dem Architekten Jürgen Joedicke und dem Bauingenieur Fritz Leonhardt die Prüfung der Wirkungen von solchen damals hochgradig innovativen gestalterischen Lösungsansätzen auf der Grundlage von empirischen Forschungsmethoden. Er ist damit auch ein Pionier der empirischen Evaluationsforschung im Bereich der Architektur.
Downloads:
Biographische Hinweise zur Initiative von Prof. Frei Otto (von Dipl-Psych. Dr.E.Geisler) - Einige Veröffentlichungen aus dem früheren interdisziplinär
(Psychologie, Mathematik und selbstverständlich Architektur) zusammengesetzten Sonderforschungsbereich 64 an der Universität Stuttgart

18.2.2015 - FB Umweltps - Aktuelles zu Umwelt-/Gesundheitspsychologie und -politik

Feinstaubbelastung: In einem Kolloquium der Bundesanstalt für Strassenwesen (BAST) am 4./5. 3. 2015 wird der aktuelle Erkenntnisstand zur Luftqualität an Straßen dargestellt. Bereits in seinem Jahresbericht 2014 hatte das Umweltbundesamt darauf hingewiesen, dass die Feinstaubemissionen dürch Hausheizungen mittlerweile grösser sind als durch den Verkehr, ferner auf veränderte Grenzwerte bei holzbeheizten Öfen zum 1.1.2015 verwiesen. Einen aktuellen Forschungsschwerpunkt bildet die für unseren Fachbereich wichtige Frage, inwieweit innerstädtische Begrünung wirkungsvoll zur Feinstaub- Reduzierung beitragen kann.

Entwicklungsförderliche Kommunalentwicklung: Die 8.Fachtagung für "Growing IN Place", also für Familien mit Kindern - findet am 5.3.2015 statt, allerdings in NYC

26.01.2015 - Fb Schriftps - sgg-Bulletin 105 und Problemanzeige: Schreibschrift nicht mehr im Lehrplan der Schulen Finnlands

Das sgg-Bulletin 105 (Januar 2015) enthält
- ein Interview mit Jürg Schläpfer, Psychologe und Graphologe
- einen Bericht mit Abstracts zur Zürcher Tagung 2014 “Schrift und Kunst”
- Hinweise auf den Internationalen Graphologentag, München Oktober 2015 und weitere Veranstaltungen, nicht zuletzt auf den
- Vortrag unserer bdp-Kollegin Renate Joos (Freiburg) am 24.1.2015 in Zürich, "WAS SAGEN DER STRICH UND DIE SPANNUNG EINER SCHRIFT ÜBER DIE PERSÖNLICHKEIT AUS?"
Besonders genannt sei der lesenswerte Essay von Robert Bollschweiler über den herausragenden Mathematiker Kurt Gödel, den wir mit Schriftproben und einigen Fotos separat als Download aufbereitet haben.

Gesellschaftspolitische Problemanzeige: Die Förderung der psychomotorischen Tastaturbeherrschung ist ein Grund, dass (lt. Presseberichten vom Dezember 2014) nach den Niederlanden auch Finnland die Schreibschrift vom Lehrplan nimmt (Fließendes Tippen sei eine wichtige Fähigkeit für alle Bürger nach Einschätzung des dortigen National Board of Education).

02.01.2015 - Fb Umweltps - Wichtige Review zu Stressreduktion durch Naturerfahrung

Eine kürzlich erschienene Literaturübersicht von Rita Berto (Univers.Verona) "The Role of Nature in Coping with Psycho-Physiological Stress" und zu Erholungswirkungen berücksichtigt mehrere Forschungsperspektiven, die bisher in diesem Bereich seltener beachtet werden und verweist auf meist begrenzt verfügbare Untersuchungen. Etwa zu den Fragen,
- ob Erholungseigenschaften, die durch Naturelemente erreicht werden, auch durch Kulturangebote in Städten erzielbar sind,
- wie sich die grundlegenden Wirkungsmechanismen theoretisch genauer beschreiben lassen (meist im Rahmen der beiden Moidell- Hauptgruppen von Ulrich (1983) und von Kaplan (1995); zusätzlich erschiene eine vertiefende Analyse des Euthymie- Konzeptes (Petzold, Moser, Orth (2012) aussichtsreich),
- ob therapeutisch interpretierbare Interventionen durch welche naturgestützten Verfahren derzeit belegbar scheinen.

Die neue Übersicht befasst sich mit einem in letzter Zeit deutlich expandierenden Thema (vgl. unten auf dieser Seite Hinweise auf diverse Fachtagungen, zu Veröff. unter 12.12. und 15.6.14, 18.02.12, auch für Menschen mit Beeinträchtgungen 31.08.09) und vermittelt wertvolle und lesenswerte Ergänzungen. In der Arbeit nicht diskutiert wird etwa, ob häufige, grundlegende Schwachstellen im methodischen Aufbau bei neueren Studien tendenziell zurückgehen (vgl. dazu v.a. Lee / Maheswaran 2010), oder auch die psychischen Funktionen privater Formen der Begrünung, vor allem in Hausgärten.

21.12.2014 - FB Umweltps und FK Gerontops - Beiträge der Psychologie zur Verkehrssicherheit: Aktuelle Standortbestimmungen

Aktuell widmen sich drei grosse interdisziplinäre Fachtagungen - mit jeweils wichtigen psychologischen Beiträgen - den aktuellen Perspektiven der Verkehrssicherheit und liefern so einen ungewöhnlich breite Standortbestimmung, die eine vertiefende Darstellung veranlassen sollte:
- In direktem Bezug zu berufspolitischen Ansätzen auch des bdp für die Förderung gesundem Alterns stand eine interdisziplinäre europäische Konferenz "Ageing and Safe Mobility" in der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) am 27.-28.11.2014, organisiert von den European Road safety Research Institutes (FERSI). Nach Eröffnungsbeiträgen von Ursula Lehr und von Georg Rudinger (Deutschland), Rob Methorst (Niederlande) und Francesca La Torre (Italien) wurde die Problemstellung in sieben Themenblöcken behandelt (vgl. Programmübersicht und Beiträge). Es ist zu hoffen, dass die Ergebnisse der Tagung unter dem Leitgedanken "Senioren im Straßenverkehr: individuelle Unterstützung statt verpflichtender Gesundheitschecks" (BASt- Presseerklärung) allgemeine Zustimmung findet.
- Über "Forschung und Anwendung der Verkehrspsychologie" wird demnächst der 1. Kongress der DGPs- Fachgruppe Verkehrspsychologie 25.-27.2.2015 der TU Braunschweig einen Überblick geben, Themenschwerpunkte sind u.a. Ablenkung, Assistenz und Automation, motorisierte Fahranfänger, Fahrerverhalten von Radfahrern (auch auf Elektrofahrrädern).
- Die 3. International Cycling Safety Conference am 18. und 19. 11 2014 in Gothenburg, Sweden, beleuchtete kürzlich mit über 50 Tagungsbeiträgen in 12 Themenschwerpunkten den aktuellen Erkenntnisstand, sie sollen in einem Sonderheft des Safety Science Journal veröffentlicht werden (Programm und Abstracts). Unter den Beiträgen aus Deutschland seien etwa Ergebnisberichte über die "Pedelec Naturalistic Cycling Study" (T.Gehlert u.a. psychol. Fachkolleg/innen) oder zu "What Makes German Cyclists Angry on the Bike?" (M. Oehl u.Koll., Univ. Lüneburg) erwähnt.

05.12.2014 - FB Umweltps - Persönlichkeitsunterschiede bei Tieren - risikobereit, linksschnäbelig

Auf starkes Interesse der Verhaltensforschung - auch in Deutschland, etwa am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, oder in Groningen (Nicolaus, Tinbergen u.a. 2012) - stossen neue, zunehmend deutlich nachweisbare individuelle Persönlichkeitsunterschiede bei vielen Tierarten. Beispiele sind Unterschiede der Risikobereitschaft (Luttbeg /Sih 2010) oder (in einer aktuellen Veröffentlichung, vielfach in der Tagespresse zitiert) die Links- vs. Rechts"Schnäbeligkeit" bei Krähen (Martinho u.a., Current Biology (in druck)), die hier mit Funktionsunterschieden in der Sehleistung der beiden Augen in Beziehung gebracht werden. Diskutiert wird die Vereinbarkeit ihres Auftretens mit evolutionsbiologischen Annahmen (etwa von Dingemanse und Wolf 2013), bisher kaum die Frage einer Übertragbarkeit auch auf differentiell unterschiedliche Unfallhäufigkeit oder die - auch in der psychologischen Forschung traditionell beachtete - Händigkeitsdominanz bei Menschen (z.B. unten Mitt. 13.08.2011).

25.11.2014 - FB Umweltps - DVR-Förderpreis Verkehrssicherheit 2015

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) schreibt - in Zusammenarbeit mit der Universität Jena und dem Dachverband der gesetzlichen Unfallversicherungen - auch in diesem Jahr einen Förderpreis zur Sicherheit im Straßenverkehr aus. Geehrt werden junge Hochschulabsolventen und ihre Abschlussarbeiten, die in den Jahren 2013/2014 verfasst wurden. Die Auszeichnung umfasst drei Preise und ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Bewerbungen bis zum 22.12.2014

10.11.2014 - FB Umweltps - Neues zum Stadt- und Umwelterleben

Kürzlich und viel zu früh verstorben: Victoria Henshaw, Forschungsassistentin für Urban Design and Planning an den Universitäten Manchester 2011-13 und Sheffield 2013 (TheGuardian 19.Okt. in einem Nachruf), sie hat sich mit Stadterleben auf allen Sinneskanälen befasst (viele Anregungen auf TWITTER), aktiv u.a. bei der International Association of People Environment Studies (IAPS), bekannt geworden vor allem mit ihrem Buch 2013 Urban Smellscapes.

Neuerscheinung, Nov. 2014: Andreas Raith, Armin Lude (Hrsg.). Startkapital Natur: Wie Naturerfahrung die kindliche Entwicklung fördert: MÜNCHEN.OEKOM 2014, 24,95. Von den beiden Biologen der Fachhochschule Ludwigsburg wird eine grössere Zahl der vorliegenden entwicklungspsychologischen, pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Studien ausgewertet (beide Hinweise von Prof.G.Kaminski).

10.11.2014 - Fb Schriftps - SGG-Bulletin Nr. 104

Soeben ist die November- Ausgabe 104 des SGG-Bulletins erschienen, u.a. mit dem Bericht über die Zürcher Tagung für Schriftpsychologie am 4./5.Oktober 2014 und den Würdigungen dort für Max Pulver (1889-1952, Dr.phil., Psychologe, Graphologe, Lyriker, Dramatiker) und Rudolph Pophal (1893-1966, Dr.med., Neurologe und Psychiater, Professur an der Universität Hamburg für Graphologie), einer Bildstrecke von der Tagung und einem Interview mit Dr. Marie Anne Nauer, Psychoanalytikerin und Schriftpsychologin. Verwiesen wird auf den Internationalen Graphologentag in München am 30./31. Oktober 2015.

06.11.2014 - Sektion und FB Gesundheitsps - Petition Therapievielfalt für Deutschland

Wir unterstützen gern einen Aufruf unseres Kollene Heinrich Bertram/bdp-vpp, Sie auf eine Bundestagspetition zur Aufnahme der Humanistischen und der Systemischen Psychotherapie in das leistungsrechtliche System der Patientenversorgung hinzuweisen und um Ihre aktive Unterstützung zu bitten; die von mehreren Verbänden (AGHP, DVG und DDGAP) initiierte Petition wird in etwa drei Wochen online zu unterzeichnen sein. Hier finden Sie den Text der Petition und ihre Begründung.

06.11.2014 - FB Gesundheitsps - Fachinterview zur Bedeutung psychischer Erkrankungen

Für unseren Berufsverband hat Kollegin Julia Scharnhorst zur Bedeutung psychischer Erkrankungen kürzlich im Newsletter der Bundesvereinigung Praevention und Gesundheitsfoerderung e.V. vom 30. Oktober 2014 Stellung genommen. Das Interview hat den Titel 'Zwischen „Zivilisationskrankheit“ und „Modeerkrankung“ '.

20.10.2014 - FB Schriftps - Handschriftproben als Wirkungsbeleg für ADHS-Therapie

Erfolge der ADHS-Therapie durch Biofeedback - die Untersuchungen wurden von der Medizinischen Psychologie an der Universität Tübingen (u.a. durch Prof's Ute Strehl und Niels Birbaumer) durchgeführt - haben auch zu ausführlichen regionalen wie überörtlichen Presse- und Fernsehberichten Anlass gegeben, weil sie nicht zuletzt für diesen klinisch-psychologischen Brennpunkt eine nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeit eröffnen.
Für den Fachbereich Schriftpsychologie ist vor allem beachtenswert, dass zur Veranschaulichung der therapeutischen Wirksamkeit Handschriftproben herangezogen werden, die eindrucksvolle graphomotorische Veränderungen aufweisen. Zumindest die klinische Schriftpsychologie ist demnach hoch aktuell.

15.09.14 - Fb Umweltps - Stellenausschreibung zu Urban Gardening

An der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL (Birmensdorf bei Zürich) ist für das Thema Urban Gardening ZUm 1.1.2015 eine Post-Doc-Stelle in (Umwelt-)Sozialwissenschaften (80%, zunächst 3 Jahre Laufzeit) zu besetzen. Nähere Informationen

15.09.14 - Fb Schriftps - SGG-Bulletin Nr. 103

Soeben ist die September- Nummer 103 des SGG-Bulletins erschienen, u.a. mit einem Bericht über den Graphologie-Kongress in Bologna (mit 32 Referaten, u.a. zur internationalen Forschungssituation zur Graphologie) und zum Entwicklungsstand des computerunterstützten graphologische Analyseinstruments HSDetect (Interview mit dem Mathematiker Dr.YURY CHERNOV).
Wir erinnern nochmals an die SGG-Tagung für Schriftpsychologie am 4./5. Oktober 2014 im Schloss Sihlberg Zürich. Programm zur Tagung

30.08.14 - FK Gerontops - Wichtige Neuerscheinungen

Als Band 7 der Reihe "Mobilität und Alter", in der die aktuelle wissenschaftliche Diskussion zu Themen der Mobilität und Verkehrssicherheit älterer Menschen durch die Eugen-Otto-Butz-Stiftung dokumentiert wird, ist kürzlich erschienen:
Bernhard Schlag und Klaus J.Beckmann (Hg.): "Mobilität und Demographische Entwicklung".
In 15 Beiträgen wird das breite Spekturm der interdisziplinären (nicht zuletzt auch psychologischen) Fachperspektiven deutlich, allein sieben Beiträge sind auf praktische Ansätze zu Förderung oder Erhaltung sicherer Mobilität für ältere Menschen ausgerichtet. Einer der Beiträge - des Verkehrswissenschaftlers Joachim Scheiner - befasst sich mit dem Forschungsstand zu mobilitätsbezogener Inklusion, einem Arbeitsschwerpunkt auch unserer bdp-Sektion.
Hingewiesen sei ferner auf aktuelle Forschungsarbeiten zu einer wichtigen, in der genannten Neuerscheinung nicht explizit behandelten Themenstellung, nämlich der gesundheitspräventiven Bedeutung von körperlich aktiven Mobilitätsformen, vor allem - mit sehr umfangreicher Datenbasis - auf eine "11-year longitudinal study of 12 201 older Australian men" (Almeida et al., Br J of sports medicine 2014) und auf mehrere Studien zur Validierung von Skalen zur Erfassung der Fussgängerfreundlichkeit (Walkability) von Wohnumgebungen vor allem für Senioren (z.B. DT Duncan et al, Int. J. Environ. Res. Public Health 2011).

In seiner Diplomarbeit "Verkehrssicherheit älterer Menschen: Fahrer- und Fahrverhalten auf Autobahnen im Vergleich zwischen jüngeren und älteren Autofahrern" untersucht Peter Sturmeit (TU Dresden), ob sich ältere Autofahrer in ihrem Verhalten während einer Autobahnfahrt systematisch von jüngeren Fahrern unterscheiden. Die Arbeit wurde kürzlich mit dem DVR-Förderpreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ für junge Wissenschaftler auf Platz 1 ausgezeichnet (vgl. PM "Alter allein bedeutet keine höhere Gefährdung"). Eine wirklich sehr nachlesenswerte Arbeit, die durchaus nicht allein wegen der Ergebnisse zusammengefasst breiter zugänglich gemacht werden sollte; beeindruckend ist beipielsweise die Präzision, mit der der Verfasser (S.11, S. 87 f.) das Spannungsverhältnis zwischen altersbedingt veränderten Leistungsveraussetzungen und dadurch eben nicht angemessen charakterisierten realen Gefährdungsaspekten des Verhaltens von Senioren beschreibt oder wichtige Grenzen der eigenen Untersuchungsaufbaus verdeutlicht.

30.08.2014 - Fb Schriftps -

Ferner soll daran erinnert werden, daß sich Psycholog/innen langjährig in einem bekannten Forschungsprojekt - aufbauend auf psychologischen Ansätzen von J.Bruner, AR Luria und LS Vygotsky - mit der (entwicklungs-) psychologischen Bedeutung der Schreib- und Lesefertigkeiten befassen, wobei in einer (weltweit sehr ungewöhnlichen kulturellen Besonderheit) stärkere methodische Überlagerungen durch reine Effekte des Schulbesuchs der Kinder vermeidbar waren (ausführlich vgl. Scribner, S. & Cole, M.: The psychology of literacy (Harvard 1981/1999); vgl. aktuellere Kurzübersicht zum Vai-Projekt mit Abbildern der Schriftzeichen). Die kleine Volksgruppe der Vai lebt - darauf soll hier hingewiesen werden - in einer Region in Liberia, in der gegenwärtig die furchtbaren Ebola- Infektionen stark auftreten.

21.06.2014 - FB Umweltps und FK Erinnerung - Zur Geschichte der psychologischen Ästhetik

In einem anregenden und schön lesbaren Aufsatz gab Frau Mag.S.Koch (Instit.f.Zeitgesch, Univ Wien) bereits 2008 einen Überblick über die Geschichte der psychologischen Ästhetik vor dem Hintergrund, dass sehr viele der Fachkolleg/innen durch die nationalsozialistische Rassenverfolgung persönlich direkt betroffen wurden.

15.6.2014 - Fb Umweltps und Fk Gerontops - Ästhetische Wahrnehmung bei Alzheimerpatienten kaum gestört

In einer kürzlich veröffentlichten Arbeit (Front. Psychol. 2013) kommen die Psycholog/innen D J. Graham, S Stockinger, H Leder (New York und Wien) zu dem Ergebnis, "An island of stability: art images and natural scenes – but not natural faces – show consistent esthetic response in Alzheimer’s-related dementia" mit der Perspektive, auf dieser Grundlage auch einen therapeutischen Ansatzpunkt für diese Patientengruppen entwickeln zu können.

15.6.2014 - Fb Umweltps - Aktuelle Fachveröffentlichungen über psychischen Wirkungen von Natur

Potenziale multifunktionaler städtischer Räume :Zu einem vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Projekt „Grün, natürlich, gesund. Die Potenziale multifunktionaler städtischer Räume“, in dem Konflikte und Synergien zwischen Gesundheitsförderung und Naturschutz in Bezug auf städtische Grünräume und Potentiale für Stadtnaturschutz, Landschafts-, Stadt- und Freiraum-planung ermittelt werden sollten - mit Vertretung auch aus dem bdp-Fb Umweltpsychologie im Beraterkreis - liegt nunmehr ein vom Fachgebiet Landschaftsplanung (Prof. Dr. Stefan Heiland, TU Berlin) als BfN-Skript 371, 2014 erstellter Ergebnisbericht vor.

Pourquoi la nature nous fait du bien: Auch deutschsprachig ist die angenehm lesbare Abhandlung "Natur für die Seele" (Heidelberg: Springer 2013, Orig. 2012) zugänglich, die - verfasst von zwei Kollegen der Universität Südbretagne, Nicolas Guéguen & Sebastien Meineri - in ihren Hauptkapiteln einen Überblick über psychische Umweltwirkungen und anschliessend über psychologische Ansatzpunkte zur Förderung des umweltbewussten Handelns gibt (Hinw. Prof. R.Schönhammer, Halle SAnh)

06.06.2014 - FB Umweltps - Entspannung durch Natur in der aktuellen Ausgabe des Schweizer "Beobachter Natur"

Eine Zusammenfassung der einschlägigen Forschungen der Umweltpsychologie über die Entspannungswirkung von Natur - mit Verweis auf R.und S. Kaplan, R.Ulrich, die Savannenhypothese von Appleton und Studien der eidgenössischen WSL (DiplPsych Dr.Nicole Bauer mit Studien zur Bedeutung von Spaziergängen im Wald für psychisches Wohlbefinden 2011 oder aktuell zu Familiengärten in der Stadt) gibt Denise Jeutzinger in der aktuellen Ausgabe des Schweizer "Beobachter Natur" (S.32-35)

Weiterer Hinweis: Im interdisziplinären Leitungsteam für das (bereits 2013 durch den Schweizerischer Nationalfonds ausgeschriebenen) Forschungsprogramm Schweiz zur Energiewende ist auch die hiesige Umweltpsychologie beteiligt durch die Kollegin Petra Schweizer-Ries, Professorin für Nachhaltigkeitswissenschaft an der Hochschule Bochum und apl. Prof. für Umweltpsychologie an der Universität des Saarlandes.

05.06.2014 - FB Schriftps - SGG-Bulletin Nr. 101 und Hinweise auf Fachtagungen in Hirsau und Zürich

Fachtagung "Individualität in der Handschrift", 1.-3.8.2014 in Hirsau: Die Tradition der jährlichen Fachtagungen unseres Fachbereichs Schriftpsychologie werden wieder aufgegriffen: Die Deutsche Graphologische Vereinigung und das CIS Centrum für Graphologie in Kooperation mit dem FB Schriftps laden ein zur Sommer-Tagung über "Individualität in der Handschrift" vom 1.-3.8. 2014 in Hirsau. Informationen zum Programm und Anmeldung

Erinnerung an Max Pulver , 4. 10. 2014 in Zürich: In einer Tagung der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft soll 4. Oktober 2014 in Zürich an den 125. Geburtstag von Max Pulver, einen der wichtigsten Mitbegründer der Schweizerischen Schriftpsychologie, erinnert werden. Ferner viele weitere, interessante Hinweise in der Ausgabe Nr. 101.

03.06.2014 - FB Gesundheitsps - Treffen der Regionalgruppe Nord

Termin: 3. 6., 18 Uhr, in den Räumen von hanza resources, HH - Hammerbrookstr. Schwerpunkt: Zweck, Ziel und Maßnahmen der geplanten Tagung (Ansprechpartner; Julia Scharnhorst und Ute Zander)

21.05.2014 - Fk Gerontops - ZEIT-Herausgeber kommentiert humorvoll eine noch nicht voll veröffentlichte psychologische Studie über Senioren

Eine australische psychologische Studie von Ch.J. Soto: "Is Happiness Good for Your Personality? Concurrent and Prospective Relations of the Big Five With Subjective Well-Being", die soeben im Journal of Personality 82/3 erscheint, hat der ZEIT- Herausgeber Josef Joffe kürzlich humorvoll kommentiert: Endlich sei bewiesen, "die Alten sind die besseren Menschen" (übereinstimmend zu einem der positiven Vorurteile aus unseren bdp- Leitlinien "Chancen im Alter - Herausforderung für die Psychologie" vom April 2013).

20.09.2013 - FB Umweltps - Natur und Gesundheit, aktuelle Beiträge von und für Psychologen

Themenschwerpunkt von Report Psychologie 9/2013. Unter dem Titel "Natur wirkt! Potenziale für die Berufspraxis" bildeten Beiträge der Psychologie für nachhaltige Erholung der aktuellen Ausgabe - mit einem Interview von Prof. Hilarius Petzold (durch R.Günther, ergänzend hier einige Literaturverweise zum Beitrag "Naturerholungsgebiet Psychologie") (Mitt. DGPs-FG UM Dr.Fuhrer/ Dr.Gehlert)

UBA-Stellenausschreibung. Vom Umweltbundesamt in Dessau Roßlau ist eine unbefristete umweltpsychologische Stelle ausgeschrieben. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Integration sozialer Aspekte in die Umweltpolitik, Analysen zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten, Weiterentwicklung der Umweltkommunikation, Strategien für den Übergang zu einer Sustainable Society

Forschungsbericht Stadtentwicklung des BfN : Der Endbericht "Grün, natürlich, gesund - Die Potenziale multifunktionaler städtischer Räume" des Bundesamtes für Naturschutz (F+E-Vorhaben FKZ 3511 82 800, auch unser Fb war mitbeteiligt) ist demnächst greifbar.

29.08.2013 - FB Schriftps - Überraschende Erkenntnis durch historische Handschriftenkunde

Eine kleine "historische Sensation" gelang dem Reformationshistoriker Prof Ulrich Bubenheimer durch den Fund von handschriftliche Notizen des jungen Martin Luther in einem Band der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (mit Abb. des handschr. Eintrags). Danach hatte Luther den Kerngedanken der reformatorischen Rechtfertigungslehre deutlich früher als bisher angenommen wohl bereits im Alter von 20 Jahren gedanklich präsent. Es ist nicht der erste Fund, der dem Religionswissenschaftler (nach dem Pressebericht im Reutlinger Generalanueiger) mit seinem - auch für Psychologen beachtenswerten - Verfahren der »historischen Kriminalistik« für paläografische Forschungen gelang.

21.08.2013 - FB Umweltps - Zwei Fachschwerpunkte zu nachhaltiger Mobilität

Als Schwerpunktthema für Heft 1/2015 der Zeitschrift für Umweltpsychologie ist „Praxis nachhaltiger Mobilität“ geplant (Koordination durch die Kolleginnen Katrin Dziekan, Tina Gehlert und Hedwig Verron). Einreichen von Manuskripten (wg. Peer-Review-Verfahren) spätestes bis 30. April 2014 bei der Redaktion. Wir rufen auch auf zu (weiteren) Beiträgen aus unserem Fachbereich.

Ferner findet bereits am 3. 9. 2013 in Göteborg ein Workshop zum Thema Naturalistic Cycling Analysis (in Verbindung mit der 3rd International Conference on Driver Distraction and Inattention) statt (Mitt.Kollegin Dr.Gehlert, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft)

21.08.2013 - FB Gesundheitsps - Unterstützung für Studie zu kritischen Lebensereignissen

Als Grundlage ihrer Abschlussarbeit im Bereich Gesundheitspsychologie führt cand. psych. Ina Luitjens, Universität Oldenburg, eine Internetbefragung "Flexible Zielanpassung nach kritischen Lebensereignissen" durch und bittet um unsere Unterstützung. Nähere Informationen zur Studie über kritische Lebensereignisse. Hier geht es zur Internetbefragung (Mitt. über Heiner Hellmann, Vors BDP-LG Niedersachsen)

12.08.2013 - FK Erinnerung - Zum Tod von Theo Hermann

Einer der renommiertesten Vertreter unseres Fachgebiets, Theo Herrmann, emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Mannheim, ist nach kurzer, schwerer, mit großer Würde ertragener Krankheit am 21.7.2013 im Alter von 84 Jahren verstorben. Wir möchten zu seinem Gedenken auf zwei ausführlichere Würdigungen seiner Biographie von Prof. Joachim Funke (Heidelberg) und von Prof. Joachim Grabowski (Hannover) für die Deutsche Gesellschaft für Psychologie hinweisen. Kollege Theo Herrmann hatte in den letzten Jahren intensiv auch zur Klärung der Rolle von Psycholog/innen im Dritten Reich beigetragen und dazu auch unseren Fachkreis laufend informiert.

19.07.2013 - FK Erinnerung - Symposion zur Erinnerung an Otto Selz

Am 29.11.2013 findet anlässlich des 70. Todestages von Otto Selz ein Symposium im Schloss Mannheim statt. Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten. Vorläufiges Programm
Otto Selz, geb. 1881, war Professor in Mannheim. 1933 wurde er wegen seiner jüdischen Herkunft in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, emigrierte 1939 nach Amsterdam. Selz wurde 1943 in der Nähe von Auschwitz ermordet. Einflussreiche Beiträge vor allem zur Denkpsychologie. (Mitt. DGPs).

18.07.2013 - Fb Umwelps - Haustiere von Kindern

Ergänzend zu unseren Hinweisen vom 13.01.2013: Einen Überblick über Haustiere von Kindern gibt eine aktuelle bundesweite Repräsentativbefragung eines Meinungsforschungsinstituts. Befragt wurden 703 6- bis 12-Jährige in Deutschland.

08.07.2013 - FK Gerontops - 3 Mitarbeiterstellen ab sofort zu besetzen

Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts „Chronische Krankheit, Funktionserhalt und Funktionsverluste im Alter - Soziale und emotionale Ansprache durch Technik“ (SEAT), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, sind ab sofort drei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen (E13 TV-G-U / 50%) und eine Stelle als Studienkoordinator/in (E9 TV-G-U / 75%) für ein Jahr befristet zu besetzen. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt am Main durchgeführt
- in der Abteilung Entwicklungspsychologie am Institut für Psychologie (Leitung: Prof. Dr. Monika Knopf);
- im Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin (Leitung: Prof. Dr. Johannes Pantel);
- im Arbeitsbereich Interdisziplinäre Alternswissenschaft des Fachbereichs Erziehungswissenschaften (Leitung: Prof. Dr. Frank Oswald)
Ziel des Projektes ist die Untersuchung der Frage, bei welchen chronischen Krankheitsbildern (Funktionsverluste /-erhalte) emotionale und soziale Robotik eingesetzt werden und wie diese Technik für spezifische Zielgruppen optimiert werden kann (Mitt. Prof. Dr. Oswald / dgps)

03.07.2013 - FB Umweltps - Presse: Psychologie zur Wirkung von Landschaften

In einer dpa- Pressemitteilung zu den Flusslandschaften Hessens wird auch auf umweltpsychologische Erkenntnisse über vielfältige Wirkungen verwiesen, die Landschaften und damit auch Flüsse auf den Menschen haben. Dabei wird - zusätzlich zu den Einschätzungen von Freizeitagenturen, von Städte- und Gemeindeverbänden, Umwelt- und Naturschutzorganisationen - von dem befragten BDP- Psychologen Rudolf Günther vor allem auch zwischen funktionalen und Erholungsfunktionen differenziert.
Ergänzend kann dazu auch auf eine einschlägige Studie zu den Isar- Auen bei München hingewiesen werden, die 1998 von dem - mit umweltpsychologischen Theorien und Untersuchungsverfahren gut vertrauten - Landschaftsarchitekten Werner Nohl vorgelegt wurde.

01.07.2013 - FB Schriftps - SGG-Bulletin Nr. 96 mit Gratulation zum 90.Geburtstag an TEUT WALLNER

Neu erschienen: SGG-Bulletin Nr. 96, Juli 2013. Besonders hervorzuheben sind vor allem die Glückwünsche an
TEUT WALLNER ZUM 90. GEBURTSTAG AM 14. JULI 2013.
Unter den vielen weiteren, interessanten Hinweisen - etwa der Fachbericht über "Emotionale Intelligenz in der Handschrift" - ist vor allem auf Termine hinzuweisen:
Aktuell nochmals: Graphologische Tage Calw-Hirsau (Nähe Stuttgart), 18.-21.7.2013
Deutscher Graphologentag München, 11./12. Oktober 2013

22.06.2013 - Fb Umweltps - Wirksamleit des Echolot-Verfahrens für blinde Menschen durch Psychologen belegt

Erst neuerdings findet in Deutschland ein Verfahren Aufmerksamkeit, das blinden Menschen - vor allem bei Frühförderung im Kleinkindalter - eine wirkungsvolle Hilfe für Alltagsmobilität geben kann. Es wurde von dem persönlich betroffenen Amerikaner Daniel Kish als "Flash Sonar"- Trainingsprogramm für blinde Kinder entwickelt. Der Mechanismus ist in der psychoakustischen Forschung schon lange bekannt und wurde etwa von einem Psychologenteam um Lawrence D. Rosenblum und Michael S. Gordon seit dem Jahr 2000 theoretisch und experimentell überprüft. Sie konnten nachweisen, dass diese von Fledermäusen verwendete Technik der Sonar-Resonanz (z.B. durch Produktion regelmässiger Schnalz- oder Klick- Geräusche) bereits von nicht speziell trainierten Menschen genutzt werden kann.
Die Studien sind auch theoretisch von erheblichem Interesse, weil sie einen Test für die Gültigkeit der ökologischen Wahrnehmungstheorie des Psychologen J.J.Gibson und zugleich für deren praktische Anwendungsreichweite liefern.

28.05.2013 - FB Gesundheitsps mit Sektion - Studie und Pressemitteilung zu Stress und Attraktivität bei Frauen

Eine soeben in den Biological Letters 9, 2013, von einer interdisziplinären Forschungsgruppe durchgeführte Studie zu "Facial Attractivieness" - Koautorin ist auch die Psychologin Phionna Moore von der Universität Dundee (UK) - kommt zuv dem Ergebnis, dass ein stressiger Beruf auch die Attraktivität von Frauen beeinträchtigen kann. Die Mitteilung von Pressetext zitiert auch die bdp- Gesundheitspsychologin Julua Scharnhorst, daß "ein hoher Cortisol-Spiegel ... sich nicht nur auf den Körper und die Psyche ..., sondern auch im Gesicht" auswirken könne, vor allem bei längerzeitiger Überlastung.

09.05.2013 - Sektion mit FB Gesundheitsps - Neuropsychiatrische Studie über Formen des Lachens

Zwei Formen des Lachens - als frühliches oder aber als höhnisches Gelächter - lassen sich durch unterschiedliche Muster der Hirnaktivierung (via fMRI) unterscheiden. Dies belegen soeben veröffentlichte Ergebnisse der experimentellen Studie eines neuropsychiatrischen Forschungsteams (Leitung Dirk Wildgruber) der Universität Tübingen.
In einem weiteren, auch für unser Fachgebiet wichtigen Arbeitsschwerpunkt dieser Gruppe werden nonverbale Signale in literarischen Texten - in Forschungskooperation mit Jürgen Wertheimer (Lehrstuhl für Komparatistik/Neuere Deutsche Literatur Tübingen), die Namensgleichheit mit dem unvergessenen Gestaltpsychologen Max Wertheimer ist nicht zufällig - analysiert.

08.05.2013 - FB Umwelt- und Gesundheitsps - Natur, Psyche und Gesundheit in der FAZ_Sonntagszeitung

In der Sonntagsausgabe der FAZ 18 / 5.5.2013, S.62/3 werden in mehreren Artikeln Einflüsse von Landschaft, Gartenarbeit und Heilkräutern auf die Gesundheit behandelt. Dabei berücksichtigt die Journalistin Lucia Schmidt in ihrem Beitrag "Gruppentherapie unter freiem Himmel" auch fachpsychologische Einschätzungen des BDP. Als Umweltpsychologe verweist Rudolf Günther auf stressreduzierende Wirksamkeitshinweise von Natur und Grün und auf (ältere) Studien über entsprechende Krankenhausstudien; einschränkend wird der begrenzte wissenschaftliche Erkenntnisstand bei gartentherapeutischen Verfahren angesprochen, die demnach andere Therapieformen nicht ersetzten, sehr wohl aber sinnvoll ergänzen können (Link zum Artikel leider kostenpflichtig)

07.05.2013 - FB Schriftps - Neu erschienen: SGG-Bulletin Nr. 95

Unter den vielen interessanten Hinweisen, die die Mai- Ausgabe 2013 des SGG- Bulletins 95 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) enthält, sei besonders der Beitrag von Yury Chernov erwähnt, der einen aktuellen Überblick über international verfügbare Verfahren zur computergestützten graphologischen Analyse gibt (Teil 1/2; der Verfasser studierte Angewandte Mathematik in Moskau und lebt seit 1999 in der Schweiz).
Hinweis auf Terminänderung: Graphologische Tage Calw-Hirsau vom 18.-21.7.2013

18.04.2013 - Fk Gerops - Grosseltern und Enkelkinder

Über die Initiative eines örtlichen Seniorenrates zu einem seltener beachteten Thema wurde kürzlich unter dem Titel "Auf Grosseltern ist Verlass" auch in der regionalen Presse ausführlicher berichtet. Fachlich besonders beachtenswert sind die - überwiegend auf Analysen der Abteilung FamilienForschung des Statist. Landersamtes Baden-Württemberg beruhenden - Daten über Formen, Umfang und Voraussetzungen der familiären Solidarität zwischen Grosseltern und Enkelkindern.
Einige bundes- und europaweite Perspektiven und Daten zum Thema sind in einem Beitrag des (auch in unserem eigenen Verband wohlbekannten) Geronto- Soziologen Andreas Hoff zu finden.

29.03.2013 - FK Erinnerung und FB Schriftps - Richard Hönigswald und das Problem des Rhythmus

In der heutigen Psychologie weitgehend vergessen ist, dass neben philosophischen Haiptwerken aus der Feder des (zunächst) Neukantianers Richard Hönigswald auch wesentliche psychologische Arbeiten stammen (etwa mehrere Publikationen über Grundlagen der Denkpsychologie). Daran erinnert eine Veröffentlichung des Kollegen Reinhard Wegner im Journal für Psychologie, 12 / 2004, S. 176 - 185, auf die hier hingewiesen sei. Behandelt werden in dem Beitrag von Wegner vor allem die Überlegungen von Richard Hönigswald aus dem Jahr 1926 zu dem bis heute aktuellen und psychologisch nicht überzeugend geklärten Problem des Rhythmus.
Richard Hönigswald verlor wegen seiner jüdischen Herkunft rasch nach Machtübernahme der Nationalsozialisten seinen Lehrstuhl in München (er verstarb 1947 in New Haven (Connecticut)). Durch die in der Arbeit von Wegner zitierten Dokumente wird der dafür leider massgebliche Einfluss von Martin Heidegger klar belegt.
Die bis heute diskussionswürdigen und gerade auch unter unseren Schriftpsychologen beachtenswerten Überlegungen von Hönigswald sollten einen Anlass geben, den aktuellen Stand der Erforschung von rhythmischen Erscheinungen unter Einbeziehung neuerer Studien des Zeiterlebens und der Musikpsychologie - aufzugreifen.

07.03.2013 - FB Umwelt- und Gesundheitsps - Schwerpunktheft Mobilitätspsychologie

Zu dem sich neu entfaltenden Fachgebiet der (nachhaltigen) Mobilitätspsychologie ist soeben erschienen in Bd. 48, S. 1-146 (February 2013) der Zeitschrift Transportation Research Part A (Policy and Practice) als Schwerpunktthema "Psychology of Sustainable Travel Behavior". Zu dem dreiköpfigen Herausgeberteam des Heftes gehört die Diplompsychologin Dr.Tina Gehlert (Berlin). In den 14 Beiträgen - vgl. Inhaltsübersicht - wird ein breites Spektrum einschlägiger Fragestellungen interdisziplinär bearbeitet, dabei finden sich auch mehrere psychologische Fragestellungen

05.03.2013 - Sektion und FB Gesundheitsps - Wenig beachtet: Geschwister in der Entwicklungsprävention

In der Reihe Dialog des SOS Kinderdorf e.V. befasst sich das kürzlich erschienene Heft "Geschwister" (2012, 71 S.) mit dem bei familienpräventiven Massnahmen (und in der praxisorientierten Forschung) weithin übersehene Problemfeld der Geschwister. In mehreren Beiträgen - vgl. Inhaltsübersicht und Bezug - werden psychologische und pädagogisch Erkenntnisse bei riskanten Familienkonstellationen - besonders hinsichtlich Entscheidungen zur Fremdunterbringung - aufgearbeitet.

25.02.2013 - FB Schriftps - Neu erschienen: SGG-Bulletin Nr. 94

In der März- Ausgabe 2013 des SGG- Bulletins 94 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich wieder viele interessante Hinweise, etwa Handschriftenproben bekannter Persönlichkeiten, z.B. von Mario Monti und Wolfgang Schäuble, Veranstaltungshinweise u.a. auf Graphologische Tage Hirsau (Schwarzwald, April und Juli), Schriftanalysen zu den berüchtigten Ankläger der franz. Revolution Fouquier-Tinville und des NS-"Volksgerichtshofs" Roland Freisler (Robert Bollschwiler). Ein Diskussionsbeitrag "Gedanken zur Wissenschaftlichkeit der Graphologie" verweist auf Ansatzpunkte der Psychodiagnostik ausserhalb von Testmethoden.

17.02.2013 - Sektion mit FB Gesundheitsps - Aktuelles zu Internet- und Glücksspielabhängigkeit

Mehrere aktuelle Mitteilungen zu nicht- stoffgebundenen Abhängigkeiten:
- Internetsucht: (1) Eine demnächst in der Clinical Psychology Review 33/2 (März 2013) erscheinende Metaanalyse der Klinischen Psycholog/innen A. Winkler, B. Dörsing, W. Rief, Y.Shen, J. A. Glombiewski der Universität Marburg gibt - auf Grundlage von 16 relebanten Studien - erstmals einen internationalen Überblick über den Stand der Forschung zur Internetsucht und ihren - durchaus erfolgversprechenden - Behandlungsmöglichkeiten (Hinweis: DGPs).
(2) Ferner sind zum Bundesmodellprojekt "Hilfe bei Gefährdung durch problematische Computernutzung“ („ESCapade"), einer Präventionsmaßnahme für Familien mit Kindern, die von Fachkräften in Sucht- und Erziehungsberatungsstellen durchgeführt wird, aktuell (Anmeldeschluss: 28.02.2013) Qualifizierungs- möglichkeiten für eine einjährige Transferphase angeboten.
- Glücksspiel-Gefährdungspotenziale: Die Forschungssstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim- Stuttgart veranstaltet am 7./ 8. 3. das "Symposium Glücksspiel". Interdisziplinär behandelte Themenschwerpunkte sind Sucht-, Betrugs- und Kriminalitätsgefährdungspotenziale von Glücksspielen.

15.02.2013 - FB Umweltps - Promotionsstipendium Psychoakustik

Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Entwicklung von Methoden zur Messung der Hoeranstrengung (Leitung: Prof. Inga Holube, Oldenburg) ist am Institut für experimentelle Wirtschaftspsychologie an der Universitaet Lueneburg ein Promotionsstipendium ausgeschrieben. Bewerbungsfrist ist 28..2.2013 (Hinw. DGPs)

07.02.2013 - FK Kulturps - Milieustudie zu Lebenswelten von Jugendlichen

Kürzlich erschienen ist die Sinus- Jugendstudie von Calmbach, M., Thomas, P.M., Borchard, I., Flaig, B.: "Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland" (Bonn 2012, 366 Seiten, Bezugsmöglichkeit: Bundeszentrale für politische Bildung Bestellnummer: 1241, EUR 4,50).
Die qualitative Studie - erarbeitet auch mit fachpsychologischer Beteiligung - identifiziert sieben Lebenswelten von Jugendlichen (Werthaltungen, Zukunftsborstellungen, Schule und berufliche Orientierung, Politik und Gesellschaft, Mediennutzung, Religion, Engagement)..

06.02.2013 - Sektion und FB Gesundheitsps - Erwerbstätigenbefragung zu Arbeitsstress 2012

Neu erschienen ist bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) der von Andrea Lohmann-Haislah (unter Mitarbeit von Martin Schütte, Beate Beermann, Martina Morschhäuser, Anke Siefer, Hermann Burr, Linn Bodnar) verfasste "Stressreport Deutschland 2012", der auf der Erwerbstätigenbefragung 2011/12 - mit sehr umfangreichem Fragebogen (64 S.) - beruht.
In der Presse besonders diskutiert wird der "Präsentismus"- Befund, dass viele Arbeitnehmer trotz Erkankung zur Arbeit gehen (vgl. dazu auch die BAuA- Auswertung zum Forschungsstand durch M. Steinke, B. Badura, 2011).
Aus fachlich- psychologischer Sicht ist u.a. die ausschliesslich auf subjektive Einschätzungen gestützte Datenquelle als Grundlage der Diagnosen zu hinterfragen.

19.01.2013 - FKe Erinnerung und Kulturps - Konferenz und Ausstellung in Würzburg, Emigration 1933-1945

Um Beiträge für die Konferenz der European Society for the History of the Human Sciences (ESHHS) vom 30.7. bis 2.8.2013 im historischen Oswald-Külpe-Hörsaal der Universität Würzburg wirbt der dortige Organisator der Adolf-Würth-Zentrums für Geschichte der Psychologie, Prof. Armin Stock, bis 31.3.
Wir möchten zugleich auf die derzeitige Hermann von Helmholtz - Ausstellung zur Physiologie und Psychophysik des Hörens am Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie aufmerksam machen.
Über ein mögliches Thema der Konferenz - die Emigration 1933-1945 als Folge der nationalsozialistischen Herrschaft, die "die einzigartige Kultur aus den kurzen Jahren der Weimarer Republik ... zerstörte und vertrieb" - berichtet kürzlich Claus-Dieter Krohn, fliehen nussten etwa 500.000 Menschen (360.000 davon aus Deutschland, nach dem "Anschluss" im Jahr 1938 kamen noch einmal ca. 140.000 Menschen dazu). Er verweist dabei - unmittelbar an der Nahtstelle zu den Themen unseres Sektionsfachkreises "Erinnerung" - auch auf einige wenige der betroffenen Fachkolleg/innen aus Psychologie, Psychoanalyse und verwandten Fachgebieten (jew. mit Link zum Werkeverzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek):
Erik Homburger Erikson (1902–1994), Charlotte Bühler (1893–1974), Erich Fromm (1900–1980), Kurt Lewin (1890–1947), Bruno Bettelheim (1903–1990), den Werbepsychologen George Katona (1901–1981), den empirischen Sozialforscher Paul Felix Lazarsfeld (1901–1976).

18.01.2013 - Sektion mit FB Gesundheitsps - Neue Studien zu pathologischem Internetgebrauch

Zu pathologischem Internetgebrauch von Jugendlichen liegen jetzt einige Ergebnisse aus einer Europäischen 7-Länderstudie vor
Auch zur Escapade-Interventionsstudie (Kath.Fachhochsch. Köln, geförd. durch BMin Gesundheit, Auswertung durch Fachpsychol.) sind nunmehr erste Ergebnisse greifbar.
In einer Diplomarbeit vin Michaela Nussdorfer (Wien 2011) findet sich ein Überblick zu den vorligenden psychologischen Studien über pathologischen Internetgebrauch und Behandlungsmotivation bezüglich Online-Interventionen

16.01.2013 - FB Umweltps - Carl Friedrich Graumann-Umweltpsychologie -Preis

Auch 2013 wird wieder der Carl Friedrich Graumann-Preis für die beste wissenschaftliche Nachwuchsarbeit im Bereich Umweltpsychologie vergeben. Es können Diplomarbeiten, Dissertationen, Zeitschriftenartikel und Buchkapitel eingereicht werden (Zeitschriftenartikel sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache) . Inhaltlich sollten sich die Arbeiten mit Umweltpsychologie im weitesten Sinne beschäftigen. Nachwuchsarbeiten aus den Bereichen Verkehr/Mobilität und Medien sind explizit erwünscht.
Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber ErstautorIn des Beitrags ist. Eine Alleinautorenschaft ist für die Bewerbung jedoch nicht erforderlich. Des Weiteren muss die eingereichte Arbeit zwischen 2011 und 2013 erschienen bzw. in Druck sein. Hinzu kommt, dass zwischen Promotion und Veröffentlichung bzw. Druck nicht mehr als 2 Jahre liegen dürfen. Um dies überprüfen zu können, bitten wir um die Einreichung einer Kopie des Diplom- bzw Promotionszeugnisses.
Bewerbungen bitte elektronisch bis zum 31.01.2013 an Nadine Exner (Mitt. DGPs-FGr Umweltps)

16.01.2013 - Sektion und FB Gesundheitsps - Meta-Analysen zu Übergewichtigkeit: Überaschende Beziehung zu Mortalität (mit Nachtrag 19.1., Geburtsgewicht)

Nach dem Ergebnis einer auf 97 Studien mit insgesamt 2,88 Mill Probanden und 270000 Todesfällen beruhenden Meta-Analyse (von Flegal, Kit u.a. durchgeführt, kürzlich im Journal of the Medical American Association (JAMA) 209 / 2013 veröffentlicht) haben leicht übergewichtige Menschen (BMI 25 b.u. 30) eine etwas grössere, signifikant erhöhte Lebenserwartung. Unterschiedliche Erklärungsansätze würden bei Einbeziehung auch von anorektiformen Befundmustern eine - sozialgeschichtlch naheliegend begründbare - Hypothese berücksichtigen müssen, dass die derzeit übliche BMI- Kategorieneinteilung nicht die Lage eines bio-psycho-sozialen Optimalwerts korrekt widerspiegelt. Deutschsprachige Kurzinformationen auch in versch. Pressemitteilungen.
Nachtrag 19.01.13: Soeben berichten Wissenschaftler/-innen der Charite/Virchow-Klinikum Berlin in der Internet- Fachzeitschrift plos_one über Ergebnisse einer weiteren Meta-Analyse (66 Studien aus 26 Ländern, über 600.000 Probanden zwischen 1 und 75 Jahren), dass Übergewichtigkeit im späteren Leben bereits durch ein Geburtsgewicht von über 4000 Gramm signifikant vorhersagbar ist, frühzeitige Prävention - bereits während der Schangerschaft - sei demnach auch praktisch sehr bedeutsam.

15.01.2013 - Fachbereich Umweltps - Mensch-Tier- Beziehungen: Wichtige Neuerscheinungen

In einer 2010 von Kenneth Shapiro and Margo DeMello veröffentlichten Arbeit zum State of Human-Animal Studies stellen die Autoren eine explosive Erweiterung dieses Forschungsfeldes während der zurückliegenden 20 Jahre fest, nicht zuletzt getragen auch durch versärktes Tierschutz- Engagement in einer grossen Zahl westlicher Länder.
Der Umfang der Bibliographie "Animals in changing landscapes: a bibliography of human-animal studies" bestätigt diesen Eindruck. Eine grosse Zahl der dort aufgeführten Beiträge verweist im Titel oder Erscheinungsort explizit auf den Bezug zur Psychologie.
Daher kann sich eine neue Übersichtsarbeit von A Beetz, K Uvnäs-Moberg, H Julius über "Psychosocial and psychophysiological effects of human-animal interactions" 2012 auf immerhin 69 Studien mit angemessener methodischer Basis stützen.
Andrea Beetz und Kurt Kotrschal sind auch Mitautoren der soeben erschienen Mars Heimtier-Studie 2013: "Hund - Katze - Mensch. Die Deutschen und ihre Heimtiere" (248 S., 20.- EUR, 25 S Literaturverweise, mit ERgebnissen einer Forsa- Repräsentativbefragung und interdisziplinären Beiträgen mit starker Beteiligung von Psycholog/innen (u.a. Ursula Lehr, Andrea Beetz, Reinhold Bergler, Erhard Olbrich, Rainer Wohlfahrth). Kapitel: Die Studie - Mensch und Tier in der Geschichte - Heimtiere in Deutschland - Mensch und Tier in der Wissenschaft - Repräsentative Umfrage zu Heimtieren - Heimtiere als Wirtschaftsfaktor - Heimtiere in Bildung und Erziehung - Heimtiere und Gesundheit - Heimtiere in sozialer Mission - Unsere Zukunft mit Heimtieren.

06.01.2013 - FK Gerontops - Aktuelle Forschungen zu Hochaltrigen und Neujahrsgruss

Der Anstieg der hochbetagten (über 85 Jahre) und der höchstbetagten Menschen (über 100 Jahre) wird auch in den nächsten Jahren in entwickelten Gesellschaften weiterhin sehr stark zunehmen. Die schöne Übersichtsarbeit von Rott und Jopp (2012) macht deutlich, dass nicht zuletzt psychische Ressourcen dazu beitragen, auch höchstes Alter lebenswert zu erhalten, die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Zweiten Hundertjährigen- Heidelberg- Studie bestätigen dies.
Aus der Perspektive der interdisziplinären Alternsforschung wünschen wir allen Freunden und Kolleg/innen, auch den jüngsten Alten (unter 40 Jahre) und den jüngeren Alten (unter 55 Jahre) viel Glück, Erfolg und Gesundheit für 2013.

02.01.2013 - FB Schriftps - Neu erschienen: SGG-Bulletin Nr. 92 und 93 und Kafka- Schriftproben

In den Ausgaben November und Dezember 2012 des SGG- Bulletins der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit Bull92 und Bull93) finden sich wieder viele interessante Hinweise, etwa Handschriftenproben bekannter Persönlichkeiten, z.B. von Martin Christoph Wieland, dem "Voltaire der Deutschen". Neu zugänglich sind auch Schriftproben von Franz Kafka aus den - von Roland Reuß, Kafka Research Centre der University of Oxford - herausgegebenen "Zürauer Zetteln".

04.12.2012 - Sektion - Buch-Neuerscheinung

Neu erschienen ist soeben von Koll. Werner Gross, Leiter des BDP-Arbeitskreises "Religionspsychologie,
Spiritualität und Psychomarkt" das Buch
"Erfolgreich selbständig - Gründung und Führung einer psychologischen Praxis"
Es beinhaltet auch Kapitel über Gesundheits-, über Geronto- und über Schriftpsychologie sowie natürlich u.a. zu Psychotherapeutischen Praxen.
(Weitere Informationen bei Springer-Medizin).

Auch das Buch von Julia Scharnhorst "Burnout - Präventionsstrategien und Handlungsoptionen für Unternehmen" (s.u. auf dieser Seite 4.9.12) ist mittlerweile erschienen.

28.11.2012 - FK Gerontops - Perspektiven für motorische Leistungsfähigkeit im Alter

Motorischen Leistungsfähigkeit ist eine der entscheidenden Voraussetzungen auch für psychische (gesitige, soziale, emotionale) Gesundheit im Alter. Dazu können psychologische Ratschläge einen wichtigen Beitrag leisten (vgl. GUS-Faltblatt zum gesunden Altern).
Aber auch Innovationen der regenerative Medizin stellen verbesserte Grundlagen für gesundes Alten durch Erhaltung oder Wiederherstellung der motorischen Leistungsfähigkeit in Aussischt. Dazu zwei aktuelle Hinweise:
- Internationales Forscherteam beschreibt Wirkung eines Enzyms gegen Muskelabbau (PM idw 27.11.2012)
- Neue Hilfe für defekte Bandscheibe in Sicht (PM Reutlinger Generalanzeiger 28.11.2012)

25.09.2012 - FB Gesundheit, FKe Gerontops. und Gesundheitssport - Prävention gegen Depression durch sportliche Aktivität?

Eine Übersichtsarbeit zu Forschungen über den vielfach vermuteten und auch recht häufig empirisch untersuchten Zusammenhang zwischen Depression und körperlicher / sportlicher Aktivität (Daley, Amanda: "Exercise and Depression") kommt - auch wegen der methodischen Schwächen vieler einschlägiger Studien - zu einer lediglich zurückhaltenden Gesamtbewertung. Auch bei Senioren (etwa in einer sportpsychologischen, in Reims durchgeführten Studie von Legrand Heuze 2007) konnte zwar meist eine depressionsmindernde Wirksamkeit festgestellt werden, die aber anderen Angeboten - etwa Gruppengesprächen - nicht überlegen war. Vorgeschlagen wird daher, zur Prävention von depressiven Störungen körperliche Aktivtät mit weiteren Interventionsformen zu kombinieren.

20.09.2012 - Religionspsychologie - Veröffentlichung

Schwerpunkt: "Psychotherapie und Religion/Spiritualität" im Heft 3/2012 des Psychotherapeutenjournals

04.09.2012 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Aktuelle Neuerscheinungen zu Burnout

Julia Scharnhorst: "Burnout - Präventionsstrategien und Handlungsoptionen für Unternehmen" (Reihe Ratgeber, ab Ende Sept. 2012 lieferbar, rund 256 S., kartoniert, 39,95 €
Vor wenigen Monaten erschien zum gleichen Themenbereich:
Geisler, Eduard: "Good Bye Burnout".. BoD 2012, 286 Seiten, EUR 19,90. Behandelt werden aus Sicht des erfahrenen Psychotherapeuten Formen der psychologischen Selbstverteidigung
(Nähere Informationen demnächst)

04.09.2012 - Fachkreise Geronto- und Sportpsychologie - Aktuelle Schwerpunkte auf der Internetplattform "Psychologische Forschung für Alle"

Das seit 2010 bestehende "In-Mind Magazin - Psychologische Forschung für alle" wird von den Diplompsychologen René Kopietz (Münster/W. und London) und Malte Friese (Basel) gemeinsam mit einem breiten Umfeld an Mitherausgebern aus dem Hochschulbereich gestaltet und durch die Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie gefördert.
Die Internetplattform stellt in zwei umfangreicheren Schwerpunktausgaben praxisorientierte Beiträge aus Arbeitsfeldern zusammen, mit denen sich auch Fachkreise unserer Sektion befassen:
- in der neueste Ausgabe 1/2012 mit neuen Facherkenntnissen aus der "Sportpsychologie" (Editorial und 5 Beiträge)
- die Themenausgabe 2/2011 umfasste zu "Alternde Gesellschaft(en)" 6 Beiträge..
In bisher sechs weiteren Ausgaben wurde ein Spektrum psychologischer Forschungsergebnisse für ein breites Publikum aufbereitet. Die Beiträge finden teilweise auch in der Tagespresse Beachtung (etwa am 3.9. über Veränderungen der Zeitwahrnehmung im Alter) und tragen damit zur gesellschatlichen Präsenz unseres Faches bei.

04.09.2012 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 91

In der neuen Septemberausgabe des SGG- Bulletin Nr.91 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich u.a. der Hinweis auf den Renna- Nezo- Preis für Validitätsforschung zur Schriftpsychologie.

31.07.2012 - FK Kulturpsychologie - Werner-Deutsch-Kulturpreis

Die bis vor kurzem noch im Museum Kurhaus Kleve geöffnete Ausstellung "Tendenzen deutscher Keramik 1905-1935 – Vom Jugendstil zum Bauhaus" umfasste als Leihgabe die Sammlung unseres Kollegen Werner Deutsch, der im Jahr 2010 verstorben war (wir dürfen auf unseren kurzen Nachruf vom 19.10.2010 unten auf dieser Seite verweisen). Verliehen wird ausserdem ein Förderpreis für junge Künstler - Werner Deutsch war auch ein großer Freund der Kunst in Kleve und am Niederrhein., die Verleihung findet zur Erinnerung an den Todestag von Werner Deutsch am 12.10. in Braunschweig statt. Ein Aufruf zur Bewerbung für die erste Preisverleihung, initiiert von seinem Lebenspartner Werner Steinecke, findet sich auf der Internetseite des Museum Kurhaus Kleve.

30.07.2012 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 90

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.90 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich u.a. Kurzberichte zu viele Vorträgen beim 26. Internationalen Kongress für Schriftpsychologie (17. - 19. Mai 2012, Lindau/B.), etwa zu Lernprogrammen für die Einübung von Schreibbewegungen bei Kindern (R. A. Oussoren (NL)) und zu schreibbewegungs-therapeutischen Ansätzen (G.Arends-Scheer (NL)) oder über moderne psychodiagnostische Computerprogramme als sinnvolle Erweiterungen für graphologische Begutachtung (Dr. Y. Chernov (CH)) ... und natürlich wieder Unterschriftproben - etwa von Arthur Schnitzler (1862- 1931) oder Gottfried Wilhelm Leibniz (1646- 1716) - sowie viele weitere Fachinformationen.
In einer Sonderausgabe erinnerte die sgg ferner an Gertrud Hunziker-Fromm (1915-2012), Psychoanalytikerin und Gründungsmitglied der sgg.

22.06.2012 - FK Erinnerung - William Stern- Biographie (Martin Tschechne 2010)

Von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius herausgegeben erschien 2010 in der Reihe "Hamburger Köpfe" - mit einem Nachwort von Helmut Schmidt - die biografische Studie

Martin Tschechne William Stern. Hamburg: Ellert & Richter 2010,
160 Seiten, ISBN 9-7838-3190-404-4, € 14,90

Erzählt wird die dramatische Lebensgeschichte des weltberühmten Psychologen und extrem vielseitigen Wissenschaftlers, der 1933 - als Mitbegründer der Universität Hamburg - wegen seiner jüdischen Wurzeln sein Forschungsinstitut dort nicht mehr betreten durfte und in die USA emigrierte, wo er an der Duke Universität in Durham, North Carolina, lehrte, aber die letzten Jahre seines Lebens vereinsamt verbrachte, er verstarb 1938 an Herzversagen.

Der Verfasser stellt resiginierend fest: „Von William Stern und seinem Werk ist nicht mehr oft die Rede". Es gebe "eine bedrückende und mysteriöse Regelmäßigkeit, mit der die Erinnerung an William Stern und seine Forschungen immer wieder in der Sackgasse zu landen" scheine (zit. aus einer Rezension zum Buch von Prof.G.Kleinschmidt 2011). Immerhin wurde 1985 in Hamburg durch Pädagogen und Psychologen die „William Stern Gesellschaft für Begabungsforschung und Begabtenförderung“ geschaffen, die seinen Namen trägt.

24.05.2012 - Fb Gesundheitspsychologie - Pressehinweise zum Thema Stress

In einer ausführlichen Verlags- Sonderbeilage des Reflex- Verlages (Mai 2012) über das Thema Stress zur Financial Times Deutschland finden sich mehrere Hinweise auf psychologische Facherkenntnisse, auf den bdp und namentlich auf die Kolleginnen Julia Scharnhorst aus unserer Sektion - wichtig sei, "effektives Zeitmanagement zu betreiben" (S.4) - und Elisabeth Noeske vom Vorstand der Sektion Klinische Psychologie, "Stress entsteht ... durch das Aufeiandertreffen zweier Faktoren" (S.5). Der Reflex Verlag (Berlin- Amsterdam- Zürich) "legt seine themenbezogenen Sonderveröffentlichungen den Tageszeitungen bei, die als Entscheider und Multiplikatoren gelten".

21.05.2012 - AK "Erinnerung" - Holocaust- Zeuge Arno Lustiger ist verstorben

Der Historiker und Publizist Arno Lustiger ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er hatte den Holocaust überlebt und galt als wichtige akademische Instanz für die Geschichte der Juden in dieser Zeit. Noch vor wenigen Monaten erschien sein Buch "Rettungswiderstand. Über die Judenretter in Europa während der NS-Zeit", das die Zeit des Nationalsozialismus in Europa aus einer stark vernachlässigten Perspektive beleuchtet, weil es sich der großen Zahl der allzuoft vergessenen Judenretter widmet (vgl. Mitt.unseres Arbeitskreises unten vom 30-9-2011 mit einer Kommentierung von Susanne Guski-Leinwand und Rudolf Günther).

13.05.2012 - Sektion und div. UGL - Wilhelm Busch und die Kunst-, Schrift- und Politische Psychologie

Eine Vielzahl von Berührungsebenen zur Psychologie enthält eine mit Genuss lesbare, reich illustrierte Monographie von
Edith Braun: Geheimsache Max und Moritz. Wilhelm Buschs bester Streich (Gollenstein 2005, 239 S.)
Die Verfasserin versucht nachzuweisen, dass Wilhelm Busch in seiner Bubengeschichte "Ereignisse aus der Zeit der Frankfurter Nationalversammlung 1948/49 verschüsselt dargestellt" (S.59) habe. Sie stützt ihre Beweisführung auf die handschriftliches Urfassung der sieben Streiche, die bei der späteren Drucklegung vereinfacht und modifiziert wurde (S.6). Während seines Studiums in Antwerpen hatte er Gelegenheit, die ins Ausland geflohenen Akteure persönlich kennen zu lernen..
Sollte die detailreiche, auf eine Vielzahl von Indizien gestützte Beweisführung der Verfasserin (sie ist u.a. "Expertin für saarländische Mundarten, ... Dozentin für Englisch und Russisch") stichhaltig sein, so wäre es Busch gelungen, mit einem vermeintlichen Kinderbuch in perfekter Satire die damalige Zensur zu überlisten.

Gerade weil sich die Beweisführung stark auch auf Schrift- und Bildinterpretationen stützt, machen doch die verwendeten - oft rein allegorischen - Deutungsregeln (v.a. S.69) klar, dass die (Be)deutung von Schrift als Kulturgut keineswehs allein auf psychologischer, sondern beispielsweise auch auf kryptographischer und -logischer Ebene zu analysieren versucht werden kann. Die Beweisführung erscheint intuitiv plausibel, es darf aber eine grundlegende methodische Schwäche für die Stringenz der Deutungen (z.B. der vielen Kleindetails, etwa S.152) nicht unterschätzt werden (eine Schwachstelle, die auch gegen den graphologischen Deutungsprozess kritisch ins Feld geführt wird).
Auch der Wikipedia- Abschnitt “Deutungsansätze” befasst sich mit dem - augenscheinlich vergriffenen - Werk. Den Hinweis auf das Buch verdanken wir einem Wilhelm-Busch-Kenner aus Lüdinghausen

10.05.2012 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 89

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.89 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich wieder aktuelle Unterschriftproben - Francois Hollande und Marine Le Pen - und viele lesenswerte Fachinformationen. Nach den aktuellen Arbeitsschwerpunkten unseres Fachbereichs (s.u. Mitt. 2.3.12) wird man besonders gespannt sein auf die - im vorliegenden Heft als Abstract angekündigte - Studie über elektronisch gestützte Validierungsmethoden von Marie Anne Nauer, Yury Chernov und Boris Peteerka.

05.04.2012 - FB Umweltps - Umweltpsychologische Beiträge aus Österreich
zu Energie, Grün und Gesundheit

Energiewende: In einer schon 2008 erschienenenm umfangreicheren österreichischen Arbeit "Energiezukunft", in Wissenschaft & Umwelt 11, 2008, 248 S., kommen im Teil Vehaltensänderung mehrere unserer Umweltpsychologie- Kolleg/innen (auch aus Deutschland) zu Wort.
Grün und Gesundheit: In Österreich wurde ferner in einem durch die Kollegin Renate Cervinka koordinierten Projekt "Psychosoziale Wirkung privater Grünräume" im Jahr 2011 eine Onlinebefragung durchgeführt, erste Ergebnisse sollen demnächst greifbar sein.
In einem weiteren Beitrag diskutierten Renate Cervinka und Annelies Karlegger 2009 "Grünräume als Ressourcen für die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen".

25.03.2012 - Fb Umweltpsychologie - Alltagsökologische Erklärung für Entstehung von Allergien

Eine neue, soeben in Science 335 /2012 online veröffentlichte Studie vermag eine lange vermutete, aber nicht genauer bewiesene Annahme aufgrund von Untersuchungsbefunden mit Mäusen einzugrenzen. Wurden diese in keimfreier Umgebung geboren und aufgezogen, sammelten sich in ihrem Lungen- und Darmgewebe vermehrt T-Killerzellen des Immunsystems, nicht aber bei Kontakt mit Bakterien in früher Kindheit. Ein früher Kontakt mit Keimen und Dreck - so schließen Forscher - schützt Kinder vor Allergien wie auch vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Zu den Verfassern zählen auch Mediziner und Biologen aus Kiel ("Microbial Exposure During Early Life..." Abstr. und Ergänzungsmaterialien).

17.03.2012 - FB Umweltpsychologie - Neue Studie: Ortsveränderung führt zum Vergessen

Derzeit in den Medien häufig besprochen - etwa bei Spiegel Online oder auf einer interessanten (journalistischen) Webseite "Alltagsforschung - Psychologie in Beruf und Privatleben" - wird eine alltagsnahe experimentell- psychologische Studie, nach deren Ergebnissen das Verlassen eines Raumes Vergessenseffekte auslöst. Die Untersuchung führt frühere Untersuchungen des Erstautors Gabriel Radvansky (University of Notre Dame, Indiana) über Raumkognitionen und eine ähnliche, schon 2006 veröffentlichte Arbeit fort; die neue, im Quarterly Journal of Experimental Psychology 2011 veröffentlichte Studie "Walking through doorways causes forgetting: Further explorations" ist im Abstract und auch komplett als Downliad zugänglich.

02.03.2012 - FB Schriftpsychologie - Für die Auseinandersetzung mit Graphologie auf wissenschaftlichem Niveau

Der bisher wohl einzige Versuch, einen umfassenden, kritischen Überblick zum emprischen Forschungsstand der Aussagekraft graphologischer Hypthesen zu geben, konnte sich bereits vor 50 Jahren in einer renommierten amerikanischen Fachzeitschrift auf ein breites Spektrum von Untersuchungen stützen (Fluckiger, F.A., Tripp, C.A., Weinberg, G.H., Perc.Mot.Skills 12, 1961, 67-90) - die Sammelarbeit wird bis heute aber kaum zitiert. Um einen leichteren Zugang zur heutigen empirischen Erkenntnislage (ergänzt selbstverständlich um die breite Befundlage der seither veröffentlichten - und etwa in dem Band von Wallner- Joos- Gosemärker 2006 berücksichtigten - Studien zu geben (und auch Hochschulkollegen, die sich offenbar ohne Kenntnis des einschlägigen Forschungsstandes - also doch ganz unakademisch - glauben äussern zu sollen, wie jüngst in einem Beitrag der Zeitschrift Psychologie heute Jg. 39, Heft 2, 2012, eine fundiertere Fachkenntnis zu erleichtern, haben wir kürzlich beim Verlag die Erlaubnis zur Übersertzung dieser klassischen Review-Arbeit erbeten und erhalten.

02.03.2012 - FK Gerontopsychologie - Kritische Fragen zu Pflege- Wohngemeinschaften

In einem "Kontra"- Kommentar - und zudem in einer direkten Auseiandersetzung mit Bundesgesundheitsminister Bahr - setzen sich Mitglieder des Fachkreises (mit Unterstützung der bdp- Bundesgeschäftsstelle) kritisch mit dem kürzlich vorgeschlagenen Konzept von Pflege- Wohngemeinschaften auseinander, veröffentlicht in der soeben erschienenen Ausgabe der Zeitschrift Health & Care (Jg. 3, Heft 3, S.49). Pro und Kontra Pflege- Wohngemeinschaften sowie ein redaktioneller Kommentar von Cathrin Conradi sind hier nachzulesen..

02.03.2012 - Sektion - Kooperationsverhalten bei Kleinkindern

In einer neuen, soeben in Science Bd. 335 / 2012 veröffentlichten Studie (Abstr.) - mit Verweis auch auf einige der vielen einschlägigen entwicklungspsychologischen Studien, die sich mit Altruismus und prosozialem Handeln befassen - wurde für 3-4jährige Kleinkinder ein qualitativer Verhaltensunterschied zu Schimpansen und Kapuzineräffchen nachgewiesen: Nur die Kinder kooperierten bei einer Gruppen- Problemlösungsaufgabe und erzielten dadurch eine Lösungsstufe, die von den Tieren fast nie erreicht wurde. Wichtige Kontrollbedingungen - dass z.B. diese Leistungsüberlegenheit nicht bereits als Individualaufgabe vorhanden ist - wurden allerdings nicht berücksichtigt

27.02.2012 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 88

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.88 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich wieder viele lesenswerte Fachinformationen, z.B. mit dem Hinweis auf einen öffentlichen 5teiligen Vorlesungszyklus an der Universität St.Gallen unter Leitung von Dr.Urs Imoberdorf ab März 2012 über "Handschrift und Handschriftendeutung in Kunst, Geschichte und Gegenwart" (am 29.3. erörtert Dr. Anna Marie Nauer das Thema "Handschrift und Kunst - Künstler in ihrer Handschrift")

18.02.2012 - FB Umweltpsychologie - Neue Studie: Grünflächen lindern Stress

In einer neu erschienenen Studie eines interdisziplinären Forschungsteams aus Grossbritannien "More green space is linked to less stress in deprived communities" (unter den Autor/innen - federführend Catharine Ward Thompson, Univ. Edinburgh - auch die Psychologin Angela Clow vom Psychol. Dpt. der Westminster-Univ.London) wird der wichtige Versuch unternommen, die stressvermindernde Wirkung von innerstädtischen Grünflächen in einer ökologisch möglichst validen Erhebung und objektivierbar (durch Kortisol- Speichelkonzentrationsmessung) bei Passanten zu überprüfen. Die Ergebnisse (allerdings gestützt auf lediglich n= 25 Pb) weisen eine signifikante Beziehung zu Grünräumen in der Wohnumgebung auf.
Den Hinweis auf die Neuerscheinung erhielten wir durch das Pressetext-Büro in Wien, das bereits mehrfach umweltpsychologisch wichtige Neuerscheinungen aufgegriffen hat. In seiner aktuellen Mitteilung vom 18.2.2012 zu der Studie "Grünflächen lindern Stress - Wohnen am Park erlaubt bessere Erholung" wird auch auf den BDP- Fachbereich Umweltpsychologie verwiesen.
Eine neuere Überblicksarbeit zu gesundheitlichen Beiträgen von Stadtbegrünung (A.C.K. Lee und R. Maheswaran, J Public Health 2010) führt allerdings sowohl hinsichtlich der methodischen Qualität bisher durchgeführter Untersuchungen (n=35 relevante Studien) als auch hinsichtlich der belegbaren Wirkungsstärken zu einer zurückhaltenden Einschätzung. (Aktualis. 2.3.2012)

04.01.2012 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 87

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.87 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich wieder viele lesenswerte Fachinformationen. Auch hierzulande von besonderem Interesse
- der Bericht über die Arbeitstagung zur neuen (schweizerischen) Schulschrift und
- ein kritischer Beitrag zur Frage, ob das Note-Book die Handschrift verdrängt.

02.01.2012 - Sektion und FB Gesundheitspsychologie - Neuerscheinungen zu Spielsucht und zu Psychoonkologie

Als Hinweise auf stark an Bedeutung zunehmende psychologische Problemstellungen und Praxisfelder seien angesprochen: Bereits in der 3. Auflage ist soeben erschienen
Gerhard Meyer, Meinolf Bachmann: Spielsucht - Ursachen, Therapie und Prävention von glücksspielbezogenem Suchtverhalten. 3. Auflage 2012. 442 Seiten, 68 Abbildungen, mit eigenem Kapitel ist zu Prävention.(Prof. Dr. Gerhard Meyer, Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen. Dr. phil. Meinolf Bachmann, Psychologischer Psychotherapeut, Praxis für Psychotherapie, Gütersloh). Retensionen (zur 2. Auflage) etwa bei socialnet

Unmittelbar vor Jahresende neu erschienen ist
Katja Geuenich: Akzeptanz in der Psychoonkologie - Therapeutische Ziele und Strategien, 215 Seiten, 6 Abb., 3 Tab., kart., mit allen Arbeitsmaterialien für Therapeuten und ihre Patienten zusätzlich online zum Ausdrucken. (Dr. Katja Geuenich ist Leitende Psychologin und Leiterin der Akademie für Psychosomatik in der Arbeitswelt an der Röher Parkklinik, Eschweiler; Arbeitsschwerpunkte: Psychoonkologie, Schmerzpsychotherapie). Aus dem Klappentext: "Die Diagnose Krebs ist für Betroffene und ihre Angehörigen ein Schock und löst starke Unsicherheiten und Ängste aus... Aufgabe des psychoonkologischen Therapeuten ist dabei, für den Patienten eine individuelle Balance zwischen Strategien der Veränderung und der Akzeptanz zu finden." Ergänzend dazu möchte man auf die Bedeutung des familiären Umfeldes hinweisen.

02.01.2012 - FB Umwelt- und  FK Kulturpsychologie - MIR als Herausforderung für psychoakustische Forschung

Sehr umfangreiche Forschungsaktivitäten zu Music- Information- Retrieval (MIR)- Techniken haben sich in den letzten Jahren etabliert, bei denen Forschungsergebnisse der Psychologie - vor allem aus der Psychoakustik, hier seit über 100 Jahren systematisch aufgebaut, aber auch aus anderen Teilbereichen, etwa der Emotionsforschung - zwar umfangreich genutzt (und seriös zitiert) werden. Offenbar scheinen sich aber nur recht wenige Fachkolleg/innen der Psychologie direkt für diese neuen und immens expandierenden Aufgabenfelder interessieren. Einen aktuellen Überblick über Forschungsbrennpunkte und Vielfalt der Fragestellungen gibt die ISMIR-2011-Tagung.

Ein wesentlicher Grund des praxisorientierten Interesses ist die Beobachtung, dass "digital music is becoming a major part of the user experience with computers and mobile devices. Automatically organizing this content is a huge challenge... we focus on automatically classifying music by mood" (Laurier_2011).

Zurückgegriffen wird auf psychologische Facherkenntnisse in diesem Kontext beispielsweise zur Klassifikation von Emotionen und Stimmungslagen, auf das Konzept der "natürlichen Kategorien" (E.Rosch) oder auf Erkenntnisse über Eindrucksdeterminanten zur Klangfarbe (Timbre) der menschlichen Stimme oder - sehr vielfältig ausgelegte Fragestellungen - über intermodale Übersetzbarkeit von Musikeindrücken in Gestik, Sprache oder Tanzbewegungen (u.a. Embodied Cognition).

Nicht zuletzt stellen sich vielfältige psychologische Fragen über Musikhören als Bestandteil der heutigen computer- und internetgeprägten Alltagskultur.

31.12.2011 - Sektion - Neues Faltblatt zu wissenschaftlichen Qualitätskriterien

Ein weiteres Faltblatt der Sektion "Qualitätskriterien für wissenschaftlich aussagekräftige empirische Untersuchungen" liegt jetzt in Entwurfsfassung vor - dort sind rund 1000 Seiten Prüfungsliteratur des Psychologie- Grundstudiums auf 5 Druckspalten eingedampft... Es soll vor allem einen knappen Orientierungsrahmen für Fachgespräche mit anderen - auch empirischen Forschungen weniger nahestehenden - Berufsgruppen geben. Greifbar als Download oder in Druckfassung (Bestellungen kostenfrei bei Sektionsvorstand).

27.11.2011 - Fachbereiche Umwelt- und Gesundheitsps - Umweltmedizinische Studie zu Prostatakrebs

Eine soeben im BMJ Open erschienene "ecological study" der kanadischen Forscher D.Margel und N.E Fleshner kommt zu dem schwerwiegenden Verdacht, dass die Einnahme der Pille das Krankheitsrisiko für Prostatakrebs steigert. Die Effektstärke wäre nach den breit angelegten epidemiologischen Befunden auch quantitativ erheblich. Mögliche Erklärung: Die in der Pille enthaltenen Östrogene erhöhen den Anteil an hormonell wirksamen Substanzen in der Umwelt, die dann zum Beispiel imTrinkwasser aufgenommen werden (siehe auch zwei ausführliche kritische Rezeptionen).

27.11.2011 - Fachkreis Kulturpsychologie - Frauenrolle über Kunstgestaltung erschlossen

In mehreren (teilweise nur in Spanisch erschienen) Arbeiten versucht an der Carlos III Universität Madrid die Kunsthistorikerin Luz Neira durch Analyse von Mosaiken in römischen Villen die Rollenwahrnehmung der Frau in der damaligen Kultur zu rekonstruieren. Allerdings findet sich in dem umfangreichen Literaturverzeichnis der - zunächst wohl eher methodisch interessanten - Arbeiten kein Verweis auf Ansätze aus der (Kultur-) Psychologie

24.11.2011 - Sektion mit Untergliederungen - Aktivitätsberichte

Zur Erinnerung - der Aktivitätsbericht der Sektion für 2010 ist - wie auch aus den Vorjahren 2006, 2007, 2008 und 2009 - im pdf-Format zugänglich.

15.11.2011 - Fachkreis Gerontopsychologie - Aktuelle Forschungsergebnisse zur Alzheimerkrankheit

Mehr als 5.000 Wissenschaftler tauschten sich soeben in Paris auf der Alzheimer's Association International Conference 2011 über aktuelle Forschungsarbeiten aus. In einer Ad-hoc-Mitteilung wird dabei auch auf psychologische Studien verwiesen, etwa auf eine Untersuchung, die einen Zusammenahng zwischen Resilienz und geringe kognitive Beeinträchtungen bei Alzheimererkrankung plausibel zu machen scheint. Vorgetragen wurden dort auch Erstergebnisse aus einer laufenden Studie eines Forschungsteams (Chemiker und Pathologen) der TU Darmstadt, die ein leicht durchführbares, sehr frühzeitig - lange vor jeder Symptomausbildung - einsetzbares Nasenschleimhaut- Screening ermöglichen könnten. Zu dieser spektakulären, auch in der Tagespresse aufgriffenen Studie ist bisher aber - nach Rückfrage bei einem der Leiter, Prof. Dr. Boris Schmidt - lediglich die Pressemitteilung der TU Darmstadt greifbar.

15.11.2011 - Fachkreis Kulturpsychologie / AK Erinnerung - Psychohistorische Fachtagung zur Nazizeit

Vom 20.-22.1.2012 findet an der Akademie Hofgeismar eine Fachtagung "Das psychohistorische Erbe der Nazizeit - und seine Spuren in der Gegenwart" mit mehreren sozialpsychologischen und psychotherapeutischen Beiträgen statt (siehe Programm; Hinw. Prof.S.Preiser PolPs/Björn Käs, Stud. BGSt)

23.10.2011 - Sektion und FB Gesundheitsps - Neue Erkenntnisse zu Präventionszielen für psychische Gesundheit

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zu psychischen und neurologischen Störungen - veröffentlicht in European Neuropsychopharmacology (2011) 21, 655–679 - enthält grundlegende Aussagen nicht zuletzt zu Präventionszielen für psychische Gesundheit, also zentralen Aufgabenfeldern auch unserer Sektion.
Sie ist von hoher wissenschaftlicher Qualität: Aussagen der Studie etwa über die Prävalenz von Störungen - "anxiety disorders (14.0%), insomnia (7.0%), major depression (6.9%), somatoform (6.3%), alcohol and drug dependence (N4%), ADHD (5%) in the young, and dementia (1–30%, depending on age)" - sind weit aussagekräftiger als etwa durchgeführte Befindlichkeitserhebungen, weil sie auf der Auswertung von epidemiologischen Studien mit standardisierten Diagnosen im Sinne der international anerkannten diagnostischen Kriterien beruht und zudem Veränderungsschätzungen gegenüber einer entsprechend breit verankerten Befundlage bis zum Jahr 2005 ermöglicht.
Wir verweisen auf eine ausführlichere Pressemitteilung des BDP wie auch der Psychologischen Hochschule Berlin, an der auch Prof. Dr. Frank Jacobi lehrt (gleichzeitig an der TU Dresden) und aus Deutschland gemeinsam mit Prof. Dr.Hans-Ulrich Wittchen (Projektleitung) am Team der europäischen Studie beteiligt war.

20.10.2011 - Sektion und FB Gesundheitspsychologie - Aktuelle Publikation

Auch für spezielle betriebliche Arbeitsgebiete leisten Erkenntnisse der Psychologie wichtige Beiträge. Ein Beispiel ist die soeben in einem optischen Fachverlag erschienene Publikation
Welker, Thomas: Organisationspsychologie in der Augenoptik. Heidelberg: DOZ-Verlag, 424 Seiten, 39,90 €
Der Verfasser - Dipl.-Psychologe, Dozent für Psychologie an der Fachakademie für Augenoptik in München und für Fragen von psychischer Gesundheit, Stress und Stressprävention seit langem ein wichtiger kollegialer Ansprechpartner in unserer Sektion - vermittelt in diesem Lehr- und Lernbuch Augenoptikerinnen und Augenoptikern eine moderne, auf den Erkenntnissen der Betriebspsychologie beruhende Führungspsychologie.

19.10.2011 - FB Schriftpsychologie - Neu erschienen: SGG-Bulletin 86

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.86 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit), wieder mit vielen lesenswerten Fachinformationen, u.a. zum Deutschen Graphologentag kürzlich am 7./8. 10.2011, bei dem auch unsere Kollegin Dipl.-Psych. Renate Joos in einem Beitrag auf die Interpretationen verschiedener Graphologen von Freuds Handschrift (nicht zuletzt in einem Gutachten von Ludwig Klages zu Freuds Schrift) einging. Lesenwert: Interwies über Hans Biäsch, einem der Pioniere der Angewandten Psychologie und aktiven Förderer der Graphologie. Nachschlagenswert: Das mittlerweile umfangreiche Forschungs- und Dokumentationsarchiv der SGG.

12.10.2011 - FK Gerontopsychologie - Aktuelle Schwerpunkte: Subjektives Alter, Computernutzung

Subjektives Alter: Unter dem anschaulichen Obertitel "How old am I?" finden sich - stark expandierend - Forschungen zur Abgrenzung des "kognitiven" vom kalendarischen Lebensalter über der gesamten Lebensspanne. Neben unterschiedlichen Verfahrensentwicklungen zur Messung und der Suche nach psychologischen (motivationalen, funktionalen, sozialen) Ursachen dafür, daß sich Menschen vergleichsweise älter oder jünger fühlen, stehen praxisbezogene Themen - mit Anwendungen z.B. auf Arbeitsmotivation und auf Konsumentenentscheidungen (seit einer vielbeachteten Studie von Nancy Stephens 1991) im Mittelpunkt.

Computernutzung: Einen breit und interdisiziplinär ausgelegten Überblick zum Erkenntnisstand für die Computernutzung durch Seniorne (unter Berücksichtigung auch der - recht wenigen - Untersuchungen aus der Psychologie) gibt eine Arbeit aus Kanada (Wagner, N. u.a.(2010): Computer use by older adults: A multi-disciplinary review)

30.09.2011 - AK "Erinnerung" - Neuerscheinung über Judenretter

Der Arbeitskreis verweist auf eine überaus material- und kenntnisreiche Neuerscheinung eines Historikers und Holocaust-Überlebenden:
Lustiger, Arno: Rettungswiderstand. Über die Judenretter in Europa während der NS-Zeit. Göttingen: Wallstein 2011 (462 S., 29,90 + USt)
Das Buch beleuchtet die Zeit des Nationalsozialismus in Europa aus einer wichtigen, stark vernachlässigten Perspektive - es widmet sich der großen Zahl der allzuoft vergessenen Judenretter. Der Verfasser wie auch der Zeitgeschichtler Wolfram Wette in einem Gastbeitrag verweisen auch auf die (wenigen) einschlägigen Forschungsbeiträge der Psychologie vor allem unter dem Bemühen, Hinweise auf "eine generalisierbare Erkenntnis über die Motive und Antriebe dieser Menschen zutage zu fördern" (Wette, S.15); in Einklang mit dem Gesamtfeld der sozialpsychologischen Forschung zum prosozialen Handeln werden die Befunde (vgl. Lustig, S.37) aber vorwiegend durch situative Anlässe geprägt
In der Kommentierung von Susanne Guski-Leinwand und Rudolf Günther zu einer Rezension des Buchs (Spiegel 33/2011), die leider nicht abgedruckt wurde und daher hier nachlesbar ist, wollten wir auch an eine weitere Helferin in Not erinnern, die Berliner Psychologin Hildegard Knies, die als damals 26-jährige Studentin viele verfolgte Bürger/innen unter Lebensgefahr rettete, deren Biographie in einer akribischen Recherche der emeritierte Mannheimer Psychologe Theo Herrmann nachgezeichnet hat (veröffentlicht in: bdp-Report Psychologie 35/6, 2010, S. 276 – 283)

30.09.2011 - FB Schriftpsychologie - Wichtige Fachhinweise im neuen SGG Bulletin

Neu erschienen: SGG- Bulletin Nr.85 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft vom September 2011 (mit Download- Möglichkeit), wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen, u.a. den Hinweis auf den Deutschen Graphologentag am 7./8. Oktober 2011 in München.
Besonders erwähnt sei der Hinweis auf eine an der PHZ Luzern durchgeführte und kürzlich abgeschlossene Studie zu den - in den Schweizer Fachkreisen ebenso wie in unserem BDP-Fachbereich Schriftpsychologie kritisch verfolgten - Auswirkungen einer Basisschrift als Lernvorlage beim Schreiberwerb der Kinder.
Ausführlich besprochen sind ferner die jetzt handschriftlich zugänglichen ersten drei Hefte der Tagebücher von Erich Mühsam, die über die Jahre 1910-1924 verfasst wurden (mit freundlichem kollegialen Verweis auf die vorausgehende Mitteilung unserer BDP-Sektion, vgl. Mitt. 20.06. unten auf dieser Seite)

30.09.2011 - FB Umweltpsychologie und Sektion - Aktuelle Studie zur psychomotorischen Entwicklung

In einem aktuell bearbeiteten Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen wird untersucht, ob veränderte Nutzungsgewohnheiten von Kindern und Aktivitätsmöglichkeiten im alltäglichen Wohnumfeld die Voraussetzungen der eigenständigen Mobilität ungünstig beeinflussen. Mit breit ausgelegten bundesweiten Befragungen wird dies bezüglich der motorischen Voraussetzungen für die Radfahrausbildung am Ende der Grundschulzeit empirisch überprüft (weitere Kurzhinweise zum BAST-Projekt "Stand der Radfahrausbildung an Schulen und die motorischen Voraussetzungen bei Kindern (82.366)"} und dem fachpsychologisch ausgearbeiteten Projektansatz der Deutschen Verkehrswacht)

04.8.2011 - Sektion, Fachbereiche UP und GP - FLL- Fachbericht "Garten und Therapie"

Ein Fachbericht zu "Garten und Therapie", der von einem interdisziplinären Arbeitskreis der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) unter Beteiliung auch des BDP, der durch unsere Sektion vertreten wurde, erarbeitet wurde, ist jetzt veröffentlicht und als Download zugänglich.

01.08.2011 - FB Umweltpsychologie - Ökologische Validität für Diagnostik alltäglicher Handlungskompetenz

Mehrere Studien der klinischen Psychodiagnostik bemühen sich um neue Testentwicklungen zur Erfassung eingeschränkter alltäglicher Handlungskompetenz nach schweren Hirnoperationen. Ausgangspunkt dieser Forschungen - mit ihrem Ziel einer verbesserten "ökologschen Validität" diagnostische (und experimenteller) Untersuchungsverfahren - ist der Versuch, Einzelkomponenten der "exekutiven" Handlungssteuerung im Alltag präziser zu bescheiben, da bisher verfügbare Skalen solche Beeinträchtungen nur unzureichend erfassen. Sie greifen damit eine längst formulierte (etwa durch Egon Brunswik 1956), aber bis heute unzureichend eingelöste Kernforderung der Umweltpsychologie auf.
Links zu einigen einschlägigen Studien zum "Behavioural Assessment of the Dysexecutive Syndrome (BADS)" 2004, 2006, 2007.

16.7.2011 - Sektion und FB Gesundheitspsych. - ZEIT-Bericht über Stressmanagement

In Fachteil "Beruf" ihrer Onlineausgabe setzt sich die ZEIT am 8.7.2011 saisonentsprechend zur Urlaubsgestaltung ausführlich auch mit psychologischen Entspannungsansätzen zum Stressmanagement auseinander. Besonders freut uns dabei, daß sich in der Zusammenstellung der wichtgsten "Literatur zum Thema Stress" auch der Hinweis auf eine mittlerweile leider verstorbene Kollegin findet: "Mit der Bewältigung von Stress setzen sich auch Angelika Wagner-Link in ihrem 2009 publizierten Buch Verhaltenstraining zur Stressbewältigung ... auseinander".
Zum Download des Artikels unter dem Titel "Stress - Abschied vom Leistungsgedanken"

20.6.2011 - FB Schriftspsych. und FK Angewandte Kulturpsych.
- Erich Mühsam handschriftlich im Internet

Im Rahmen der jetzt erstmals komplett publizierten Tagebücher von Erich Mühsam - in Buchform und parallel im Internet - sind auch die riesigen Schriftproben zu seiner Handschrift zugänglich.

Darüber und über Erich Mühsam - er war Lyriker und Freigeist, ein Sonderling und Erotomane und "eine der verwegensten Gestalten der deutschen Literatur" - wird derzeit in vielen Medienbeiträgen berichtet. Er hinterließ "hinreißende Tagebücher", die auch in der Gutenbergsammlung zugänglich sind.

18.06.2011 - BDP-Fachkreis Inklusion - Innovativer Ansatz zur Alltagsmobilität bei Blindheit

Auf einen in Deutschland bisher wenig beachteten Ansatz zur Förderung der Alltagsmobilität von blinden Menschen berichtet soeben ein SPIEGEL- Beitrag "Die Fledermausmädchen" (Nr. 24, 11.6.2011, S.110-114), der sich zwar auch auf wahrnehmungspsychologische Grundlagenerkenntnisse zu Echowirkungen stützt. Im Beitrag wird aber zu recht auf fehlende empirisch- systematische Grundlagen über die Verläßlichkeit dabei erzielbarer individueller Lernleistungen oder über Möglichkeiten der Optimierung für entsprechende Trainingsmethoden hingewiesen. Praxisorientierte psychologische Forschungen könnten hier einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Inklusionschancen für Menschen mit diesen Behinderungsformen leisten. Solche Potentiale der Psychologie aufzugreifen und weiterzuentwickeln kann einen der Arbeitsschwerpunkte des geplanten Fachkreises Inklusion des Gesamtverbandes bilden.

18.06.2011 - FB Umweltpsychologie - Spektakuläre Studie über kognitive Leistungen von Babies

Kürzlich wurde in der remommierten Fachzeitschrift "Science" über eine experimentelle Studie berichtet,
durch die spektakuläre kognitive Leistungen bereits bei 12 Monate alten Babies nachgewiesen worden seien.
Den Babies wurden physikalisch mögliche und unmögliche oder unwahrscheinliche Szenen gezeigt - auf letztere blickten die Kinder länger entsprechend den Untersuchungsergebnissen, über die auch in der hiesigen Tagespresse - 78 Meldungen - berichtet wurde. Auch kurze Videopräsentationen verwendeter Episoden sind veröffentlicht. Die Untersuchungen wurden von einem internationalen Psychologenteam (Erno Téglás u.a.) aus Ungarn, USA, Italien, Frankreich, Spanien durchgeführt.

Das Ergebnis dieser Untersuchung erscheint so unerwartet, daß bei einer dringen nötigen Replikation vor allem auch methodische Störgrössen sorgfältig (v.a. in einer Doppelblind- Versuchsanordnung) kontrolliert werden sollten, die vor über 100 Jahren - durch Studien im Jahr 1904 von Oskar Pfungst - zu einem vergleichbar spektakulären Befund und damaligen Irrtum führten (an den "Klugen Hans" erinnert neuerdings wieder: Gundlach, H.: Carl Stumpf, Oskar Pfungst, der Kluge Hans und eine geglückte Vernebelungsaktion. Ps.Rundsch 57, 2006, 96-105)

18.06.2011 - Fachkreise - Kurzkommentare zu Neuerscheinungen: Jüdisches Leben in Osteuropa / Positive Psychologie

* Brandon, R., Sapper, M., Weichsel, V., Lipphardt, A. (Hg.): "Impulses für Europe. Tradition and Modernity in East European Jewery" (Z. Osteuropa 2008, 328S., 24.- EUR)
wird kurz kommentiert für den GUS- AK Erinnerung von Dr.Susanne Guski-Leinwand (siehe auch Mitt. unten vom 16.4.2011)
:
* Ehrenreich, B.: Smile or Die: Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt.
288 Seiten Kunstmann Verlag, 2010, ISBN: 3888976820 (Orog. New York 2009)
EUR 19,90, Taschenbuch für 9,90:oder Downliad 7,90
wird kurz kommentiert von Dr.Rudolf Günther

31.05.2011 - Fachbereich Schriftpsychologie - Graphologisches Bulletin

Soeben neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen ist das Graphologie- Bulletin Nr.83 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit). Aus dem Inhalt u.a. eine Erinnerung an den 100. Todestag von WILHELM DILTHEY (1833-1911) und Hinweise auf die Fachtagungen in Schwerte (s. Hinw. 18.6.2011) und auf den Deutschen Graphologentag München 7./8. Oktober 2011.

16.04.2011 - FK Angewandte Kulturpsychologie / AK Erinnerung - Wichtige Neuerscheinungen

Drei kürzlich erschienene Bücher haben vielfältige Bezüge zu Themen des Fachkreises Angewandte Kulturpsychologie / AK Erinnerung unserer Sektion und zur Sektion Politische Psychologie. Ihnen gemeinsam ist die interkulturelle und transnationale gesamteuropäische Betrachtungsperspektive.

Am häufigsten auf psychologische Facherkenntnisse verwiesen wird bei
-- Dan SANDU (Ed): European Societies in Transition. Social Development and Social Work (2009).
Der Band befaßt sich mit drei Schwerpunkten: Modelle und Strategien der Sozialarbeit (pt 1), Zivilgesellschaft und religiöse Gemeinschaften (pt 3); im zweiten Teil - auch hier kommen einige PsychologInnen, etwa aus Polen, in Beiträgen zu Wort -, der sich mit dem Konzept der Inklusion befaßt, werden (anders als bei der hierzulande eher einseitig auf schulische Teilhabe- Chancen beschränkten Diskussion) vor allem auch Schwierigkeiten und Lösungsansätze für Minderheitengruppen (und Senioren, in einem Beitrag) behandelt. Inhaltsübersicht und Download-Verweis

Zwei weitere, jeweils reich bebilderte Bände mit engen Bezügen zu Arbeitsschwerpunkten unserer Sektion; wurden von der interdisziplinären, bereits 1925 gegründeten Zeitschrift "Osteuropa" herausgegeben:

-- Sapper, M., Weichsel, V. (Hg.): Altersbilder. Kriegserinnerungen, Demographie und Altenpolitik" (Z. Osteuropa 60 / 2010, 320 S., 22,- EUR). Der Band enthält auch einen Beitrag von Dipl.Psych Andreas Kruse (und weiteren Koautoren) über "Altenpolitik als Querschnittaufgabe",
(Nachtrag 18.6.: Kurz kommentiert für den GUS- AK Erinnerung von Dr.Susanne Guski-Leinwand)

-- Brandon, R., Sapper, M., Weichsel, V., Lipphardt, A. (Hg.): "Impulses für Europe. Tradition and Modernity in East European Jewery" (Z. Osteuropa 2008, 328S., 24.- EUR)

Zu den Bänden sollen demnächst - gemeinsam mit Kollegin Dr.Guski- Leinwand für den Sektions- Arbeitskreis "Erinnerung" (der Arbeitskreis will seinen Beitrag leisten, um an politisch durch das Dritte Reiche verfolgte Fachkolleg/innen zu erinnern) - auch jeweils kurze Rezensionen auf den Weg gebracht werden.

26.04.2010 - Fachbereich Schriftpsychologie - Graphologisches Bulletin

Soeben neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen ist das Graphologie- Bulletin Nr.82 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit) erschienen. Aus dem Inhalt u.a.
- Interview mit Anwendern der Graphologie (Dr. Gilles Avolio und Dr. Suzanne Lüscher)
- einen graphologischen Beitrag zum Lied der Deutschen
- Nutzung eines neuen Internet- Suchtools, mit dem Häufigkeit der Begriffsverwendung von „Graphologie“ oder „Graphology“ seit dem Jahr 1800 ausgewertet wurde.
- eine Rezension zu einem neuen Buch über Personalauswahl und Graphologie (Dr. Michael Franz)
(sowie zwei der bekanntesten deutschen Politiker mit ihrer Unterschrift ...)

06.03.2011 - Fachkreis Gerontopsychologie - Überraschender Befund zur Alzheimererkrankung

Als eines der Highlights beim diesjährigen 177. Jahrestreffen des AAAS - einer Großveranstaltung der American Association for the Advancement of Science - wurde auch ein Beitrag der Psychologin Ellen Bialystok von der Universität in Toronto besonders gewürdigt.
Bialystok, die seit Jahren Forschungen zur Hirnleistung von zweisprachigen Kindern und Senioren durchführt, hat in einer neuen Studie 211 Alzheimer Patients mit gleicher kognitiver Leistungsfähigkeit, von denen 102 bilingual waren, 109 nicht, psychologisch untersucht und dabei festgestellt, daß bei Zweisprachigen eine durchschnittliche Verzögerung der Symptomausprägung um durchschnittlich mehr als fünf Jahre anzunehmen ist. Ihre Hypothese: Zweisprachige sind besser vor Alzheimer geschützt, weil bilinguale Menschen ständig ihr Gehirn trainieren und damit den Gedächtnisverlust im Alter verzögern.

Weitere Informationen im Annual Meeting News vom Februar 2011, dort findet sich auch ein Interview mit ihr in einer Wissenschafts- Radiosendung "Die Vorteile von Babylon". Auffällig viele und teilweise sehr kritische Leserrückmeldungen zu deutschsprachigen Pressemeldungen.

28.02.2011 - Fachkreis Angewandte Kulturpsychologie - Fortbestehende Geschlechterunterschiede bei Alltagsinteressen

Eine aktuelle Repräsentativbefragung des Allensbach-Instituts befaßt sich unter dem Titel "Typisch Frau, typisch Mann?" erneut in einem dritten Bericht zur Gespächskultur, Studie 2011, mit Kommunikationsstilen "zwischen Klischee und Wirklichkeit".

Ein wesentliches Ergebnis (vgl. Bericht, Schautafel 3, S. 4): "Langfristig keine Angleichung des Interessenspektrums von Männern und Frauen". Konstant interessieren sich Männer weitaus mehr als Frauen für Technik und entsprechend auch Technikberufe, für Wirtschaftsthemen und Politik, Frauen umgekehrt weitaus mehr als Männer für kulturelle Themen, Psychologie und Pädagogik und alles, was unmittelbar mit Menschen zu tun hat.

Die Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts, Prof. Dr. Renate Köcher, sieht hierin (in einem Namensbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 24.2.2011) auch eine wesentliche Ursache für die unverändert fortbestehenden Geschlechterunterschiede bei Berufswahlentscheidungen (vgl. zu einer aktuellen Analyse des Statistischen Bundesamtes den Hinweis vom 26.1.2010 auf dieser Seite).

Sachlich schwer nachzuvollziehen ist allerdings die in vielen Presseberichten - etwa der Ostseezeitung - zitierte Einschätzung. "Die Hartnäckigkeit, mit der sich Stereotype in Deutschland trotz der deutlich zunehmenden Bildungs- und Berufskarrieren von Frauen halten, hat selbst Köcher überrascht". Legt man die in den Sozialwissenschaften (seit Walter Littmann 1922) allgemein akzeptierte Definition von Stereotypen als (meist vereinfachenden) Bildern in unseren Köpfen zugrunde, so ergibt sich die Brisanz der Ergebnisse der neuen Allensnachstudie ebenso wie des Statistischen Bundesamtes doch gerade dadurch, daß die Vorstellungen über Geschlechterunterschiede bei Interessen und bei Berufswahlpräferenzen eine klare Realitätsverankerung aufweisen.

28.02.2011 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Raucherentwöhnung: Hirnphysiologischer Wirkungsnachweis für gesundheitsbezogene Kommunikationen?

In einer Vorabmitteilung der Fachzeitschrift "nature neuroscience" berichtet eine Forschergruppe der University of Michigan in einem Kurzbeitrag, "Self-related neural response to tailored smoking-cessation messages predicts quitting" (vgl. Text mit Anhang), daß es mit einem bildgebenden Verfahren (funktionelle Magnetresonanztomographie fMRI) gelungen sei, bei den Teilnehmer/innen an einem Raucher- entwöhnungsprogramm erfolgreiche und nicht erfolgreiche Teilnahme über einen 4-Monatszeitraum (jew. etwa 50%) prognostisch zu differenzieren, und zwar bei einer problemzentrierten Aufgabe aufgrund der Aktivierungsmuster in drei Hirnarealen (medial prefrontal cortex =mPFC and precuneus/posterior cingulate regions), die aufgrund der verfügbaren Erkenntnisse Markierbereiche für selbstbezogene Prozessteuerung bilden. Die Befunde könnten erstmals die Aussicht eröffnet, die Wirksamkeit von gesundheitsbezogenen Kommunikationen auch hirnphysiologisch genauer ui analysieren. (Gü)

26.02.2011 - Fachkreis Angewandte Kulturpsychologie - Kunstpsychologische Analyse zu Werken von A.R.Penck

Mit der aktuellen Ausstellung zu Skulpturen, Skizzen und Gemälden von A. R. Penck im Kölner Museum Ludwig befaßt sich unter der Leitfrage ‚Das gibt es nicht, und man erkennt es doch’ eine Analyse der Kollegin Gabriele Klaes-Rauch, wobei sie sich aus psychologischer Sicht (dabei Überlegungen etwa von Theodor Lipps oder dem phänomenologischen Psychologen Maurice Merleau-Ponty aufgreifend) mit dem auch in der Kunsttheorie grundlegenden Immanenz- Transzendenz- Problem der Wahrehmung besonders auseinandersetzt und in ihrerer Werkanalyse anwendet. Ihr Beitrag soll in Kurzfassung auch in Report Psychologie erscheinen (demnächst als Download auch hier auf der demnächst entstehenden Plattform zur Kulturpsychologie).

26.01.2011 - Fachkreis Angewandte Kulturpsychologie - Fortbestehende Geschlechterunterschiede bei Berufswahlentscheidungen

Mit Problemen der geschlechterbezogenen Berufsbildung setzten sich auch Psychologen und vor allem Psychologinnen in jüngerer Vergangenheit auseinander, durchaus auch aus unserer BDP- Sektion (vgl. Anhang Geschlecht_und_Beruf). Aber bereits vor jetzt genau 100 Jahren wurde vermutet, daß zunehmende berufliche Qualifizierung von Frauen insbesondere auch tiefergehende psychologische Auswirkungen haben würde, etwa von der Sozialwissenschaftlerin Lilly Hauff in einer 1911 erschienenen Arbeit, in der sie unter ausdrücklich benannten psychologischen Folgewirkungen vorhersagt, daß sich dadurch geschlechterbezogene Persönlichkeitsunterschiede vermindern würden.

Speziell zu dem Problemkreis der berufsbezogenen Geschlechterunterschiede kommt soeben jedoch eine Analyse des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage von Auswertungen des Mikrozensus zu einem sehr ernüchternden Etgebnis. "Frauen und Männer sind nach wie vor in sehr unterschiedlichen Berufen tätig. Die Berufswahl orientiert sich dabei an eher traditionellen Vorstellungen. Ein Wechsel in die jeweilige Domäne des anderen Geschlechts bleibt weiter die Ausnahme." Weitere Hinweise: Vgl. Anhang Geschlecht_und_Beruf.

Es wäre Aufgabe mehrerer psychologischer Fachrichtungen, Ursachen für Widerstände gegen die Verminderung von Geschlechterunterschieden aufzuzeigen, aber auch aussichtsreiche Interventionsansätze zu erarbeiten.

03.01.2011 - Fachbereich Umweltpsychologie - Heilmittel aus der Natur

Ärzte der Universitäts- Hautklinik in Tübingen haben kürzlich ein Verfahren entwickelt, um Verbandsmaterial mit einfachsten Mitteln - Bananenblätter, keimfrei im Schnellkochtopf gegart - zu gewinnen. Das Verfahren könnte großen Nutzwert gerade für Entwicklungsländer mit vielen offenen Feuerstellen haben. Bei der Erprobung hat sich auch eine Städte- Partnerschaft (Tübingen mit dem tansanischen Moshi) praktisch bewährt. Quelle: Regionaler Pressebericht.

01.01.2011 - Fachkreis Religionspsychologie - Anregungen zum Jahreswechsel

Der Fachkreis Religionspsychologie und Spiritualität unserer Sektion weist auf mehrere Neuigkeiten hin - vielleicht auch als Anregungen zur persönlichen Besinnung am Beginn des Neuen Jahres

Christliches Engagement ohne Feindbilder. Der in den Kinos vor Weihnachten angelaufene Film 'Von Menschen und Göttern' beschreibt des tragische Schicksal einer Gruppe französischer Trappistenmönche, die während des Algerischen Befreiungskrieges in Verantwortung und zum Schutz für die muslimische Dorfgemeinschaft im Atlasgebirge ausharren trotz der persönlichen Gefahr, der sie dann auch zum Opfer fielen. Als sozial- und kulturopsychologisch bedeutsame Botschaft veranschaulicht der Film, daß Religionen sehr wohl auch den Brückenbau zwischen unterschiedlichen Kulturen und Glaubenrichtungen - im Film zwischen Islam und Christentum - fördern können. Nähere Hinweise zu dem sehenswerten Film im Katholischen Kirchenradio.

Aktueller Themenschwerpunkt Religionspsychologie..Insgesamt ist in den letzten Jahren eine rasch ansteigende Zahl der Veröffentlichungen zur Religionspsychologie (und zu Spiritualität) zu verzeichnen. Diese zunehmende fachliche Bedeutung wurde jetzt im BDP- REPORT- "Thema des Monats" 11/2010 aufgegriffen, eingeleitet durch die Frage von Dipl.-Psychologin Astrid Bradt "Was bedeutet eigentlich „Glauben“ im psychologischen Kontext?". Unter den vielfältigen Informationsverweisen des Beitrags finden sich auch Links zu den Ausarbeitungen des Fachkreises Religionspsychologie unserer Sektion (Leitung: Maximilian Rieländer)

Spiritualität in (kultur-)psychologischer Sicht. Speziell zu diesem Thema wurde von dem Kollegen Dr. Rudolf Sponsel (Erlangen) bereits 2006 eine Analyse unter dem Titel "Spiritualität - Eine psychologische Untersuchung" im Internet vorgelegt, die ausführlich die umfangreichen Materialien zu Spiritualität der Weltkulturen (unter Verweis auf Erwin Möde (2000, Hrsg., Graz) nerücksichtigt und sich mit wichtigen psychologischen Grundfragen - Ansätzpunkte zu einer Definition von Spiritualität oder der schwierigen Abgrenzung von Spiritualität und Religion u.a. - auseinandersetzt.
Kürzlich wurden außerdem für die Fachtagung unserer Sektion (s.u., 24.10.2010 unter http://www.bdp-gus.de/aktuell.htm) in einem Poster über "Ergebnisse einer empirischen Erststudie" zu einer deutschsprachigen Spiritualitätsskala berichtet (Rudolf Günther und Anja Diez mit Gerlinde Dingerkus); danach lassen sich mit der Skala zwei Grundkomponenten spirituellen Bewußtseins erfassen.

16.12.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Studie: Schlafmangel als Schönheitskiller

Als "Christmas 2010 Research" wurde soeben im British Medical Journal eine interdisziplinär durchgeführte Studie veröffentlicht, in der schwedische und niederländische Forscher (John Axelsson u.a., "Beauty sleep: experimental study on the perceived health and attractiveness of sleep deprived people", BMJ 2010; 341:c6614) erstmals experimentell zu belegen suchen, was man schon lange - vgl. etwa Doyle AC. The case-book of Sherlock Holmes - vermutet hat: Schlafmangel ist ein Schönheitskiller - und die Effekte sind varianzstark nachweisbar. Die Veröffentlichung ist im pdf- Format frei zugänglich.

08.12.2010 - Sektion - Neue Untersuchungen zur Internetnutzung durch Kinder

Zwei neue empirische Studien, die kürzlich - offensichtlich ohne fachpsychologische Beteiligung - vorgestellt wurden, liefern ein aktuelles Blitzlicht zur Internetnutzung durch Kinder.

- In einer Untersuchung "EU Kids Online II" wurden europaweit 23.420 repräsentativ ausgewählte Kinder im Alter von neun bis 16 Jahren, die das Internet nutzen, sowie je ein Elternteil im Frühjahr/Sommer 2010 in 25 europäischen Ländern befragt. Die vorliegende Auswertung bezieht sich auf 23 Länder. Kinder in Deutschland belegen danach bei den meisten Kenngrößen zur Nutzungshäufigkeit im europäischen Vergleich einen Mittelplatz. Der Bericht des Forschungsverbundes "EU Kids Online", koordiniert von Prof. Dr. Sonia Livingstone (London School of Economics and Political Science, LSE) mit dem Titel "Risiken im Internet - Erste Befunde einer empirischen Untersuchung zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen. Überblick über europäische Ergebnisse und ausgewählte Befunde für Deutschland" findet sich in Langfassung (127 S.) und als Zusammenfassung.(8 S.).

- Im Auftrag von BITKOM wurden durch das Marktforschungsinstitut Forsa 500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren zur schulischen und privaten Internetnutzung bundesweit befragt (BITKOM ist Interessenverband der IT-, Telekommunikations- und Neue-Medien-Branche und vertritt mehr als 1.350 Unternehmen). Danach nutzen in Deutschland derzeit 43 Prozent aller Schüler den PC im Unterricht selten oder nie, lediglich 15 Prozent aller Schüler nutzen den Computer täglich in der Schule, 41 Prozent mindestens einmal pro Woche. Aber 99 Prozent aller Jugendlichen nutzen privat das Internet, regelmäßig Hausaufgaben am PC machen drei Viertel aller Schüler. 92 Prozent der Schüler sagen, dass neue Medien Schulstunden interessanter machen und 79 Prozent, dass sie zum besseren Verständnis der Lehrinhalte beitragen. Gleichzeitig sagen zwei Drittel der Schüler, dass ihre Lehrer besser für die Verwendung neuer Medien im Unterricht geschult werden sollten.
Unter der Forderung "Ende der Kreidezeit in Schulen" finden sich einige Ergebnisaufbereitungen zu der Befragung.

07.12.2010 - Sektion und Fachbereich Gesundheitspsychologie - Stellungnahme von Julia Scharnhorst zu Gesundheit am Arbeitsplatz in der FAZ

Für die FAZ-Beilage „Gesundheit und Arbeit“, die am 30. November erschienen ist, hat Julia Scharnhorst - nach Kooperation mit der Pressestelle des BDP - in einem ausführlichen Namensbeitrag für unsere Sektion unter der Überschrift „Höhere Produktivität nicht um jeden Preis“ zu psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz Stellung genommen und auf den einschlägigen BDP-Bericht 2008 (mit Beiträgen u.a. von ihr und von BDP-Mitglied Dr. Thomas Rigotti von der Universität Leipzig) verwiesen. Hier sind Links zu dem Artikel von Julia Scharnhorst und zu dem BDP-Bericht Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.

06.12.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Durch Umweltbetrachtung ausgelöste Immunreaktion entdeckt

Der Anblick von Kranken auf Fotos genügt, um unser Immunsystem zu aktivieren. Dies ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten experimentellen Studie, die ein kanadisches Psychologenteam der University of British Columbia durchführte (Schaller, M. et al.: Mere Visual Perception of Others' Disease Symptoms Facilitates a More Aggressive Immune Response. Psychological Science 21, 2010, 649-652) durchführte.

Untersucht wurden drei Experimentalgruppen, die Fotos von Möbeln, abstoßende Fotografien von aggressiven Menschen und Bilder von unterschiedlich schwer erkrankten Patienten (vom Schnupfengeplagten bis zu solchen, die von Pocken befallen sind) betrachteten (insgesamt N=28).

Parallel nahmen die Forscher Blutproben, fügten diesen Bakterien hinzu und maßen die Immunantwort anhand der Konzentration des Botenstoffes Interleukin-6 (Indikator für verschiedene Immunprozesse zur Regulierung von Entzündungsreaktionen). Hauptergebnis: Nach Betrachten der Krankheitsfotos stieg der Interleukin-6-Spiegel im Blut um mehr als 20 Prozent an, nicht aber bei der subjektiv gestressteren Vergleichsgruppe, die Gewaltfotos betrachtet hatten.

Der Befund wird von den Autoren vor allem im Kontext der modernen psychologischen Stress- (und Gesundheits-) Forschung diskutiert. Er kann aber zudem auch als eine Beleg für die somatische Verankerung des vor mehr als 100 Jahren von William James in die Psychologie eingeführten, nach dem englischen Physiologen W.B.Carpenter (1813-1885) benannten Carpenter- Effektes angesehen werden, der den Psycholog/innen in Deutschland seit den 50er Jahren als "Ideo- Real- Gesetz" von Willy Hellpach bekannt ist.

19.11.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Umwelt- oder Kulturpsychologie? Neue Kontroverse über Abschaffung der Glühbirne

Die kontroverse Diskussion zur Abschaffung der Glühbirne - seit 2009 scheinbar endgültig entschieden - ist aufgrund eines Marketing- Tricks als "Wärmebirne" mit alter Schärfe wieder entbrannt.
In unserer fachlichen Einschätzung ist diese Kontroverse zu einem zentralen Anteil psychologisch begründet, führt aber auch in unserer eigenen Disziplin auf zwei ganz unterschiedliche Begründungszusammenhänge.
Aus umweltpsychologischer Perspektive wird auf veränderte Wahrnehmung der Lichtqualität herkömmlicher Glühlampen gegenüber dem "kälteren" Leuchtspektrum der Sparlampen verwiesen und deren ungünstigere ästhetische Eindruckswirkungen, aber darüber hinaus auch auf dadurch verursachte Kälte der wahrgenommenen Raumtemperatur - mit erhöhten Heizungswerten, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen (und dadurch möglichweise sogar negativer Energie- Sparbilanz !).
Eine gänzlich andere Erklärung ergibt sich aus kulturpsychologischer Sicht - hier ist die Abschaffung der vertrauten Glühbirne und die verminderte Qualität von Räumen, die durch Sparlampen beleuchtet werden, vorrangig durch die erlebte (Zer-) Störung einer hoch vertrauten Ausformung der Alltagskutlur zu erklären.
Jedenfalls sollte sich eine intensivere "Beleuchtung" der Kontroverswe und ihrer psychologischen Ursachen wirklich lohnen! Weitere Informationen zur Diskussion, seit der Verordnung 2009, heute eher pro Wärmebirne und klar Kontra..

15.11.2010 - Fachkreis Gerontopsychologie - Vereinbarkeit von Beruf/ Studium mit Pflege eines Angehörigen

Hilfreiche Praxisinformationen zur Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und der Pflege eines Angehörigen (eldercare):geben gemeinsam die Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Universitätsklinikum Erlangen und der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften Nürnberg heraus zu den Themen
- Anspruchsberechtigungen, Pflegestufen, Leistungen der Pflegeversicherung, Patientenverfügung, zentrale Pflegeberatungsstellen und einen Notfallplan für den akuten Pflegefall mit
- Materialien zum Thema Krankheitsbilder im Alter, bei denen es um Demenzerkrankungen, Schlaganfall und Sucht im Alter geht, sowie(aber natürlich beschränkt auf die Region) und mit Hinweisen zu Hilfsangeboten und Kooperationen bei ambulanten, teilstationären und stationären Diensten, außerdem zu sonstigen Hilfen wie Essen auf Rädern, Hausnotruf, Hilfsmittelservice, Fahrdienst und hilfreicher Literatur.

19.10.2010 - Sektion und Fachbereich Umweltpsychologie - Erinnerung an Werner Deutsch

Vor wenigen Tagen ist Prof. Dr. Werner Deutsch (1947- 2010), Ordinarius an der Technischen Universität Braunschweig, plötzlich verstorben.
Nicht zuletzt an das große musik- und kulturpsychologische Engagement von Werner Deutsch (er war auch ausgebildeter und aktiver Tenor) und an seine fachgeschichtlichen Interessen (etwa über William Stern)
soll hier mit den fein gewählten Worten seines Lebenspartners Werner Steinecke erinnert werden.
"Nun merk' ich erst, wie müd' ich bin,
Da ich zur Ruh' mich lege:
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirtbarem Wege" (Text von Wilhelm Müller zu 10. Rast in Franz Schubert, Winterreise)
Auch zum Gedenken an den mit unserer Sektion eng und langzeitig verbundenen Heiner Erke durften wir auf die schönen Formulierungen von Werner Deutsch zurückgreifen.

04.10.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Methodische Anstöße für die Umweltpsychologie

Natürlich werden Beziehungen zwischen Umwelt und Verhalten in vielen verschiedenen Fachdisziplinen bearbeitet. Genannt seien drei kürzlich veröffentlichte Diskussionsansätze, teilweise auch empirisch unterlegt, die auch für die (anwendungsorientierte) ökologisch- psychologische Forschung Beachtung verdienen. Zwei der Beispiele finden sich bei dem Kongreß über Gesunde Städte, der kürzlich (12./13.7.2010 ) in Brisbane/ Australien - offensichtlich ohne umweltpsychologische Beiträge - stattfand.

Menschen und Plätze im zeitlichen Längsschnitt. In ihrem Beitrag "Understanding the relationships between people, places and health over time" verweisen D.Marshall und R.Bush (Ipswich/Queensland) auf eine auch in der umwltpsychologischen Forschung wichtige methodische Lücke. Um etwa die empirisch in Querschnittstudien klar belegte statistische Beziehung zwischen Personmerkmalen (etwa Bildungsniveau) und Gesundheitsstatus kausal transparenter zu machen, sollten Verhaltensindikatoren die Nutzung und zeitliche Nutzungsänderungen von Plätzen explizit berücksichtigen - solche Studien im Längsschnittdesign fehlten bislang aber weitestgehend (Healthy Cities- Tagungsband 2010, S. 159 f.).

Kinderfreundliches Design: Ebenfalls bei dieser Tagung geben Debra Langridge und G.Woolcock - allerdings ausschließlich unter Perspektive der prozessbezogenen Praxiserprobung - einen Erfahrungsbericht über ein Healthy- Cities- Project aus Illawarra (Austr.) "Child Friendly by Design (CFbD)" (Healthy Cities- Tagungsband 2010, S. 37), in dem bei kommunalen Planungsprozessen zur Erhöhung der Kinderfreundlichkeit die Umweltwahrnehmung und -bewertung aus Kinderperspektive methodisch konsequent verfolgt wird. Es wäre sicherlich lohnenswert, entsprechende Ansätze vergleichend mit den Planungsprozessen und -ergebnissen erwachsener Exper/innen gegenüberzustellen.

Suchverhalten von Kindern: In einem ganz anderen Veröffentlichungskontext, der Zeitschrift "Physica A", die Forschungen aus dem Gebiet der statistischen Mechanik und ihren Anwendungen veröffentlicht und innerhalb der (Umwelt-) Psychologie kaum rezipiert ist, findet sich eine neue, für Psychologen durchaus beachtenswerte experimentelle Studie, "An experimental and theoretical model of children’s search behavior in relation to target conspicuity and spatial distribution" (Volume 389, 22, 5163 - 5172), Dabei untersuchten M.F.Rosettia, L.Pacheco-Cobosb und Kollegen das spontane Suchverhalten von Kindern in Abhängigkeit der Objektsichtbarkeit und weiteren Umfeldbedingungen quantitativ unter Nutzung von GPS- Messungen und entwickelten zur Verhaltensvorhersage ein Modell, das auf die Wirksamkeit von Planungs- und Gedächtnisprozessen verzichtet (Abstr.).

29.09.2010 - Fachbereich Schriftpsychologie - Sonderveröffentlichung der Schweizer Schriftpsychologie

Die Schweizer Graphologische Gesellschaft SGG feiert ihr 60jähriges Bestehen. Der Schweizerische Berufsverband für Angewandte Psychologie SBAP gibt deshalb eine Sondernummer "Punktum Schriftpsychologie", Oktober 2010, 44 S., heraus. Das sehr lesenswerte Heft enthält - zusätzlich zu einem Überblick über die Geschichte der Schweizerische Graphologische Gesellschaft und über aktuelle Praxisthemen, etwa zur Ausbildung und Beratung - ein breites Spektrum an Beiträgen zur Forschung, zu graphologischen Anwendungsgebieten - zum Beispiel über Handschriftanalyse in der Medizin - und nicht zuletzt auch ein Editorial "Schrift ist Kunst" sowie mehrere Artikel zu Kunst und Geschichte (Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek in Zürich, Handschriften in Kunst und Werbung, Historische Handschriften).
Wie unsere SGG- Kollegin Dr. Marie Anne Nauer mitteilt, ist die Sondernummer Punktum Schriftpsychologie demnächst elektronisch abrufbar, ebenso das Programm der SGG- Fachtagung aus Anlass des 60jährigen Bestehens am 28.Oktober 2010

09.09.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Neue Studie: Bewegungsabläufe eines guten Tänzers

Bewegungsabläufe, die zum Eindruck eines "schlechten" oder "guten" Tänzers führen; wurden in einer soeben veröffentlichte Studie eines interdisziplinären englisch- deutschen Forschungsteams analysiert, die Ergebnisse könnten gesundheits-, aber auch kulturpsychologisch hilfreich sein. Die Urteile von 37 Beobachterinnen lassen sich dabei recht genau durch bestimmte Momente des Bewegungsablaufes (vor allem von Rumpf-, Hals- und Kniebewegungen) vorhersagen. Daß über die Untersuchungsergebnisse und ihre Interpretation durch den beteiligten englischen Psychologen ausführlich in vielen Tagesmedien berichtet wird, dürfte auch auf die umfangreiche elektronische Aufbereitung (etwa in mehreren Videovlips aus der Studie) zurückgehen. Abstract der Studie ("Male dance moves that catch a woman's eye" von Neave, McCarty, Freynik, Caplan, Hönekopp and Fink) in der aktuellen Ausgabe von Biological letters 2010.

04.08.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Pressebeitrag zu Natur und Lebensqualität

In der neuen Ausgabe der Fernsehzeitschrift "HörZu" Nr. 31 vom 30.7.2010 stützt sich der Titelbeitrag "Warum uns die Natur glücklich macht - So verzaubern uns Berge und Meer" (reich bebildert, S. 6-9) auf mehrere Fachbeiträge aus der Umweltpsychologie, darunter aus unserer Sektion von Rudolf Günther.
Der Artikel kann auch elektronisch gelesen werden auf der HörZu-Verlagsseite.

17.07.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Themenschwerpunkt Klimawandel

"Herausforderung Klimawandel - Potenziale und Grenzen von Gesundheitsvorsorge und Anpassung jenseits physikalisch orientierter Klimaforschung" ist das Schwerpunktthema des Heftes 2/2010 von "Verhaltenstherapie und Psychosoziale Praxis (VPP)" des DGVT- Verlages mit 8 Einzelbeiträgen (zusammen ca. 100 Seiten; Gesamtheft 15 EUR). Für die Arbeitsschwerpunkte unseres BDP- Fachbereichs von besonderem Interesse ist ein Beitrag von Dr.Heike Köckler am Center for Environmental Systems Research der Universität Kassel, in dem sie einen wirklich guten Überblick über Grünflächen als Potenzial für Gesundheit, zur Anpassung an Klimawandel und als Instrument der Stadtplanung gibt (S.363-375).

01.06.2010 - Sektion - Psychologische Erklärungsmöglichkeiten für den Rücktritt von Horst Köhler

Psychologische Erklärungsmöglichkeiten zum Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler, der Deutschland entsetzt hat, gibt Thomas Kliche von der Universität Hamburg, Diplompsychologe und langjähriger Vorsitzender der BDP- Sektion Politische Psychologie, in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Er kommt dabei zu der Einschätzung, daß Köhler sich nicht in einer Art Kuirzschlußhandlung entschieden hat, er werde den Schritt im Nachhinein auch voraussichtlich nicht bereuen. Hier finden Sie den Interviewtext im Kölner Stadtanzeiger.vom 1.6.2010

18.05.2010 - Fachbereiche Gesundheits- und Umweltpsychologie - Aktuelles zur Handystrahlung

Keine entscheidende Klärung zu möglichen Gesundheitsrisiken erbringt die bislang größte Fall-Kontrollstudie zur Handystrahlung, die soeben von der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf veröffentlicht wurde. Sie stützt sich weitgehend auf Interviews von 2708 Menschen mit Gliomen sowie 2409 Menschen mit Meningiom, den häufigsten Gehirntumoren. Zudem wurden 7658 Kontrollpersonen in 13 Ländern befragt. Dabei wurde zwar kein erhöhtes Krebsrisiko für Durchschnittsnutzer gezeigt, es sei jedoch nicht auszuschließen, dass extrem langes Telefonieren mit mobilen Telefonen das Tumorrisiko fördere. Abstract der Studie "The INTERPHONE Study Group: Brain tumour risk in relation to mobile telephone use: results of the INTERPHONE international case–control study" im Int. J. Epidemiol.

Aufsehen hat eine weitere Studie (Journal of Alzheimer's Disease 19, 2009) hervorgerufen, wonach Handystrahlen in einem US-Labor bei Mäusen Alzheimer verhindert haben - und bei bereits erkrankten Tieren das Hirnleiden gelindert. Bei gesunden Mäusen verbesserte die Strahlung zudem das Erinnerungsvermögen.

18.05.2010 - Fachkreis Gerontopsychologie - Faltblatt "Praktische Vorschläge zum gesunden Altern"

Druckfrisch greifbar ist jetzt ein neues Faltblatt des Gerontopsychologie-Fachkreises im BDP mit dem Titel "Praktische Vorschläge zum gesunden Altern aus Sicht der Gerontopsychologie". Es lässt sich bei der Sektion GUS im BDP bestellen (E-Mail an: mailto:Dr.R.Guenther@t-online.de) und steht zum Download bereit, ebenso das Faltblatt "Gerontopsychologie", von http://www.bdp-gus.de/gus/gerontops.htm

26.04.2010 - Fachbereich Schriftpsychologie - Aktuelle graphologische Beiträge

Am 13.4.2010 referierte in Altenkirchen Helmut Vollmer, Diplompsychologe und langjähriges BDP- Mitglied, der seine Graphologie- Fachausbildung zu wesentlichen Anteilen bei der langjährigen Vorsitzenden der (damaligen) BDP- Sektion Schriftpsychologie, Dr.Maria Paul-Mengelberg, erhielt, in einem Fachvortrag über "Handschrift und Persönlichkeit"..

In ihrer Pressemitteilung weist die Katholischen Akademie Schwerte darauf hin, daß vom 16. bis 20. August 2010 wieder die Fachtung 2010 „Handschrift und Persönlichkeit“ stattfindet, sie steht in diesem Jahr unter dem Rahmenthema "Nähe und Distanz" und wird wiederum mit mehreren Referatbeiträgen von Renate Joos und Hartwig Wennemar aus dem Fachbereich Schriftpsychologie unserer Sektion aktiv mitgestaltet.

Neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten Fachinformationen ist soeben das Graphologie- Bulletin Nr.78. der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit).erschienen.

07.04.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Repräsentativbefragung zu Alpträumen

Die meisten empirischen Studien zu Alpträumen (Definition z.B. gem. DSM-VI) beruhen auf kleinen klinischen Stichproben. Über die Ergebnisse einer Repräsentativbefragung (n=2019 deutsche Erwachsene über 14 Jahren) berichtet jetzt der Psychologe Michael Schredl (Schlaflabor des Zentralinstituts fur Seelische Gesundheit, Mannheim) in der neuen Ausgabe der European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience (Online 2010, hier das Abstract). Sein Beitrag "Nightmare frequency and nightmare topics in a representative German sample" behandelt insbesondere den epidemiologisch - etwa in Hinblick auf Schlafstörungen - relevanten Verbreitungsgrad und die inhaltlichen Schwerpunkte von Alpträumen sowie deren psychologische Erklärungsmöglichkeiten.

25.03.2010 - Fachkreis Gerontopsychologie - Neue Studie zur Lernmotivation von Senioren

Das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg (Projektleitung Prof. Dr. Andreas Kruse) und das Institut der deutschen Wirtschaft haben - mit Förderung der Robert Bosch Stiftung - eine praxisorientierte Untersuchung zur "Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit und Motivation älterer Arbeitnehmer" (ELMA) durchgeführt, die auf differenzierten Messungen zur lerngestützen Veränderung der körperlichen und der kognitiven Leistungsfähigkeit, des gesundheitsbezogenen Wissens und Verhaltens sowie des Altersbildes innerhalb des Unternehmens bei 200 Teilnehmern beruht.
Wesentliche Ergebnisse der durchgeführten Studie - mit insgesamt sehr ermutigenden Hinweisen auf die Lernfähigkeit und -motivation älterer Arbeitnehmer - wurden am 24. März 2010 im Haus der Wirtschaft, Stuttgart, vorgestellt.
Zugänglich sind auch Informationen über den Gesamtrahmen des Projekt ELMA , ein abschließender Bericht liegt momentan noch nicht vor.

18.03.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Interview zu "Frühling" in Deutschlandradio Kultur

"Wie steigende Temperaturen die Alltagskultur verändern: Gespräch mit Rudolf Günther, Leiter des Fachbereichs Umweltpsychologie im Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen".
So wurde in der Programmankündigung von Deutschlandradio Kultur für den 18.03.2010 auf ein recht ausführliches Interview hingewiesen, in dem wesentliche psychologische Perspektiven dargestellt werden konnten. Das Interview kann angehört, als Text- Transkription oder als Streaming downgeloaded werden (knapp 8 min, 3,7 mb) von unter 14.(Wie steigende Temperaturen die Alltagskultur verändern)

12.03.2010 - Fachbereich Gesundheits- und FB Gerontopsychologie - Neue Erkenntnisse der Alzheimerforschung

Einer Gruppe von Biochemikern des Leibniz-Instituts für Altersforschung (Fritz-Lipmann-Institut in Jena) ist möglicherweise ein wichtiger Schritt für die Aufklärung der Entstehung der Alzheimer - Erkrankung gelungen.
Sie konnten in einer soeben veröffentlichten Studie mit der Proteinkristallographie die dreidimensionale Teilstruktur eines Amyloid-Vorläuferproteins (APP) sichtbar machen, wobei Spaltprodukte dieses Proteins Alzheimer auslösen können, APP erfüllt aber auch wichtige biologische Funktionen.
Quelle: Structure and biochemical analysis of the heparin-induced E1 dimer of the amyloid precursor pro-tein (Sven O. Dahms, Sandra Höfgen u.a.). Abstr PNAS, published online before print March 8, 2010, doi:10.1073/pnas.0911326107. Umfangreiche Zusatzinformatuionen kostenfrei zugänglich unter:
http://www.pnas.org/content/suppl/2010/03/08/0911326107.DCSupplemental/pnas.0911326107_SI.pdf
(Hinw. Th.Welker)

06.03.2010 - Sektion - Neuerscheinung "Karriere und Lebensglück"

Demnächst erscheint: con Werner Gross: "... aber nicht um jeden Preis - Karriere und Lebensglück". 220 Seiten: Kreuz - Verlag. ISBN 978-3-7831-3436-0, EUR 17,95
Der Offenbacher Psychologe Werner Gross ist nicht allein langjähriger Leiter des Fachkreises Religionspsychologie unserer Sektion, sondern auch als Psychotherapeut, Coach und Unternehmensberater spezialisiert auf berufliches Krisenmanagement; er zeigt in dem Band, wie wir neues Gleichgewicht finden können.

16.02.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Einstellungen zu ganzheitlichen Heilverfahren

Gesundheitsbezogene Überzeugungen wie auch Einstellungen gegenüber traditionellen oder alternativen Heilungsverfahren können einen nicht erheblichen Einfluß auf Krankheits- und Gesundungsverläufe haben. Diese Einschätzung wird nicht allein in der Gesundheitspsychologie und ihrem bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell, sondern zunehmend auch in den vielen medizinischen Fachgebieten akzeptiert. Daher nehmen die Bemühungen zu, Einstellungen gegenüber ganzheitlichen - komplementären und/oder alternativen - Heilverfahren näher zu analysieren (so in einer Studie von Bishop FL, Yardley L, Lewith GT im J Health Psychol. 12, 2007) und einer präziseren Messung zugänglich zu machen; ein rasch durchführbares, methodisch sauber konstruiertes Meßverfahren von Paula Kersten, P. J. White, A. Tennant wurde kürzlich in der Zeitschrift Evidence-based Complementary and Alternative Medicine 6, 2009 veröffentlicht. Eine entsprechende Skala für den deutschsprachigen Bereich zu entwickeln, wäre dringend wünschenswert.

15.02.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Grenzen für "positives Denken"

Eine popilärpsychologische Binsenweisheit lautet "Positiv denken". Für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl kann dieses Motto aber nach hinten losgehen und erst recht negative Gedanken nach sich ziehen.
Dies erbrachte eine experimentelle Studie, die eine Gruppe von Psycholog/innen (Joanne V. Wood, W.Q. Elaine Perunovic, John W. Lee) durchführte; sie wurde kürzlich im Fachjournal "Psychological Science" 20, 2009 veröffentlicht.

14.02.2010 - Fachbereich Schriftpsychologie - Psychologische Studien zur Raumsymbolik

Fragen der Raumsymbolik - etwa zur Links-Rechts-Problematik - zählen zu den klassischen schriftpsychologischen Deutungskategorien. Mit der Links-Rechts-Bedeutungsasymmetrie befaßten sich auch ältere kunstpsychologische Arbeiten - etwa des Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1928), der ursprünglich mit einer Arbeit aus der Architekturpsychologie promovierte oder von Mercedes Gaffron (1950) -, aber durchaus auch die Gestaltpsychologen Wilfgang Metzger (1975) oder Rudolf Arnheim (1978). Da Bedeutungsasymmetrien zwischen Rechts und Links auch in Studien mit arabischen Kindern belegbar scheinen, läßt sich das Phänomen schwerlich auf Gewohnheiten der Schreib- und Leserichtung reduzieren (darauf verwies Hans- Joachim Hufschmidt 1983). Diese in der heutigen Psychologie nur noch selten zitierten Arbeiten behalten indes ihren Stellenwert in der Kunstgeschichte, wie eine Göttinger Dissertation von HeaYean Rosenhauer-Song "Studien zur Komposition in ausgewählten Werken Rembrandts unter besonderer Berücksichtigung der Links-Rechts-Problematik" (1999) deutlich macht.

27.01.2010 - Fachbereich Umweltpsychologie - Spuren: Eine Erinnerung auch an Heiner Erke

An die Generation 40+ oder so wendet sich Heiko Ernst - Diplompsychologe, Chefredakteur von "Psychologie heute" und Verfasser vieler lesenswerter Bücher - in einem neuen Band (Heiko Ernst: Weitergeben! Anstiftung zum kreativen Leben. Hoffmann und Campe 2008, geb. 19,95) mit den Fragen "Welche Spuren will ich hinterlassen? Was ist der Sinn meines Lebens? Wie ist es mit der Zukunnft der Nachgeborenen? Wie soll man sich an mich erinnern?"
Zur Einführung eines Kapitels "Über die Einführung in die Unsternlichkeit" (S.137 f.) stellt der Autor eine für viele aller Fachkolleg/innen (durchaus nicht nur aus dem Akademia- Ghetto) durchaus realistische Frage: "Welche Spuren hinterlassen Psychologen ...?" Er verweist dabei auf eine ungewöhnliche Antwort, die uns das Lebenswerk eines Kollegen bietet, der mit unserem Fachgebiet der Umweltpsychologie über Jahrzehnte auf das engste sehr freundschaftlich verbunden war, nämlich die Spuren, die das Werk des Braunschweiger Psychologen Prof. Dr. Heiner Erke hinterlassen hat, der am 17.2.2007 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Wir erinnern gern wieder an Heiner Erke, der durch Wolfgang Metzger in Münster die gestaltpsychologische Prägung seines Denkens bekam "in der Tradition dieser genuin deutschen Psychologenschule" (Ernst, a.a.O., S.138), mit dem schönen Zitat aus dem Nachruf von Prof. Werner Deutsch (nachzulesen.in unserer Erinnerung an Heiner Erke).

26.01.2010 - Sektion mit FB Gesundheitspsychologie - Weitere psychologische Studie zu Mädchen und Mathematik

Fast zeitgleich mit einer umfangreichen Meta- Analyse über mathematisch- naturwissenschaftlichen Leistungsinterschiede von Müädchen und Jungen (vgl. Mitteilung vom 10.1.10 hier auf der Seite)
stößt eine weitere Studie auf eine möglicherweise wichtige psychologische Ursache: Grundschullehrerinnen, die selbst schwach in Mathematik sind, impfen ihren Schülerinnen die Angst vor dem Fach ein. An Jungen geben sie ihre Schwäche dagegen nicht weiter. Vor allem aber reichte ein einziges Schuljahr unter dem Einfluss dieser Pädagoginnen, um Mädchen in der Klasse den Irrglauben zu vermitteln, dass sie von Natur aus schlechter im Rechnen und besser im Lesen sind. Das haben Sian L. Beilock und Kolleg/innen des Department für Psychologie und Pädagogik der Universität von Chicago festgestellt, die soeben in "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) unter dem Titel "Female Teachers’ Math Anxiety Affects Girls’ Math Achievement" veröffentlicht wurde.

26.01.2001 - Sektion - Alkoholabhängigkeit als gesellschaftliches Sicherheitsproblem

Unter "Verkehrsgerichtstag beschäftigt sich mit «Idiotentest»" oder ähnlichem Titel als Aufmacher wird heute in vielen Tageszeitungen über den 48. Deutschen Verkehrsgerichtstag berichtet, der jetzt - vom 27. bis 29. Januar - mit rund 1500 Experten in Goslar stattfindet.

Einer der Experten, die in dem Fachkreis zu dieser Diskussion über die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) gehört werden, ist Wolfgang Schubert (Dekra), ein verkehrspsychologischer Fachkollege. Er wird sich nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" für obligatorische Lebertests aussprechen: Begründung: Von den rund 100 000 medizinisch-psychologischen Untersuchungen, die 2008 durchgeführt wurden, waren nach Mitteilung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) über die Hälfte durch Alkoholauffälligkeiten im Straßenverkehr veranlaßt. Quelle: Pressemitteilung zB. Deutscher Depeschendienst ddp

26.01.2010 - Fachkreis Gerontopsychologie - Weitere Studie belegt verminderte Tinnitusbeschwerden durch Musik

Unter dem Titel "Listening to tailor-made notched music reduces tinnitus loudness and tinnitus-related auditory cortex activity" berichtet ein deutsch- amerikanisches Forschungsteam über die systematische Beschwerdeverminderung bei Tinnmituspatienten durch Musik gegenüber einer Vergleichsgruppe. Offenbar verfügen diese therapeutische Interventionen, die jetzt mehrfach erfolgreich untersucht wurden (vgl. z.B. unser Hinweis auf dieser Seite vom 13.02.2009) offenbar übere eine robuste Wirksamkeit, selbst wenn an ihrer praktischen Durchführung musikpsychologische Fachleute nicht (mehr) beteiligt sind, doch bleibt erhebliche Skepsis bezüglich der Sicherung und Weiterentwicklung der fachlichen Qualität unter solchen Voraussetzungen. Die Studie ist ebenfalls in den PNAS veröffentlicht.

17.01.2010 - Sektion - Neuerscheinung zum Gleichgewichtssin

Neu erschienen ist: RAINER SCHÖNHAMMER (HG.) Körper, Dinge und Bewegung. Der Gleichgewichtssinn in materieller Kultur und Ästhetik. facultas.wuv 2009. 285 Seiten, broschiert. ISBN 978-3-7089-0460-3 - EUR 24,90 (D), EUR 25,60 (A), sFr 44.-

Der Band fasziniert durch das vielfältige Spektrum der Einzel- Fachwissenschaften, die den gemeinsamen Gegenstand der Gleichgewichtserfahrung aus unterschiedlichsten Perpektiven erhellen (neben der Psychologie Architektur und Design, Medizin, Sportwissenschaft, Kunst- und Kulturwissenschaft u.a.); die Vielzahl der beschriebenen Alltagsprodukte und alltäglichen Lebensausschnitte, deren Gestaltungsideen sich auf die Sinneserfahrung des Gleichgewichts und seiner Labilität oder Bedrohung - als Balance, Schweben und Fliegen über Schwindel bis hin zu traumatischen Fallens-Ängsten - ist nicht zuletzt auch eine Fundgrube für die angewandte Gesundheits-, Umwelt- oder Gerontopsychologie.Der Band ist das Errgebnis einer Fachtagung der Gesellschaft für Kulturpsychologie an der Hochschule für Kunst und Design in Halle (vgl. Mitt. 14.09.2007 hier auf der Internetseite). Nähere Informationen unter http://facultas.wuv.at oder in unserer Rezension Gleichgewichtssinn.

16.01.2010 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Auszeichnung zu Kommunikationsmöglichkeiten für Schwerstgelähmte

Niels Birbaumer, Tübingen, erhielt kürzlich eine (weitere) hohe Auszeichnung als "Fellow" der Section Psychology der Wissenschaftsgesellschaft Association for the Advancement of Science (AAAS) für seine herausragende Forschung an Gehirn-Computer-Schnittstellen. Prof. Dr. Birbaumer arbeitet mit gelähmten Menschen, deren Hirnströme per Elektroenzephalogramm (EEG) auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Durch Training können die Probanden lernen, ihre Hirnströme zu kontrollieren. Mithilfe dieser Steuerung eröffnen sich über Hirn-Computer-Schnittstellen neue Kommunikationsmöglichkeiten für Schwerstgelähmte. Diese Forschungen sind unmittelbar bedeutsam für Arbeitsschwerpunkte unserer Sektion im Bereich der Gerontopsychologie und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

10.01.2010 - Sektion mit Untergliederungen - Aktuelles aus Forschung und Praxis

Mädchen und Mathematik (FB Gesundheitspsychologie):
"Worldwide Study Finds Few Gender Differences in Math Abilities" - In einer aktuellen Pressemitteilung verweist die American Psychological Association (APA) dazu auf die Ergebnisse einer umfangreichen Meta- Analyse. Die Studie stützt sich auf eine sehr große Datenstichprobe des International Student Assessment und - dem mathematisch- naturwissenschaftlichen Pendant zum PISA- Ansatz mit 493,495 Student/innen im Alter von 14-16 Jahren aus 69 Ländern.
Die Studie findet sich in der neuen Ausgabe des Psychological Bulletin, Vol. 136, No. 1 - freigegeben auch als Download - unter Cross-National Patterns of Gender Differences in Mathematics (Autorinnen: M. Else-Quest u.a.)

Pillenmix als Gefahr für Senioren (FK Geronopsychologie):
Nach einer Studie der Universität Bochum nimmt im Schnitt nimmt jeder Patient ab 70 Jahren sechs Medikamente täglich ein. Das ergab eine Studie der Universotät Bochum, für die rund 2500 Patienten befragt wurden. Dadurch kann ein gefährlicher Pillenmix für ältere Menschen entstehen. Die dortigen Gerontomediziner verweisen dazu vor allem auf Wechselwirkungen, über die man kaum Kenntnisse habe. Die Forscher haben daher eine Liste von häufig verordneten Arzneien erstellt, die Ältere besser nicht oder nur unter Vorbehalt nehmen. Darin werden auch Alternativen zu solchen Medikamenten angegeben. Liste erhältlich über Prof. Hans-Joachim Trampisch, Ruhr-Universität Bochum

Angstlöschung durch Verhaltentherapie (FB Gesundheitspsychologiie):
Angst ist mit abgewandelter Verhaltentherapie bekämpfbar. Dies hat kürzlich
eine Psychologengruppe der New York Universität experimentell nachgewiesen.
Daß mit der neuen Methode auch krankhafte Angststörungen in der Praxis - etwa in Stresssituationen - behandebar sind, muß nunmehr in klinischen Studien belegt werden. Vgl. Nature 463, 49-53 (2010)

21.12.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Psychotherapie und Hospitalismus

Zu den Rheinischen Psychotherapietagen 2008 ist soeben der Tagungsband (Jürgen Junglas, Hrsg.
Lieben oder Verwahrlosen? 221 Seiten, Broschur, € 19,80) beim Deutschen Psychologenverlag erschienen. Darin enthalten ist auch ein Vortrag von unserem GUS-Kollegen Hartwig Wennemar über Hospitalismus.

3.11.2009 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Reproduktionsmedizin greift gesundheitspsychologische Interventionsansätze erfolgreich auf

Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verbreiteter Hinweis auf eine Studie "Want to get pregnant? Just relax" stößt vor allem in den USA auf breiteste Medienresonanz..Eine in Boston durchgeführte, anscheinend aber noch nicht publizierte Untersuchung will belegen, daß gesundheitspsychologische Interventionsansätze (vor allem Entspannungsverfahren und Positives Denken) hoch signifikante Verbesserung der Chancen auf erwünschte Schwangerschaft nach längerer Unfruchtbarkeit bieten.

14.10.2009 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Gesundheitspsychologischer Status bei niedergelassenen Ärzten

Eine wichtige Komponente der Salutogenese bildet nach Antonovsky das Kohärenzgefühl (SOC), das sich u.a. auf das subjektive Gefühl von Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit unseres Lebens bezieht. Über eine dazu bei niedergelassenen Ärzt/-innen für Allgemeinmedizin in der Steiermark (im Kontext der Untersuchung zur Berufs- und Lebenszufriedenheit von Mitgliedern der dortigen Ärztekammer) durchgeführte Studie berichteten Gernot Siber u.weiteren Autoren kürzlich in der Wiener Medizinische Wochenschrift (159, 2009). Die Ergebnisse lassen - bei allerdings sehr hoher Streubreite - auf einen überdurchschnittlichen SOC-Wert in dieser Berufgruppe schließen und lassen sich nach Befunden aus weiteren Studien wohl auch auf Psychotherapeutische Tätigkeiten unseres eigenen Berufsfeldes übertragen.

14.10.2009 - Fachbereich Schriftpsychologie - Neues experimentelle Verfahren zur Schriftdiagnostik

Der Versuch, mit wissenschaftkuchen Verfahren wahre und unwahre Aussagen zu unterscheiden, gehört seit den allerersten Anfängen am Ausgang des 19. Jahrhunderts zu einer intensiv bearbeiteten Fragestellung auch der experimentellen Psychologie (mit der sich beispielsweise schon sehr früh und heute kaum mehr bekannt auch einer der renommiertesten Gestaltpsychologe, Max Wertheimer, beschäftigte). Bis heute ist die Validität dieser Verfahren zur "Lügendetektion" immer noch recht begrenzt.

Eine neue Studie von Gil Luria und Sara Rosenblum "Comparing the handwriting behaviours of true and false writing with computerized handwriting measures", die kürzlich in einem renommierten Fachjournal erschienen ist (dem Applied Cognitive Psychology, August 2009) setzt dazu ein neues technisches Erfassungsverfahren ein, das für Fragen der Schriftdiagnostik entwickelt wurde; auch eine Schweizer Studie von Boris Peterka an der Zürcher Hochschule für AngewandteWissenschaften verwendet dieses Graphiktablett mit elektronischer Datenerfassung, vgl. Graphologie- Bulletin SGG Nr.74).

06.10.2009 - Sektion - Motorische Defizite von Kindern

Ausführlich wird unter dem Titel "Immer weniger Kinder sind Fahrrad-tüchtig" im Reutlinger Generalanzeiger am 6.10.09 (wie auch in mehreren weiteren Pressemitteilungen) über eine neuere Studie berichtet, in der der Umfang der psychomotorischen Schwächen von Kindern am Ende der Grundschulzeit und deren Auswirkungen auf die Radfahrausbildung untersucht wurden. Die Arbeit beruht auf einer bundesweiten Befragung von Polizeiverkehrslehrern (und einigen Klassenlehrern). Autor der im Auftrag der Deutschen Verkehrswacht durchgeführten, vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft geförderten Studie ist ein im BDP nicht unbekannter Diplompsychologe (Dr.Rudolf Günther), Download bei der Deutschen Verkehrswacht oder über den Gesamtverband der Versichungswirtschaft.

15.09.2009 - Fachbereich Schriftpsychologie - Aktuelles

Fachtagung "Handschrift und Persönlichkeit" vom 3.- 7.8. 2009 an der Katholischen Akademien Schwerte ist "in einer Atmosphäre offenene und anspruchsvollen Austausch" (sgg- Bullet 74, s.u.) erfolgreich durchgeführt worden; der Fachbereich hatte über das Programm der Tagung ausführlich berichtet (s.u., 04.06.2009).

Neu erschienen: Bulletin Nr. 74 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG mit interessanten Beiträgen, z.B.
- neue Informationstechniken ermöglichen neue graphologische Fragestellungen. Beispiel: Zwischenbewegungen in der Luft beim Schreiben wurden erstmals systematischer mit dem Schreibbrett analysiert (Bachelor- Arbeit von Boris Peterka an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW)
- Analyse der Handschrift von van Gogh (anläßlich der großen Baseler Van-Gogh- Ausstellung (bis 27.9.)
- Schöner Bericht von Robert Bollschweiler und Marie Anne Nauer über die bereits erwähnte Graphologie- Fachtagung in Schwerte 3.-7.8.09
- Immer seltener, aber es gibt sie noch: Diplompsycholog/innen, für die graphologische Analysen (und Zeichentestverfahren) einen Baustein in ihrem täglichen Beruf bilden - zumindest in der Schweiz (Interview mit einer Fachkollegin, Elisabeth Keiser). Download des Graphologie- Bulletin der SGG Nr.74.

Lehrangebot zur Medizinischen Graphologie an der Universität Leipzig. Darüber informierte im Ärzteblatt Sachsen 3 / 2002 Reinhard Ludewig, em. Univ. Prof. Das Angebot wurde dort von ihm mit der Schriftpsychologin Roswitha Klaiber, Heilbronn, aufgebaut und besteht bis heute fort. Roswitha Klaiber befaßt sich in vielen Publikationen und Vorträgen mit der Handschrift von historischen Persönlichkeiten, etwa am 18.9.09 in Stuttgart zu Macht und Identität in der Handschrift von Herzog Karl Eugen (1728 -1793). Diese kulturhistorisch und -psychologisch außerordentlich interessanten Fragen werden heute wohl nur noch außerhalb der Kochschul- Fachpsychologie behandelt.

15.09.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Aktuelle Praxisprobleme zum gesunden Altern

Einen Schnappschuß zu aktuellen Praxisproblemen bei der Förderung des gesunden Alterns liefert nicht zuletzt eine Auswertung von Berichten örtlicher Vereine und Organisationen in der Tagespresse. Eine kleine Zusammenstellung findet sich devmnächst hier.

Einen aktuellen Schwerpunkt bildet ferner die Ausstellung "Sterben wollen - Denkraum Suizid" auf dem Charite-Gelände in Berlin. Hierzu nimmt aus unserem Arbeitskreis auch Hartwig Wennemar - Diplompsychologe, in den Presseberichten der Ruhr Nachrichten oder der Muensterschen Zeitung irrtümlich als Psychiater tituliert - Stellung.

Ein Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" zu selbstbestimmtem Wohnen im Alter wird seit April 2009 mit Haushaltsmittel des Bundes finanziert, um Alltagsprobleme für ältere Menschen wie die Schaffung von Bewegungsfläche, Überbrückung vorhandener Stufen zur Eingangstür, beidseitige Handläufe, Türantriebe und deren Bedienelemente, Einbau von Aufzügen, Herstellung ausreichend breiter Türöffnungen, Umbau von Sanitärräumen, Anpassung von Haustechnik, barrierereduzierende oder -freie Anpassung des Wohnumfeldes zu entschärfen. Näheres beim Infocenter der KfW-Förderbank (Tel.: 01801 - 33 55 77).
Der Hinweis auf dieses Programm findet sich im kürzlich erschienenen Seniorenbericht der Bundesregierung, der ferner eine ausführliche Diskussion zur Inklusionsthematik bei älteren Menschen enthält (Hinweis BDP-BGeschF A.Traute).

31.08.2009 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Positive Sinnsuche als Copingstrategie

Seit der (Wieder-) Entdeckung der "Positiven Psychologie" (Seligman & Csikszentmihaly 2000) suchen internationale Forschungsansätze zunehmend nach darauf aufbauenden gesundheitspsychologischen Interventionsansätzen. Zwei neue japanische Studien von Katsuyuki Yamasaki und Kolleginnen der Naruto University of Education in Tokushima ("Effects of coping on positive affect and health" (Int.J.Ps. 44, 2009, 249-256) und (in press)) konnten jetzt experimentell belegen, daß eine mehrwöchige Suche nach einer positiven Bedeutung alltäglicher Stressereignisse als Copingstrategie zu stabilisierenden Affektveränderungen führt und wohl auch als Intervention gesundheitspsychologisch wirksam ist.

31.08.2009 - Fachbereich Umweltpsychologie - Psychologische Beiträge zur Umweltschonung

Die Taskforce der American Psychological Association (APA) "Psychology and Global Climate Change" hat in einem Report derzeit verfügbare psychologische Erkenntnise zusammengestellt.

Hingewiesen wird außerdem auf den Kongress "2009 European Energy-Efficiency and Behaviour" mit weiteren Informationen zum Programm.(vorausg. Hinweise: Prof.Dr.Kaminski)

31.08.2009 - Fachbereiche Gesundheits- und Umweltpsychologie - Erholungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen

Hingewiesen wird auf ein interdisziplinäres Lehrbuch vor allem für Studierende der Gesundheitswissenschaften, das in breitem Umfang auch Facherkenntnisse der Psychologie berücksichtigt:

Smith, R. W., Austin, D. R., Kennedy, D. W., Lee, Y., & Hutchison, P. (2005). Inclusive and special recreation: Opportunities for persons with disabilities (5th Ed.). St. Louis, MO: McGraw-Hill.

Das Buch verweist in den meisten Kapiteln auch auf psychologische Fachpublikationen - ganz vorrangig dominierend in Kap.2 zu Theorien und Konzepten. Für Interessierte an der Inklusionsthematik ist ua das 4.Kapitel über Partizipationsbarrieren für Menschen mit Behinderungen besonders wichtig. Mehrere Themenschwerpunkte - etwa zur Spiel-, Sport- und Freiflächengestaltung sind unmittelbar auch für Fragen der schulischen Inklusion relevant.

25.08.2009 - Fachbereich Umweltpsychologie - Ohne Orientierung im Kreis laufen?

Weit verbreitet ist die Meinung, daß Menschen bei Fortbewegung in unbekanntem Gelände die Orientierung verlieren und im Kreis gehen. Systematischere Forschungen dazu gibt es aber kaum. Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt eine experimentelle Studie ("Walking straight into circles", Souman,JL, Frissen,I, Sreenivasa, MN, Ernst, MO, Current Biology, 2009, aktuelles Heft). Die Untersuchungen, die hierzu - in einem Forstgebiet (Rheinland-Pfalz) und in der nördlichen Sahara mit GPS-Registrierung - durchgeführt wurden, belegen tatsächlich die massiven Richtungswechsel bei fehlenden externen Orientierungsgebern. Die Studie verweist ausführlich auch auf psychologische Forschungsansätze u.a. bei blinden Fußgängern oder ein bereits 1930 von Lund (in J.am.Ps.) durchgeführtes Experiment zu individuell stabilen Links- Rechts- Abweichungen (Lateraldominanz). Kurzfassung der Studie des Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik hier

25.08.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Internetportal "Barrierefrei mobil"

Ein Internet-Portal für Menschen mit Handicaps, die sich bundesweit über barrierefreie Gestaltung in ihrem regionalen Lebensumfeld (z.B. bei Hotels, Gaststätten, kulturellen Einrichtungen) oder auch im Internet unkompliziert informieren können, wird derzeit von dem Software-Entwickler Markus Lemcke aufgebaut. Das Angebot kann zweifellos auch für viele ältere Menschen hilfreich sein. (Quelle: Tagespresse). Hier geht es zu barrierefrei mobil.

25.08.2009 - Fachbereich Umweltpsychologie - Auswirkungen von Straßen auf Tierpopulationen

Während die Auswirkungen von Verkehrsräumen auf den Menschen auch von Psycvhologen intensiv erforscht werden, fehlen aus unserer Fachdisziplin entsprechende tierpsychologische Studien fast völlständig. Eine zusammenfassenden Auswertung der empirischen Befundlage zu "Effects of Roads and Traffic on Wildlife Populations" (Lenore Fahrig und Trina Rytwinski, in der aktuellen Ausgabe der kanadischen Zeitschrift Ecology and Society 14, 2999) stützt sich auf 79 Studien, die Ergebnisse zu 131 Species enthalten. Danach werden bei vier Gruppen von Tierarten negative, bei immerhin zwei Gruppen aber auch positive Wirkungen des ökologischen Areals "Verkehrsraum" festgestellt, aber auch weitere erforschenswürdige Verhaltensanpassungen (z.B. daß Frösche bei Verkehrslärm in höherer Tonlage quaken, also Adaptationen an einem genetisch festgelegten Verhaltensmuster zu beobachten sind, Studie von Parris / Velik-Lord North a.a.O.). Leider fehlen - wie zu erwarten - Verweise auf psychologische Beiträge. Originalarbeiten hier.

29.07.2009 - Fachbereich Umweltpsychologie - Innovation zu Energieeinsparung und Gesundheit

CO2-Ampeln gegen dicke Luft in Seminarräumen, die mit orangefarbenem und rotem Licht frühzeitig signalisieren, dass der Sauerstoff verbraucht ist und gelüftet werden muss, werden derzeit von dem Umweltwissenschaftler Simon Burandt der Universität Lüneburg mit Test-Installation in mehreren Seminarräumen evaluiert. Die Warngeräte kosten rund 150 Euro pro Stück und messen den CO2-Gehalt der Luft mit einem Infrarot-Sensor. Mehr ...

Der Fachbereich Umweltpsychologie des BDP hat den Entwicklern zu diesen Arbeiten mehrere fachliche Anregungen gegeben. So wird darauf hingewiesen, daß - neben dem vorrangigen Ziel der Einsparung von Energie und zugleich von (erwarteten) 10 bis 15 Prozent der Heizkosten - ein weiteres, sehr breites Anwendungsfeld besonders in Schulräumen gesehen werden kann, weil Alltagsbeschwerden bei Schülern und Lehrern wie Kopfschmerzen Beklemmungsgefühle oder Schwindel, die häufiger bei alttagstypisch erhöhten CO2- Konzentrationen auftreten, von den Betroffenen oft - und irrtümlich - auf umwelttoxische Ursachen zurückgeführt werden. Hintergrund dafür ist die ausgeprägte sensorische Adaptation des olfaktorischen Systems bei Veränderungen der Atemluft, die durch umweltpsychologische und -medizinische Studien belegt ist. Leistungsbeeinträchtigungen sind andererseits bei diesen geringeren CO2- Konzentrationen aber nicht gesichert. Weitere einschlägige Forschungen zu den untersuchten Zusammenhängen finden sich in einem umweltpsychologischen Gutachten für das TAB- Bundestagsprojekt "Umwelt und Gesundheit".

10.07.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Zwei fachpolitisch wichtige Beiträge aus Österreich

Das neue Doppelheft des Östereichischen Berufsverbands enthält zwei fachpolitisch wichtige Beiträge zur Gerontopsychologie, auf die wir hinweisen wollen:
In dem Beitrag "Gerontopsychologie im Alltag" (Psychol. in Österreich 2+3/09, 216-221) legt Christiane Bahr ihrer Analyse eine klar gesundheitspsychologische Perspektive zugrunde und verweist z.B. auf psychologische Beiträge ais der Humor- oder der Weisheits- Forschung; mit dieser Sichtweise steht Kollegin Bahr (klientenzentrierte Psychotherapeutin in Salzburg) dem alternspsychologischen Grundverständnis unseres Sektions- Fachkreises sehr nahe.
Als "psychologische Disziplin dieses Jahrtausends" bezeichnen Cornel Binder-Grieglstein, Sandra Bauer, Birgit Florian die Arbeitsfelder der Gerontopsychologie (Psychol. in Österreich 2+3/09, 208-215). Sie beschreiben in ihrem Beitrag - neben wichtigen theoretischen Grundmodellen - differenziert vor allem psychische Störungen im Alter und darauf bezogene psychologische Aufgabenfelder. Natürlich freuen wir uns darüber sehr, daß im Beitrag auch auf die berufspolitischen Aktivitäten des BDP in Deutschland zur Alternspsychologie verwiesen wird. (Anstr. zu beiden Artikeln hier oder unter http://www.boep.eu/uploads/media/PIOe_02-03_09_Abstracts.pdf
Ergänzend sei erwähnt, daß zur Alzheimer- Prävention weiterhin u.U. auch positiv- psychologisch nutzbare Forschungsansätze intensiv verfolgt werden (vgl. unsere Mitteilung unten vom 18.4.09), so in einem neueren tierexperimentellen Beitrag von Jonathan Geiger u.a. im Journal of Neuroinflammation 5/2008 zur Koffeinwirkung.

04.06.2009 - Fachbereiche Umwelt- und Gesundheitspsychologie - Neue Studien zu kritischen Umweltfaktoren in Gesundheitseinrichtungen

Wir verweisen auf mehrere neue Studien von bzw. mit Roger Ulrich, Verhaltenswissenschaftler und Sozialgeograph, als (Ko-)Autor:

- Medizinisch bedeutsame Auswirkungen der Gestaltung von Krankenhäusern, zum Stand der Forschung (Roger Ulrich 2008) Quelle

- Lärmbedingte Gesundheitsfolgen bei Koronarpatienten in Intensiv- Betreuungseinheiten (Roger Ulrich mit Inger Hagemann u.a. 2008), abstr

- Gesundheitsförderliche Auswirkungen von Wandbildern auf Kinder in Krankenzimmern von pädiatrischen Einrichtungen. Bisher durchgeführte Studien befassen sich ausschließlich mit gesundheitsförderlichen Wirkungen bei erwachsenen Patient/innen. Die Studie belegt auch für Kinder eine klare Präferenz von Naturdarstellungen, vermag aber - wohl auch infolge methodischer Schwächen der Studie - gesundheitlich relevante Auswirkungen nicht nachzuweisen (Eisen SL, Ulrich RS u.a. 2008), abstr

21.04.2009 - Fachbereich Umweltpsychologie - Homepage der Zeitschrift Umweltpsychologie

Die Zeitschrift "Umweltpsychologie" weist in einer Rundmail an die Fachgruppen Umwelt- und Sozialpsychologie der DGPs darauf hin, daß sie ihre Homepage unter http://www.umps.de neu gestaltet hat, mit Informationen über die Zeitschrift und weiteren Serviceleistungen, z.B. der Möglichkeit, einzelne Beiträge herunterzuladen, etwa Ergebnisse einer recht aktuellen Umweltpsychologen- Befragung.
Ferner findet sich dort aktuell der Call for Papers zum Konzept „Nachhaltiger Konsum".

18.04.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Aktuelle Studien zu Lebensgewohnheiten und gesundem Altern

Zwei ganz aktuelle Studien im J. Alzheim. Diseas.2009 belegen
- 3-5 Tassen Kaffe pro Tag im mittleren Lebensalter (große 25-Jahres-Längsschnittstudie Finnland) sind demenzpräventiv hoch wirksam
- unterschiedliche Rotwein-Sorten führen physiologisch zu unterschiedlichen Demenz- Präventionseffekten
Über die Ergebnisse freuen sich sicherlich manche Konsumgüteranbieter

14.04.2009 - Sektion - Mitgliederbrief

Im versandten Mitgliederbrief der Sektion (im Mitgliederbereich zugänglich) ist der Aktivitätsbericht der Sektion 2008 enthalten und eine Kurzbefragung u.a. zu Internet- Fachverzeichnissen der Sektion für Gesundheits-, Umwelt/Natur- und Gerontopsychologie. Zugänglich sind auch Aktivitätsberichte zu den Vorjahren 2005, 2006, 2007

10.03.2009 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Neue Ansatzpunkte zu Ernährung und Gesundheit

Wie gut wissen wir über das Thema "Ernährung" wirklich Bescheid? Antworten darauf liefert ein neuer Ernährungswissens-Test, den das Göttinger Institut für Ernährungspsychologie als Online-Fragebogen entwickelt hat.
Näheres zur Verfahrensentwicklung findet sich in der neuen Ausgabe der Ernährungs-Umschau 56 (01/09) (Austel A, Mickelat S, Heseker H, Ellrott T (2009). Der Ernährungs-IQ. Entwicklung und Evaluierung eines Internet-Tests zum Ernährungswissen, S.24-31). Die Warnung der Autoren, daß ein gutes Ernährungswissen jedoch nicht automatisch zu einem besseren Therapieerfolg führen, weil Kenntnisse nur begrenzten Einfluss auf das praktische Essverhalten haben, ist aus psychologischer Sicht allerdings sehr berechtigt.

Zwei ergänzende Hinweise:
- In einer Auswertung von Einschulungsuntersuchungen in Stuttgart
durch Gertrud Winkler und Jodok Erb (Life Sciences) wurde eine klar überduchschnittliche Prävalenzrate von Übergewichtigkeit bei Kindern nach Migrationshintergrund festgestellt. Näheres
- In der Nestle- Ernährungsstudie 2008 werden viele auch psychologisch interessante Fragestellungen behandelt, etwa über alltägliche Koch- und Essgewohnheiten. Näheres: Kurzfassung; der ausführliche Bericht soll ab ca. April im Buchhandel zugänglich sein.

13.02.2009 - Fachkreis Gerontopsychologie - Neue Ansätze zur Tinnitustherapie und zum eLernen

Tinnitus- Therapieforschung: Über eine fachlich für Gerontopsychologie wichtige musiktherapeutische Neuentwicklung "Musiktherapie bei chronisch-tonalem Tinnitus" wurde kürzlich von H. Argstatter, C. Krick und H.V. Bolay in einem Beitrag der Zeitschrift HNO berichtet. Dieser sehr beachtenswerte Interventionsansatz wurde von einem interdisziplinären Team mit maßgeblicher fachpsychologischer Beteiligung - Kollegin Prof. Dr. Heike Argstatter (Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung, Heidelberg) ist Psychologin und Musikwissenschaftlerin - entwickelt. Abstract und Erscheinungsort der Arbeit finden Sie hier.

eGestützte Lehr- und Lernangebote. Ein innovatives, sehr rasch expandierendes Praxisfeld sind elektronisch gestützte Lehr- und Lernangebote. Auf zwei stark durch psychologische Fachkompetenz geprägte Beispiele an der Nahtstelle von Geronto- und Klinischer Psychiologie sei hier besonders verwiesen;

- Eine stattliche Zahl von Einzelprojekten zum eLernen von älteren Menschen - zu einem wesentlichen Anteil über EU- Forschungsmittel gefördert - wird am Institut für Lern-Innovation der Universität Erlangen unter der langjährigen Koordination durch Kollegen Dr. Walter F.Kugemann durchgeführt (vgl. www.fim.uni-erlangen.de)

- Eine eigenständige Internetplattform mit elektronischen Lernangeboten, vor allem zum Training kognitiver Funktionen etwa zur Psychose- Rehabilitation oder im Alter, finden sich auf der Plattform von Dr.Wolfgang Trapp unter http://www.x-cog.de.

13.02.2009 - Fachbereich Unmweltpsychologie - Neuerscheinung zu Schulen der Zukunft

Archtekturpsychologische Neuerscheinung: In Fortführung eines bereits 2006 in jetzt 3. Auflage publizierten Monographie "Schulen der Zukunft" von R. Walden und S.Borrelbach (Heidelberg: Asanger) ist soeben erschienen: Rotraut Walden (Ed.): Schools for the Future. Design Proposals from Architectural Psychology (Göttingen: Hogrefe 2009). Der Band gibt einen wertvollen Überblick (mit 23 Modellschul- Beschreibungen aus 11 Ländern) zur internationalen Schulbau- Entwicklung, die sich aus pädagogisch- psychologischen Zielsetzungen der Förderung von Selbstlernen, Interdisziplinarität und sozialen Interaktionsprozessen unter voller Nutzung auch von IT-Ressourcen ableiten.
In den World Architecture News findet sich zu dem Buch mit sehr positiver Bewertung der Hinweis: "Applies the criteria of functional, social-physical, organizational and economical aspects to various parts of a school complex. Suitable for educators, architects and policy makers involved in the planning and running of educational facilities.." (weitere Hinweise zum Buch)

12.11.2008 - Fachbereich Umweltpsychologie - Sektionsarbeit findet zunehmend bdp-externe Beachtung

Umweltpsychologische Beiträge zur Energieeinsparung: Das fachlich-konzeptionell wohl am konsequentesten auf psychologischen Erkenntnissen aufbauenden Programm zum Klimaschutz ist die Aktion "Nordlicht", sie wird am Institut für Psychologie der Universität Kiel von Priv.-Doz. Dr. Friedemann Prose im Rahmen des Projekts Klimaschutz koordiniert.
Eine - nach wie vor sehr lesenswerte - Veröffentlichung Prose,F., Hübner,G. & Kupfer, D. (1994): Soziales Marketing für den Klimaschutz.- Zur Strategie der Veränderung von Umweltverhalten.
(ursprünglich erschienen in: Timp, D.W. & Günther, R. (Hrsg.) Umweltpsychologische Berichte aus Forschung und Praxis 2/94, BDP Bundesausschuß Umweltpsychologie, 1994, 65-75)
ist jetzt im Internet abgedruckt unter http://www.nordlicht.uni-kiel.de/bdp.htm zusammen mit vielen weiteren fachlichen Materialien zur Förderung des Klimaschutzes. (Inhaltsübersicht zu den 3 Heften der "Umweltpsychologische Mitteilungen (UPM)" und Bezugsmöglichkeit findet sich hier).

Ökologisch-psychologische Grundlagen der Verkehrssicherheit: Kürzlich (14.06.2008 s.unten auf dieser Seite) hatten wir darauf aufmerksam gemacht, daß die vor 70 Jahren von James J. Gibson und L.E. Crooks publizierte Grundlagenarbeit zur Verkehrssicherheit seit Mitte der 90er Jahre in verschiedenen Fachdisziplinen mit einer geradezu explosionsartigen Zunahme zitiert wird. Unser Hinweis ist jetzt kürzlich auch in der Zeitschrift für Verkehrssicherheit (Heft 4, 2008, S. 202) erschienen.

08.11.2008 - Sektion - Neue psychologische Praxisfelder bei Abhängigkeit von Glücksspiel oder Computerspielen

"Stoffungebundene Abhängigkeiten" finden in ihren Auswirkungen auf die individuelle Lebenssituation und - durch ihre ansteigende Prävalenz - als gesellschaftlicher Risikofaktor etwa in der Bildungsbiographie von Jugendlichen zunehmende Beachtung. Neue - meist interdisziplinäre - Studien eröffnen Ansatzpunkte sowohl für psychologische Beiträge zur Frühdiagnostik, Beratung und Gesundheitsprävention, die zunehmend auch auf kommunaler Ebene nachgefragt werden; ein Beispiel dafür ist das Interesse an psychologischen Erkenntnissen aus der Ambulanz für Spielsucht am Klinikum der Universität Mainz und dem dortigen Kompetenzzentrum Verhaltenssucht (mit Veröffentlichungen u.a. der Kolleg/innen Klaus Joachim Wölfling oder Chantal Mörsen - jetzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie/ Charité in Berlin -) beispielsweise für die kommunale Jugendarbeit (vgl. einen aktuellen Pressebericht von J.Kempf; zu neuen Forschungen über Computerspiel- Verhaltensabhängigkeiten, s.auch hier auf der Internetseite, Mitteilungen unter 04.06. und 30.7.08).

15.10.2008 - Sektion - Aktuelle BÖP- Veröffentlichungen in "Psychologie in Österreich"

In aktuellen Heften der Zeitschrift "Psychologie in Österreich" (dem Organ des Österreichischen Berufsverbandes BÖP) finden sich gleich mehrere Themenschwerpunkte - zur Religions-, Gesundheits-, Umwelt- und Gerontopsychologie -, die Arbeitsgebiete unserer Sektion vielfältig berühren.

In Heft 1/2008 mit Schwerpunkt: "Psychologie und Spiritualität" (in unserer Sektion bearbeitet von einem Fachkreis unter Leitung von Maximilian Rieländer, Groß-Umstadt, im Gesamtverband unter langjähriger Leitung von Werner Gross, Offenbach) finden sich - willkürlich aus den 13 Arbeiten herausgegriffen - Beiträge zu "Psychologie und Spiritualität. Skizzen zum aktuellen Forschungsstand" (A. Bucher), zum Verhältnis von Psychotherapie und Spiritualität (A.Längle) wie zur psychotherapeutischen und spirituellen Praxis (J.Zöbeli), ein Bericht über Ergebnisse eines interdisziplinären Projekts "im Kontext seelischer Gesundheit und Krankheitsverarbeitung": (H.-F.Unterrrainer & K.H.Ladenhauf) oder ein Modell der Bedürfnisse (H. Kernstock-Redl & U.Sachsse).

In Heft 3/4 "Gesundheits- und Verkehrspsychologie" findet sich - eng bezogen auf Aufgabengebiete unserer Sektion - als Beiträge zur Gesundheitspycholioge und Erholungsforschung etwa: "Burnout & Gesundheitspsychologie: Prävention und Intervention" (Th.Gabriel), "Psychologische Strategien in der Behandlung der Tabakabhängigkeit" (M.Stummer), "Ergebnisse und Anwendungen der Erholungsforschung" (G.Blasche); direkt bezogen auf eines unserer Diskussionsforem: "Gesundheit und Neue Medien: Psychologische Aspekte der Informations- und Kommunikationstechnologien" (B.U.Stetina & I.Kryspin-Exner); zur Gerontopsychologie: "Lebensqualität von Senioren und deren Zusammenhang mit Mobilitätsvoraussetzungen" (R.Risser) wie auch zur Umweltpsychologie: "Gehen in der Donaustadt - Was das Gehen attraktiv" (D.Wunsch, K.Ausserer & G.Haindl).

Abstracts finden sich unter http://www.boep.eu/Inhalte.480.0.html

01.09.2008 - Fachbereich Umweltpsychologie - "Freizeitverhalten und Tourismus in Natur und Landschaft" als Themenschwerpunkt der Zeitschrift Umweltpsychologie

Der GUS-Fachbereich verweist auf den Aufruf der DGP-Fachgruppe Umweltpsychologie
zu Themenbeiträgen "Freizeitverhalten und Tourismus in Natur und Landschaft" für die
Zeitschrift Umweltpsychologie Heft 2/2009. Annahmeschluss für Beiträge ist der 31. Januar 2009
Genauere Angaben zum Schwerpunkt im Internet oder bei den betreuenden Schweizer Gastherausgeberinnen des Schwerpunktes Nicole Bauer, E-Mail: nicole.bauer@wsl.ch und Barbara Degenhardt E-Mail: barabara.degenhardt@wsl.ch.

13.8.08 - Sektion - Linkshändigkeit ein Thema auch für die Politische Psychologie

Als Einflußfaktor für psychische Gesundheit und - vor allem bei erzwungenem Umlernen - auch für Leistung und Wohlbefinden der Person ist fachintern Rechts-/Linkshändigkeit unbestritten.
Ganz altuell wird hingegen der politisch- psychologische Bezug deutlich in einem am Welt- Linkshändertag, 13.8.08, in vielen Ländern - in Deutschland über dpa - verbreiteten Pressebericht und vor allem in den USA diskutiert unter der Headline "Wer die USA mit links regiert - Was haben Bush, Obama und Osama bin Laden gemeinsam?" (vgl. Anhang)

30.7.2008 - Sektion - Weitere Studie zu Computerspielnutzung und Verhaltenssucht

Ergänzend zu unseren Mitteilungen über Medien und psychischer Gesundheit am 04.06. und 28.7. 2008 (s.u. auf dieser Seite) möchten wir Sie auf eine weitere aktuelle psychologische Studie hinweisen:

Jäger, R.S., Moormann, N., Fluck, L.: "Merkmale pathologischer Computerspielnutzung im Kindes- und Jugendalter" (Zentrum fuer empirische paedagogische Forschung 2008, 22 S.).

Prof. Dr. Reinhold S. Jäger - geschäftsführender Leiter des zepf, der zentralen Forschungseinrichtung der Universität Koblenz-Landau - ist Psychologe und Erziehungswissenschaftler, Frau Moormann Studierende der Psychologie, Frau Fluck Auszubildende zur Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung am zepf.
Downloads: Kurzinformation vom 28.7.oder Gesamttext
Besonders sei darauf hingewiesen, daß die Arbeit am Ende auch ein Linkverzeichnis zu einschlägigen Beratungseinrichtungen enthält.

Eine neuere Übersicht zur Diagnose von Hauptformen der Verhaltenssucht geben
Ulrike Albrecht, Nina Ellen Kirschner, Sabine M. Grüsser (Medical Psychology and Medical Sociology, Clinic and Policlinic for Psychosomatic Medicine and Psychotherapy, Johannes Gutenberg University, Mainz, Germany): Diagnostic instruments for behavioural addiction: an overview / Diagnostische Instrumente der Verhaltenssucht: ein Überblick (GMS Psychosoc Med 2007;4:Doc11.) Download.

28.7.2008 - Sektion - Lehrergesundheit im Blickpunkt der Schulpsychologie

Gesundheit und Schule bildet einen Schwerpunkt des diesjährigen 18. Bundeskongresses für Schulpsychologie vom 24.bis 26.9.2008 in Stuttgart. Weitere Informationen zur BUKO- Tagung: http://www.psychologietagungen.de/buko2008

28.7.2008 - Sektion - Neuerscheinungen

Positive Psychologie: Von den angesehenen amerikanischen Autoren Niemiec, R.M. und Wedding, D. verfa0t, ist soeben weine praxisnahe Handreichung neu erschienen: "Positive Psychology at the Movies
Using Films to Build Virtues and Character Strengths" ( 308 Seiten, Euro 34.95, Näheres unter:
http://www.hogrefe.com/?mod=detail&ISBN=978-0-88937-352-5)
Zur Positiven Psycholohie s. auch unten eine Stellungnahme unserer Sektion (08.06.2006; Rudolf Günther und Maximilian Rieländer: "'Positive Psychologie' als Herausforderung für psychologische Forschung und Praxis")

Stressmanagement für Lehrerinnen: Meike Landmann: Entspannt durch den Schulalltag. Selbst- und Stressmanagement für Lehrerinnen und Lehrer (124 Seiten, kartoniert, € 12,90). Das Buch erläutert die Prinzipien des Selbst- und Stressmanagements durch zielgerichtete Steuerung des eigenen Verhaltens.
Dr. Meike Landmann, Dipl. Psych. ist u.a. Mitarbeiterin am Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) in Wiesbaden.

Medien und psychische Gesundheit: Inzwischen erschienen ist die angekündigte Längsschnittstuide (s.u. Mitteilung der Sektion 04.06.2008): Hopf, W.H., Huber, G.L., & Weiß, R.H.: Media Violence and Youth Violence: A 2-Year Longitudinal Study. Journal of Media Psychology, 20, 2008, 79-96

14.06.2008 - Fachbereich Umweltpsychologie - Innovative Praxisfelder: Ökopsychologische Studie nach 70 Jahren wieder hoch aktuell

Geradezu explosionsartig zugenommen hat seit Mitte der 90er Jahre die Zitierhäufigkeit einer 1938 - also vor jetzt 70 Jahren - publizierten theoretischen Arbeit zur Verkehrssicherheit: Die Feststellung bezieht sich auf James J. Gibson und L.E. Crooks.: "A theoretical field analysis of automobile-driving" (Am.J.Psychol. 51, 1938, 453-471). Dies verweist auf stark expandierende innovative Praxisfelder (auch) für Psycholog/innen. Näheres ...

04.06.2008 - Sektion - Vorratsdatenspeicherung hat erhebliche Auswirkungen auf die psychologische Praxistätigkeit

Der Beauftragte für Datenschutzfragen im BDP, Dipl.-Psych. Werner Lohl, verweist auf Ergebnisse einer Forsa-Studie aus dem Mai 2008, wonach mit erheblichen Auswirkungen auch für die wichtigsten psychologischen Praxisfelder zu rechnen ist.

In Kurzform sind die Ergebnisse der Studie auf der Homepage des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung zugänglich..

04.06. 2008 - Sektion - Aktuelles zu "Medien und psychische Gesundheit"

Das schon seit langem stark beachtete Themenfeld Medienkonsum bei Jugendlichen wird derzeit besonders intensiv und kontrovers geprägt durch mehrere neu erschienene, stark psychologisch ausgerichtete Studien:

1. Medienkonsum und Schulleistungen. Hierzu kommt eine neue Arbeit des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von Chr. Pfeiffer, T. Mößle, M. Kleimann und F.Rehbein.zu der Einschätzung, daß PISA-Verlierer zu einem beträchtlichen Anteil Opfer ihres Medienkonsums sind; die Analyse stütz sich auf mehrere empirische Untersuchungen.
2. Computerspiele und Gewaltpotentiale bei Kindern. Fast zeitgleich erscheinen derzeit mehrere emprisch ausgelegte Studien, die sich mit Zusammenhängen der Mediennutzung - und hierbei besonders von Computerspielen - mit Gewaltpotentialen bei Kindern befassen.
Zu teilweise hitzigen Diskussionen führt dabei die auf sehr umfangreiche empirische (teilweise klinisch- psychologische, am Harvard Center for Mental Health and Media durchgeführte) Studien gestützte Publikation von Kutner, L. und Olson, Ch.K.: "Grand Theft Childhood":

Die GUS- Sektion will zu diesem gesellschaftspolitisch wichtigen Problemfeldern eine Informationsplattform - beginnend mit Hinweisen zu den aktuellen Neuerscheinungen - aufbauen.

15.05.2008 - Fachbereich Umweltpsychologie - Psychische Wirkungen von Pflanzen im Weltraum

Umweltpsycholog/innen befassen sich schon seit langem mit den extremen Umgebungsbedingungen im Weltraum, andererseits auch - wie unser Fachbereich seit mehreren Jahren - mit psychischen Wirkungen von Begrünung auf den Menschen. Einzigartig ist aber wohl, daß in einem multinationalen NASA- geförderten Projekt (insbesondere in Kooperation mit Rußland), das sich mit Gartenbau im Weltraum befaßt, nach einem Psychologen (stud.grad.) gesucht wird, um die "non-nutritional benefits to growing and tending plants in extreme environments (e.g., space)" näher zu untersuchen (Hinw. Prof. Kaminski, Universität Tübingen). Näheres

29.04.2008 - Fachkreis Gerontopsychologie - Pressemitteilung

Zu dem Thema "Omas und Opas ohne Enkel - Nach Alternativen umschauen" hat Kollegin Dipl.Psych. Barbara Ney aus unserem Fachkreis in einem Ratgeber- Pressetext des Deutschen Depeschendienstes (www.ddp.de) Stellung bezogen.

4.03.2008 - Fachbereich Schriftpsychologie - Stand und Neuentwicklungen der psychologischen Fachgrundlagen in der Graphologie

"Das Thema "Ausdruck" wird gelegentlich mit jener lässigen Abneigung behandelt, die die frühen behavioristischen Aussagen kennzeichnete. Diese Einstellung war einer weiteren Erforschung nicht gerade dienlich." (Arnheim, R.: Die Gestalttheorie des Ausdrucks. In Arnheim, R.: Zur Psychologie der Kunst. Köln: Kiepenheuer 1977 (54-81), S.58)

Diese Einschätzung trifft natürlich - und leider bis heute - auch auf die Graphologie zu. Um wissenschaftlich gebildeten Fachleuten (innerhalb und außerhalb der Fachdisziplin der Psychologie) eine leicht zugängliche Möglichkeit zu schaffen, sich zum Stand der Forschung in der Graphologie zu informieren, macht der Fachbereich Schriftpsychologie des BDP mit Einverständnis der Autoren aus der neu erschienenen Monographie "Grundlagen und Methoden der Schriftpsychologie" von Teut Wallner, Renate Joos, Rosemarie Gosemärker auf die beiden Einführungskapitel (Kap.1: "Das wissenschaftliche Fundament"; Kap.2 "Die wissenschaftliche Kontrolle") sowie das Literaturverzeichnis als pdf- Downloads zugänglich. Mehr...

Zugleich wird auf vielfältige, auf die Informationstechnik gestützte Verfahrensentwicklungen hingewiesen, die unmittelbar von Bedeutung für die Schriftdiagnostik werden können. Mehr...

28.2.08 - Sektion - Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) vom 27.2.2008 zur Online-Durchsuchung hilft Psychologen, den Geheimnisschutz ihrer Patienten zu wahren: Deshalb verweisen wir auf die Erläuterungen des BVG zum Urteil und auf die Pressemitteilung des Verbandes.

Von der Fachgruppe Umweltpsychologie werden derzeit ferner im Auftrag der DGPs mögliche Auswirkungen der beschlossenen Änderung des Telekommunikationsgesetzes (Vorratsdatenspeicherung / VDS) auf die psychologische Berufsausübung und die psychologische Forschung gesammelt. Unsere Sektion hält dieses Anliegen für überaus wichtig und unterstützenswert. Nähere Informationen von der Kollegin der Fachgruppe (mail: ellen.matthies@ruhr-uni-bochum.de)

27.2.08 - Fachbereich Umweltpsychologie - Pressemitteilung

Zu dem Thema "Wie wirkt der Frühling?" nimmt am 27.2.08 in der Südwestpresse als "Umweltpsychologe im Berufsverband deutscher Psychologen" Rudolf Günther in einem kurzen Interview Stellung und verweist u.a. auf Kranke und Ältere, für die diese Jahreszeit besonders positive Wirkungen aufweist. Näheres

11.02.2008 - Fachkreis Gerontopsychologie - Veröffentlichung

In der aktuellen Ausgabe des Fernsehmagazins "Funkuhr" 7/2008 (TV-Programm 16.-22.2.) werden Chancen und psychologische Herausforderungen für gesundes Altern von der Journalistin Caren Schuett für ein breites Leserpublikum aufbereitet. Weitere Informationen

10. 02.2008 - Sektion - Zum Gedenken an Jürgen Bortz

Als Verfasser oder Mitautor von mehreren Standardwerken zählt Professor Dr.Jürgen Bortz zu den bekanntesten Fachvertretern der Methodenlehre weit über den Bereich der Psychologie hinaus. Und wohl nahezu jeder empirisch arbeitende Psychologe oder Psycholgiestudent wird "seinen Bortz" in Griffweite stehen haben ("Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler", "Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler", "Verteilungsfreie Methoden in der Biostatistik" als Neuaflage des Klassikers von Gustav A. Lienert, mit Klaus Boehnke - um nur die bekanntesten Bücher zu nennen).)
35 Jahre lang - seit 1972 - hatte er am Psychologischen Institut der TU Berlin den Lehrstuhl für Methodenlehre inne. Er war für Studierende ein überaus anregender Lehrer in einem wahrhaftig selten geliebten Fachgebiet, wie Andrea Benecke anschaulich aus persönlicher Erfahrung schildert (s.u.), und auch ein durchaus nicht praxisfremder Hochschulforscher: So interessierte er sich für Ästhetik- und Schmerzforschung ebenso sowie für psychometrische Einsamkeitsforschung (mehrere Arbeiten mit Nicola Doering), und er war ab 1989 Geschaeftsfuehrer eines sog. "An- Instituts" an der Technischen Universitaet Berlin (teleskopie GmbH, einem Institut der Infas-Gruppe); dort hat er mit dem Arbeitsteam die TV- Zuschauerforschung sehr stark beeinflusst (diese Hinweise verdanken wir seinem langjährigen Berliner Kollegen Dr. Konrad Leitner).

Jürgen Bortz war auch langjähriges Mitglied des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Er ist am 22. September 2007 im Alter von 64 Jahren nach jahrelanger progredienter Erkrankung verstorben.

Den in den vpp- Nachrichten veröffentlichten persönlichen Nachruf für Professor Dr.Jürgen Bortz von Andrea Benecke (Universität Mainz) stellen wir mit seinem Foto hier - mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie - als Download zur Verfügung (RG)

09.02.2008 - Fachkreis Gerontopsychologie - Wichtige Neuerscheinungen

Wir möchten auf wichtige Neuerscheinungen in der Gerontopsychologie hinweisen:

Kruse, Andreas (Hg): Weiterbildung in der zweiten Lebenshälfte. Multidisziplinäre Antworten auf Herausforderungen des demographischen Wandels (Reihe d. Dt.Inst.f.Erwachsenenbioldung). Bielefeld: Bertelsmann Verlag 2008 (248 S., EUR 26,90) (Hinw.v.Chr.Gudelius)

Friedrich-Hett, Thimas (Hg. ): Positives Altern. Neue Perspektiven für Beratung und Therapie älterer Menschen. Bielefeld: Transcrip Verlag 2007 (224 S., EUR 23,80 )
Besprechung der Bücher demnächst unter http://www.bdp-gus.de/gus/gerontops.htm.

Marquardt, Gesine: Dissertation zur Architektur von Pflegeheimen für Demenzerkrankte. Diese architekturwissenschaftliche Arbeit von Dr.-Ing. Gesine Marquardt (ein Projekt der Robert- Bosch- Stiftung) berücksichtigt in breitem Umfang auch archtektur- und ökopsychologische Ansätze. Informationen in Kurzfassung (TU Dresden oder in der Ärztlichen Praxis), auch als PDF-Download der Dissertation, 161 S., 2007 (Hinw.v. D.Timp)

07.02.2008 - Fachbereich Umweltpsychologie - Aktuelles

Weg von der Natur als Erholungsfaktor - "Ins Grüne fahren" verliert nach Ergebnissen einer neuen Mehr- Länder- Studie (Oliver Pergrams von der Universität von Illinois und seine Kollegin Patricia Zaradic vom Environmental Leadership Program) erheblich an Bedeutung. "Videophilie" wird von den Autoren als Hauptursache für diese fundamentale Verlagerung angesehen. Die Arbeit wird allerdings erst demnächst in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Weitere Informationen

Ästhetische und naturnahe Ortsentwicklung durch stillgelegte Bahnhöfe - Ein Zeitungsbeitrag (Christoph Ströhle im Reutlinger Generalanzeiger am 6.2.08, "Wo die Bahn sich verabschiedet hat") beschreibt anschaulich die Bandbreite regional verwirklichter Nutzungsmöglichkeiten für stillgelegte Bahnhöfe. Weitere Informationen.

26.07.2007 - Fachbereich Umweltpsychologie -
Symposium zur Erinnerung an ökosystemisches Entwicklungsmodell von Urie Bronfenbrenner

Am 25. September 2005 war in New York Professor Urie Bronfenbrenner verstorben. Der Psychologe wurde mit einem ökosystemischen Ansatz zur menschlichen Entwicklung international und fächerübergreifend - nicht zuletzt auch in der Soziologie und Pädagogik - bekannt. 1986 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der TU Berlin verliehen.
Die European Society for Developmental Psychology führt im Rahmen ihres Kongresses 21 - 25 August 2007 (mit Vorab- Workshop 20./21.8.2007) in Jena ein Symposium "in Memoriam of Urie Bronfenbrenner“ unter Leitung von Richard Lerner (Medford, MA, USA) durch (weitere Informationen)

27.06.2007 - Fachbereich Schriftpsychologie - Mitteilungen

Schriftliche Information an die Mitglieder des Fachbereichs, unter anderem über die laufenden Aktivitäten. Mitversandt wurden die Graphologischen Mitteilungen 1 / 07 mit fachgeschichtlich bemerkenswerten Entdeckungen und über einige neuere angelsächsische Dissertationen zu graphologischen Themenstellungen.

10.06.2007 - Fachbereiche Umwelt- und Schriftpsychologie - Werk von Rudolf Arnheim

Rudolf Arnheim, geb. am 15. Juli 1904 in Berlin, ist am 9. Juni 2007 in Ann Arbor, Michigan im Alter von 102 Jahren gestorben.

Zu Leben und Werk des sicherlich bedeutendsten Kunstpsychologen des 20. Jahrhunderts (aus der Berliner Schule der Gestaltpsychologie, Promotion bei Max Wertheimer 1928) finden Sie hier weitere Informationen, ferner in Report Psychologie 7-8/2007, S.345-6.

Zusätzlich ist für unsere Sektion - und auch für den gesamten Berufsverband Deutscher Psychologen, dessen Gründung maßgeblich auf Initiative der Schriftspsychologie zurückgeht - von besonderer Bedeutung, daß für Rudolf Arnheim die Graphologie zu den anwendungsbezogen wichtigsten Ausdrucksfeldern zählt, die mit einer sauberen experimentellen Methodik auf ihre Validität geprüft werden kann; darauf verweist er an vielen Stellen seiner bedeutenden Publikationen (schon seine Dissertation von 1928 befaßte sich mit experimentell fundierten Lösungsansätzen zu diesem Problem).

Merkwürdigerweise fehlt wohl bisher der Versuch, die hierzu vorliegenden, experimentell gestützen Untersuchungsverfahren und -ergebnisse aus dem Umfeld der Gestaltpsychologie zusammenzufassen, in ihrer Bedeutung für die graphologische Anwendung aufzubereiten und dadurch ein theoretisch wie methodisch erweitertes und heutigen Denktraditionen in der Psychologie viel besser entsprechendes Grundkorsett für diesen Verfahrensbereich zu schaffen.

7.06.2007 - Fachbereich Umweltpsychologie - Studien zu Lärm und Lärmwirkungen in Krankeneinrichtungen

Eine Übersicht über einschlägige Studien in angelsächsischen Fachzeitschriften zeigt, daß sich eine doch recht stattliche Zahl umwelt- und medizinisch-psychologischer Arbeiten mit dem Problöembereich von Lärm und Lärmwirkungen in Krankeneinrichtungen befaßt. Die Auswertung stützt sich auf eine breitere Analyse von Roger Ulrich, Xiaobo Quan, Craig Zimring u.a. (2004): The Role of the Physical Environment in the Hospital of the 21st Century

30.5.2007 - Fachgeschichtlich interessanter Fund

"Der Psycholog" ist der Titel einer Erzählung von Ludwig Tieck aus dem Jahr 1796
"Psychologen ... sind nicht mehr so selten, wie ehedem". Auch dieser Satz findet sich in der für unsere Fachgeschichte sicherlich beachtenswerten Erzählung von Ludwig Tieck, die unsere Berufsbezeichnung bereits im Jahr 1796 im Titel trägt. Die kleine Erzählung können Sie nachlesen.
Quelle: Ludwig Tieck Bd 15 Gesamtausgabe (Verlag G. Reimer Berlin 1829), S.245-52, <http://www.gasl.org/refbib/Tieck__15_Schriften.pdf>

18.04.2007 - Fachkreis Gerontopsychologie - Veröffentlichung

Hartwig Wennemar, Mitglied des Fachkreises Gerontopsychologie, hat sich zum Thema "Eine Stütze im Heim - Vertraute Hilfe: Angehörige können viel tun, um Verwandte im Pflegeheim zu unterstützen" interviewen lassen.

02.04.2007 - Fachkreis Gerontopsychologie - Mitteilungen

Der Fachkreis versendet die Gero-News 2 / April 07 an die Mitglieder des Fachkreises.

Die News 2 enthält auch eine Kurzbefragung über Begrünung auf Innen- und Außenflächen von stationären Senioren- sowie Kranken-, Rehabilitationseinrichtungen. Die Befragung wird gemeinsam mit dem entsprechenden Ausschuß Innenraumbegrünung der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) durchgeführt. Beigelegt ist ferner ein Rückmeldebogen für Anregungen und der Bitte um konkrete Mitwirkung bei der weiteren Arbeit des Fachkreises.

30.03.2007 - BDP-Bericht zur Kinder- und Jugendgesundheit in Deutschland

Der Bericht des BDP zur Kinder- und Jugendgesundheit in Deutschland (PDF-Datei), unter der Leitung von Julia Scharnhorst als Vizepräsidentin und Leiterin des Fachbereichs Gesundheitspsychologie entstanden, ist veröffentlicht. Die Übergabe des Berichts an die Öffentlichkeit erfolgt im Tagungszentrum der Bundespressekonferenz in Berlin. Eine Pressemitteilung ist zuvor veröffentlicht.

24.03.2007 - Fachbereich Umweltpsychologie - In Memoriam Heiner Erke

Nach schwerer Krankheit verstarb Prof. Dr. Heiner Erke am 17. Februar 2007 im Alter von 68 Jahren in München.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Aber auch wir Umweltpsychologen verlieren mit ihm einen überaus kreativen Kollegen, Freund und langjährigen Mitstreiter auch im BDP-Umweltpsychologen- Netzwerk, der sich unermüdlich und sehr erfolgreich für die Erweiterung und Anwendung des psychologischen Fachwissens einsetzte. Während der langjährigen Leitung seiner Abteilung am Institut für Psychologie der Technischen Universität Braunschweig fand die Angewandte Psychologie respektvolle Anerkennung in vielen anderen Fachdisziplinen und Organisationen deutschland- und europaweit, nicht zuletzt durch das von ihm unermüdlich geförderte (und geforderte) Engagement bei seinen Mitarbeiter/innen und Studenten.
Am 24.03.2007, 11.00 h, findet in der Aula der TU Braunschweig, Pockelsstr. 11, 38106 BS, eine Trauer-/Gedenkfeier für Heiner Erke statt.
Hier finden Sie einige weitere Informationen, ferner in Report Psychologie 2 /2007

05.03.2007 - Fachbereich Schriftpsychologie - Veröffentlichung

Interview von Hartwig Wennemar unter dem Titel "Lieber krakeln als tippen" zum Thema Schreibenlernen von Kindern. Es ist mit dem Untertitel "Kinder, die das Abc am
Computer lernen, brauchen länger, bis sie lesen können" in der Südwestpresse, „Modernes Leben“, Ulm, am 05.03.2007 erschienen.

16.01.2007 - Fachkreis Gerontopsychologie - Faltblatt

Seit dem Jahresanfang steht der Flyer des Fachkreises "Gerontopsychologie" zur Verfügung. Sie können ihn als PDF-Datei downloaden oder kostenfrei beim Fachkreis bestellen (auf dem Flyer findet sich ein Freifeld für Ihren persönlichen Stempel- Eindruck).

12.01.2007 - Fachbereich Umweltpsychologie - Faltblatt

Der Fachbereich erneuert (und aktualisiert) sein Faltblatt "Umweltpsychologie" (3.Aufl.); auf dem Flyer findet sich ein Freifeld für Ihren persönlichen Stempel-Eindruck.

23.12.2006 - Fachkreis Gerontopsychologie - Veröffentlichung

Hartwig Wennemar, Mitglied des Fachkreises Gerontopsychologie, hat sich in der Zeitschrift "Großeltern" zum Thema Feiertage "Auf den emotionalen Austausch kommt es an" interviewen lassen.

07.11.2006 - Fachkreis Gerontopsychologie - In Memoriam Paul B. Baltes

Paul B. Baltes ist am 7. November 2006 im Alter von 67 Jahren in Berlin verstorben.
Wir möchten an dieser Stelle die Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie zum Tod von Paul Baltes zugänglich machen und auf einige weitere Informationen verweisen.

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin, wird am 12. Januar 2007 im Harnack-Haus (Ihnestrasse 16-20, 14195 Berlin; www.harnackhaus-berlin.mpg.de) zu Ehren von Prof. Dr. Drs. hc. Paul B. Baltes eine akademische Gedenkfeier veranstalten. Zum Nachruf für Paul Baltes in Report Psychologie

06.11.2006 - Fachkreis Gerontopsychologie - Mitteilungen

Der Fachkreis erstellt die Gero-News 1 / Nov 06 und versendet sie an die Mitglieder des Fachkreises. Dies ist eine erste Ausgabe der Mitteilungen zur Gerontopsychologie, die wir künftig in unregelmäßigen Abständen herausgeben wollen. Die 1. Ausgabe der Gero-News enthält unter anderem

  • Positives zu Altern und Gesundheit im Spiegel der Zeit
  • Fachliche Informationen, z.B.: Neuere Meta-Analysen belegen: Umfang der körperlichen und geistigen Aktivität als eine zentrale Steuerungsbedingung für gesundes psychisches Altern
  • Aktuelle Hinweise und Informationen über Aktivitäten des Fachkreises Gerontopsychologie
    sowie einen Rückmeldebogen für Anregungen und der Bitte um konkrete Mitwirkung bei der weiteren Arbeit.

Der Gero-News 1 beigelegt wurde ferner der Entwurf für in Faltblatt "Gerontopsychologie" und ein Kurzfragebogen über "Besondere Freundlichkeit - Hilfe- Unterstützung im Straßenverkehr". Diese Kurzbefragung wird von der Sektion in Kooperation mit dem Verband der Motorjournalisten VDM durchgeführt.

19.09.2006 - Fachkreis Gerontopsychologie - Netzwerk

Das im Aufbau befindliche Fachnetzwerk Gerontopsychologie wird hiermit als Webseite veröffentlicht. Es umfasst bisher ca. 40 Personen, die fachlich und beruflich an Arbeitsgebieten und Berufsfeldern in der Gerontopsychologie interessiert sind.

Alle Interessentinnen und Interessenten sind herzlich eingeladen, sich zu melden bei Dr. Rudolf Günther, Email: Dr.R.Guenther@t-online.de

08.06.2006 - Sektion - "Positive Psychologie"

Der Sektionsvorstand setzte sich mit der "Positiven Psychologie" als einem in den USA im Jahr 2000 begründeten wissenschaftlichen Schwerpunkt als Herausforderung für den BDP auseinander. Er übermittelte dazu einen zusammenfassenden Text "'Positive Psychologie' als Herausforderung für psychologische Forschung und Praxis" zur Erörterung im BDP-Präsidium.

30.04.2006 - Fachbereich Gesundheitspsychologie - Veröffentlichung

Die Sammlung evaluierter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation ist nun erneuert und erweitert nach Umfragen im Fachbereich und in der Fachgruppe Gesundheitspsychologie der DGPs. Sie ist auch als PDF-Datei zugänglich.

10.02.2006 - Politik: Gesundheit & Umwelt

"Gesundheit von Frauen und Männern im mittleren Lebensalter" ist das Thema des Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes durch das Robert-Koch-Institut. Zum Inhaltsverzeichnis des Berichtes. Der Bericht lässt sich mit dem Online-Bestellformular bestellen oder als PDF-Datei herunterladen.